Kategorien
Dorfidylle - Der Fortsetzungsroman

Dorfidylle #05

Tischtennis.

Auf den Stufen vor dem Haupteingang warteten die anderen. Kristin sah ihm mit verzerrtem Gesichtsausdruck entgegen und blaffte ihn zur Begrüßung an.
»Was machst du denn hier?«, fauchte sie. »Ich habe gedacht, du würdest wenigstens den Anstand haben, hier nicht mehr aufzutauchen.«
David lehnte sein Rad an den Zaun und zog seine Sporttasche vom Gepäckträger. Als er von Paula und Kevin auch eher unfreundliche Blicke zugeworfen bekam, spielte er kurz mit dem Gedanken, tatsächlich wieder umzukehren. Aber würde das nicht wie ein Eingeständnis von Schuld auf die anderen wirken? Das wollte er nicht. Er warf sich die Tasche über die Schulter und ging auf die drei zu.

——————————————

Du willst die bisherigen Kapitel in einem Stück in einem pdf lesen? Dann melde dich bei meinen GayLetters an und lade dir die aktuelle Version runter!

Du bist schon angemeldet? Dann ist hier der Direktlink. Das Passwort ist das gleiche wie für die anderen Downloads. Bei Problemen: post@stephano.eu

——————————————

»Was ist mit dir los?«, fauchte Kristin ihn jetzt an. »Wie beschränkt muss man sein, sich per WhatsApp zu trennen und danach nicht ans Telefon zu gehen?«
Sie war aufgestanden und stellte sich ihm in den Weg, sodass er nicht an ihr vorbei in die Halle gehen konnte. Frostig durchlief es David. Wie sollte er Kristin erklären, was er noch nicht einmal selbst richtig kapierte? Aber ihn fragte ja nie jemand, wie es ihm ging. Immer sollte er nur Rechenschaft für das ablegen, was er einfach nur sein Leben nannte. Für andere wirkte sein Leben allerdings wohl eher ziemlich chaotisch.
»Tut mir leid«, murmelte er und wollte schon weitergehen, doch Kristin ließ ihn immer noch nicht durch.
»Tut mir leid? Ist das alles, was du dazu zu sagen hast?« Sie blickte ihm direkt ins Gesicht. »Bist du wirklich so erbärmlich?«
David sah die Tränen in ihren Augen schwimmen. Er seufzte. Ihm blieb die Auseinandersetzung offenbar nicht erspart. Dabei hatte er doch nur den einfachsten und unkompliziertesten Weg nehmen wollen, ohne Kristin zu verletzen.
»Das war bescheuert von mir«, sagte er. »Ich hab mich selbst nicht verstanden. Und ich hätte mit dir reden müssen.«
Entgeistert sah Kristin ihn an.
»Und was bedeutet das jetzt? Willst du die Trennung wieder zurückziehen?«
David schüttelte den Kopf.
»Du bist so ein fieses Arschloch!«, fauchte Kristin.
Dann drehte sie sich abrupt um und verbarg das Gesicht in den Händen. Paula trat neben sie, warf David einen bösen Blick zu und nahm Kristin in die Arme.
David spürte einen schmerzenden Klumpen in seinem Bauch, wie zäher Teer, der sich in alle Richtungen auszudehnen schien und drohte, ihn bis in jede Zelle seines Körpers auszufüllen. Ratlos stand er auf den Stufen der Sporthalle und hasste sich selbst. Aber was hätte er denn tun sollen? Hätte er sich und seine Umwelt weiter belügen sollen? Hätte er an der Beziehung zu einem Mädchen festhalten sollen, das er nicht liebte? In ihm tobte doch schon seit Monaten dieser heftige Sturm aus Gefühlen, für die er einfach kein Ventil fand, ein Sturm, der ihn jeden Morgen als erstes erfasste und bis zum Schlafengehen begleitete. Er wusste, dass er eigentlich aus diesem Dorf verschwinden sollte. Nach Berlin oder auch nach München oder nach Hamburg. Irgendwohin, wenn er nur nicht in diesem Kaff hängen bleiben musste, das ihm jede Entfaltung verwehrte.
Kevin packte ihn an den Schultern und schob ihn die letzten Treppenstufen hinauf, durch die Glastür und in den nach feuchten Turnschuhen riechenden Gang hinein, bis zu den Umkleiden.
»Ich schnall´s nicht, Alter«, sagte er, als die Tür hinter ihnen ins Schloss gefallen war. »Ich meine: Klar kann mal eine Beziehung in die Brüche gehen. Aber ´ne Trennung über WhatsApp geht gar nicht.« Kevin schmiss seine Tasche auf den Betonboden. »Das sollte selbst bei dir angekommen sein. Oder kriegst du gar nichts mehr mit?«
David zuckte mit den Schultern und setzte sich auf die Holzbank, um seine Schuhe auszuziehen.
»Liegt das an dem Typen vom letzten Sommer?«, fragte Kevin weiter. »Auf den hast du damals so aggressiv reagiert, als er der hier aufgetaucht ist. Was ist da gelaufen? Der war doch total in dich verknallt!«
Hitze schoss durch Davids Körper und er sprang wütend auf.
»Wie kommst du denn auf den Scheiß?«, blaffte er seinen Freund an. »Der war doch nicht in mich verknallt!«
Kevin schien erst von Davids Wutausbruch überrascht, dann brach er in Lachen aus.
»Natürlich war der das. Ich hab das sofort gesehen. Und mal ehrlich: So wie du reagiert hast, muss zwischen euch in diesen paar Tagen in Norwegen echt was Dramatisches vorgefallen sein.«
»Schweden!«
»Was?«
»Das war in Schweden, nicht in Norwegen!«
Kevin machte eine wegwerfende Handbewegung.
»Der hat sich ja offenbar bis in unser Dorf durchgeschlagen, nur um mit dir zu reden. Hast du mit dem das Gleiche gemacht, wie jetzt mit Kristin? Einfach den Schwanz einziehen und abtauchen?«
David war schwindelig. Der Raum um ihn herum drehte sich, der Boden schien wie bei einem Erdbeben zu wanken. Er setzte sich hin, damit er nicht das Gleichgewicht verlor. Kevins Worte ließen aus dem Sturm einen Orkan werden. Konnte es sein, dass sein Verhalten einem Muster folgte? Verdammte Scheiße! Ihm wurde schlecht.
»Alles in Ordnung mit dir?«, erkundigte sich Kevin, der offenbar bemerkt hatte, dass etwas nicht stimmte. Er legte ihm eine Hand auf die Schulter. »Soll ich dir ein Glas Wasser holen?«
David schüttelte den Kopf.
»Was kann ich denn dafür, wenn die Leute sich immer sofort in mich verknallen?«, fragte er erschöpft. Als ihm klar wurde, was er da gerade gesagt hatte, spannte er die Schultern an und sah Kevin geradeaus an. »Und selbst wenn dieser Typ sich in mich verguckt hat, dann ist das doch sein Problem. Ich kann ihm nicht helfen.«
Jetzt schlüpfte er aus den Sneakern, schüttelte die Hose von den Beinen und zog sich das T-Shirt über den Kopf. Er wühlte hektisch seine Sportsachen aus seiner Tasche und zog sich an. Er wollte nicht weiter über Julian reden. Und auch nicht über Kristin. Er wollte überhaupt nicht reden. Aber Kevin war offenbar noch nicht fertig mit ihm.
»Warum dann die Trennung von Kristin?«, erkundigte er sich. »Du hast doch den ganzen Winter über alles für sie getan.«
»Sie ist eben nicht mein Typ«, antwortete David. »So einfach ist das.«
Mit hochgezogenen Augenbrauen sah Kevin ihn an.
»Nicht dein Typ? Was genau ist denn dann dein Typ?«
Das Chaos in Davids Kopf gipfelte in Wut. Er wollte einfach nur noch weg.
»Krieg du mal dein eigenes Leben auf die Reihe, dann reden wir weiter!«, blaffte er Kevin an und marschierte an ihm vorbei in die Sporthalle.
Im gleichen Moment wusste er, dass er Kevin unrecht getan hatte. Aber er wollte jetzt nicht mehr umkehren.
»Idiot!«, rief Kevin ihm noch nach, doch die zufallende Tür unterbrach jedes weitere Wort.
In der Halle wartete Björn schon auf sie. Der Trainer sah David erstaunt an, denn offenbar hatte er die letzte Beschimpfung von Kevin noch mitgekommen.
»Alles okay bei euch?«, fragte er.
»Nur ein bisschen Stunk, mehr nicht«, gab David zurück und trat an eine der Tischtennisplatten, um mit einem Ball Aufschläge zu üben.
»Bei den Mädchen scheint auch gerade die Welt unterzugehen«, sagte Björn mit leicht genervtem Ton in der Stimme. »Kristin heult und Paula redet die ganze Zeit auf sie ein. Habt ihr euch getrennt?«
»Warum wollen eigentlich alle von mir immer wissen, was in der Welt passiert?«, konterte David und knallte den Ball mit so großer Wucht an die Hallenwand, dass er eingedrückt auf die Erde fiel.
»Ehrlich gesagt habe ich gehofft, dass die Pubertät bei euch mal so langsam vorbei ist«, stöhnte Björn. »Aber offenbar habe ich mich da getäuscht.«
Frustriert hob David den kaputten Ball auf und steckte ihn in seine Hosentasche. Er hatte Kristin nicht verletzen wollen. Aber er hatte den Eindruck, dass es für eine ausführliche Erklärung oder sogar eine Entschuldigung zu spät war.

Ein paar Minuten später schlug Kevin ihm die Bälle in einer solchen Schärfe um die Ohren, dass David kaum hinterherkam. Er versuchte, die Oberhand über das Spiel zu bekommen, doch immer, wenn er sicher war, den Ball zu erwischen, spielte Kevin ihm diesen in einem nicht erreichbaren Winkel zu.
»Was ist los?«, fragte David und sah seinen Freund wütend an.
»Das fragt der Richtige! Sag du es mir!«
»Willst du mir jetzt den Rest des Tages vorhalten, dass ich mich bescheuert verhalten habe?«
Kevin setzte zu einem neuen Aufschlag an und schmetterte den Ball flach über das Netz. David verfehlte ihn.
»Nicht nur den ganzen Tag. Auch länger, wenn du nicht den Mund aufmachst und sagst, was mit dir los ist.«
»Was genau willst du denn von mir hören?«
Kevin legte den Schläger ab und stützte sich mit den Händen sich auf die Platte.
»Du verhältst du in letzter Zeit echt eigenartig. Du redest kaum noch.« Er machte eine Pause. »Du trennst dich Hals über Kopf, ohne Erklärung, ohne ein einziges Wort zu Kristin. Oder wenigstens zu mir. Keiner von uns kapiert, was du da tust.«
David zuckte mit den Schultern. Er fühlte sich mies. Wie der letzte Versager, der nichts mehr auf die Reihe kriegt.
»Du hättest ihr wenigstens sagen können, was mit dir los ist. Warum du nicht mehr mit ihr zusammen sein willst. Das hat sie verdient. Immerhin wart ihr ein paar Monate zusammen.«
Als David nicht antwortete, seufzte Kevin.
»Hör mal: Wenn du schwul bist, dann ist das echt in Ordnung für mich«, sagte er. »Ich hab kein Problem damit.«
»So ein Quatsch«, wehrte David ab. »Ich bin doch nicht schwul!«
Kevin ließ den Ball über die Platte rollen und schien nachzudenken.
»Und dann diese Kündigung in der Physio-Praxis. Du hast doch immer gesagt, dass du genau das machen willst. Und dann erfahre ich über Umwege, dass du da aufhörst. Ist das nicht alles ein bisschen überstürzt?«
Für David war das alles andere als überstürzt, aber er verhandelte ja auch schon seit einem Jahr mit sich selbst, ob er die Ausbildung abbrechen sollte, oder nicht. Immer wieder hatte er sich Termine gesetzt, bis wann er eine endgültige Entscheidung treffen wollte. Und immer wieder hatte er die Entscheidung vor sich her geschoben, weil er Schiss vor dem hatte, was danach kommen würde. Vor einer Woche hatte er dann einfach die Geduld mit sich selbst verloren und Nägel mit Köpfen gemacht. Sein Chef hatte nicht gerade erfreut reagiert, schließlich musste er Davids Patienten absagen und neue Termine mit ihnen vereinbaren.
»Ich fange im Brüllenden Bullen an«, sagte David.
Kevin riss die Augen auf. »Beim alten Konrad? Bist du bescheuert?«
»Ich will halt was Neues machen. Und so viele Möglichkeiten gibts auf die Schnelle hier in der Gegend nicht.«
Kevin verdrehte die Augen.
»Das ist eine Schwachsinnsidee. Ausgerechnet im Bullen! Mit Konrad kommt doch keiner klar. Der nutzt seine Mitarbeiter aus, bis sie nicht mehr können. Und dann ekelt er sie raus. Mit meiner Cousine hat er das so gemacht. Erst vor einem dreiviertel Jahr.«
David zuckte mit den Schultern. Klar hatte er schon viele Geschichten über Konrad gehört. Und er wusste auch, dass er nicht der umgänglichste Chef war. Aber er mochte den Bullen. Immerhin traf er sich da regelmäßig mit den Jungs aus dem Dorf.
»Morgen früh um sechs gehts los«, sagte er, um seine Entscheidung zu untermauern. Jetzt konnte er nicht mehr zurück.
»Was zahlt er dir?«, fragte Kevin provokant.
»Ist das so wichtig?«
»Ich wette, er zahlt dir nicht mal den Mindestlohn.«
»Neun Euro.«
Kevin brach in schallendes Gelächter aus.
»Für neun Euro würde ich mich nicht morgens um fünf aus dem Bett quälen. Gisela zahlt zwölf für ihre Hilfskräfte. Dann stinkst du zwar nach Schweinescheiße, aber immerhin kommst du damit durch den Monat.«
»Ich arbeite doch nicht im Schweinestall!«
»Warum denn nicht? Ich kann meine Tante fragen, ob sie noch jemanden braucht.«
David schüttelte energisch den Kopf. »Ne, lass mal. Ich komm schon klar.«
»Um sechs im Bullen«, lachte Kevin. »Ich glaubs nicht.« Er beugte sich nach vorne und schnappte sich den Ball, der ans Netz gerollt war. »Ich werde an dich denken, wenn ich mich im Bett noch einmal herumdrehe und mir vorstelle, wie sich Paula dazu legt.«
Diesmal stöhnte David. »Ich weiß nicht, ob ich deine Fantasien so genau hören will.«
»Das kann ich mir vorstellen!«, antwortete Kevin und setzte zum nächsten Aufschlag an.
Das Spiel war jetzt ruhiger, dennoch war David am Ende des Trainings völlig verschwitzt und schleppte sich mit letzter Kraft in die Umkleiden. Die Mädchen hatte sich während des Trainings von ihm ferngehalten und Paula hatte ihm manchmal aus der Entfernung auffordernde Blicke zugeworfen, so als wollte sie ihm signalisieren, doch endlich zu einer Entschuldigung herüberzukommen. Doch David hatte sich dazu nicht aufraffen können. Ihm fehlte die Kraft zu dieser Konfrontation.
Während er eine Weile gedankenverloren auf der Bank vor sich hin stierte, zog sich Kevin aus. Er zerrte sein Handtuch aus der Tasche und wandte sich dann zu David um.
»Was ist?«, fragte er. »Willst du nicht duschen?«
Er trat vor David, sodass der den Kopf in den Nacken legen musste, um Kevin nicht auf den nackten Bauch oder sogar auf den Schwanz zu gucken. Er schüttelte den Kopf.
»Ich will gleich noch ne Runde joggen«, sagte er zur Erklärung. »Ich dusche dann zu Hause.«
Wieder lachte Kevin.
»Du hast Schiss, dass du einen hochkriegst, wenn du mit mir duschst. Das ist es.«
»Quatsch!«
Kevin zuckte mit den Schultern.
»Wie du meinst.« Er drehte sich um und schlenderte zu den Duschen. »Ich verstehe dich einfach nicht«, rief er, als er das Wasser anstellte. »Du bist echt schräg zurzeit.«
David stopfte seine Klamotten in die Tasche, trank einen Schluck Wasser aus seiner Flasche, lehnte sich für ein paar Sekunden an die raue Wand unter den Kleiderhaken und schloss die Augen. Er hörte das Wasser der Dusche rauschen, er roch den Schweiß, der sich im Laufe der Jahre in die kargen Möbel der Umkleide gefressen hatte, und er schmeckte die bittere Erkenntnis auf seiner Zunge, dass er sich selbst nicht mehr verstand. Ja, er war schwul. Im letzten Sommer hatte er genau das in den Tagen mit Julian endgültig kapiert. Und offenbar wussten auch alle anderen um ihn herum, dass er auf Männer, auf Jungs stand. Seine Mutter, Kevin, vermutlich auch Kristin. Aber er selbst schaffte es nicht, dieses Wissen zu akzeptieren. Er wehrte sich mit Händen und Füßen dagegen. Kevin hatte recht: Er hatte Schiss. Er wollte nicht der Aussätzige hier im Dorf sein. Auch wenn ihn bislang niemand mobbte. Aber wenn er erst einmal offen dazu stehen würde, wie er wirklich gestrickt war, dann würde das die Runde machen. Und nicht alle waren so offen wie Kevin und seine Mutter. Von Konrad, seinem neuen Chef, hatte er sogar schon einige ziemlich erniedrigende Kommentare gehört. Er wollte sich nicht den neuen Job kaputtmachen, bevor er ihn angetreten hatte.
David drückte sich von der Wand ab und schnappte seine Tasche. Ohne sich von Kevin zu verabschieden verließ er die Umkleide, schnallte draußen seine Sachen auf den Gepäckträger und schob sein Rad nach Hause. Morgen würde ein neuer Abschnitt seines Lebens beginnen. Und schon wieder hatte er Schiss. Diesmal, weil er nicht wusste, ob er dem Job in Kneipe, Restaurant und Hotel gewachsen war.

© Stephan Meyer, Köln 2022 – Alle Rechte vorbehalten


Das war das fünfte Kapitel des Fortsetzungsromans Dorfidylle. Hast du Fehler gefunden? Ist irgendwas unlogisch? Schreib es mir unten in die Kommentare.

Wie soll sich David denn jetzt verhalten? Was soll er tun? Kannst du seine Verzweiflung verstehen?


Melde dich zu den Dorfidylle-News an, um nichts zu verpassen!

Ich informiere dich, sobald ein neues Kapitel in meinem Blog erscheint. Auf diese Weise kannst du das nächste Kapitel immer als einer der ersten lesen. Los geht´s!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.