Dorfidylle

Dorfidylle #08

Tag der offenen Tür.

Weil David am späten Nachmittag im Hotel eingeplant war, machte er sich schon um elf Uhr mit Veronika zu Fuß auf den Weg zum Internat. Er war sich absolut nicht mehr sicher, ob seine Entscheidung, richtig war, zum Tag der offenen Tür zu gehen, um Julian zu sehen. Mit jedem Schritt, den sie dem Institut näher kamen, wurde er hibbeliger. Bereits, als sie das Ortsschild seines Dorfes passierten, stoppte er und sah Veronika verzweifelt an.

——————————————

Du willst die bisherigen Kapitel in einem Stück in einem pdf lesen? Dann melde dich bei meinen GayLetters an und lade dir die aktuelle Version runter!

Du bist schon angemeldet? Dann ist hier der Direktlink. Das Passwort ist das gleiche wie für die anderen Downloads. Bei Problemen: post@stephano.eu

——————————————

»Das ist eine bescheuerte Idee«, sagte er. »Lass uns zurückgehen.«
Veronika lachte. »Das fällt dir jetzt erst auf?« Sie packte ihn am Arm und zog ihn weiter. »Du hast beschlossen, dahin zu gehen, also gehen wir.«
David zierte sich noch einen Moment, doch dann gab er nach.
»Du hast ja recht«, sagte er. »Vielleicht ist er gar nicht da. Oder er ist fett geworden.« Er grinste schief.
»Auf die Idee, dass er sich freuen könnte, dich zu sehen, kommst du nicht, oder?«
David schwankte in seiner Vorstellung, wie Julian auf ihn reagieren könnte, zwischen den Extremen hin und her. In einem Moment stellte er sich vor, Julian könnte in Tränen ausbrechen und auf ihn zustürzen und sie würden danach nahtlos dort anknüpfen, wo sie letztes Jahr in Schweden aufgehört hatten. Aber dann wurde er von dem Bild in seinem Kopf überwältigt, Julian würde ihn wüst beschimpfen und vor allen Anwesenden bis auf die Knochen bloßstellen. Vielleicht hatte Julian auch für sich festgestellt, dass er gar nicht auf Jungs stand, und David war für ihn damals nur ein Experiment gewesen. Oder er war gar nicht mehr in dem Internat. Sie hatten sich ja schließlich acht Monate lang nicht gesehen. In der Zeit konnte viel passiert sein.
»Er wird dir schon nicht den Kopf abreißen«, versuchte Veronika ihn zu beruhigen, die offenbar mitbekam, dass seine Gedanken gerade Amok liefen. »Du redest einfach ein paar Sätze mit ihm und danach guckst du mal, wie sich das Ganze entwickelt.«
Sie gingen nebeneinander auf dem Radweg, der parallel zur Landstraße verlief, und Veronika quetschte David nach des Details des vergangenen Sommers aus. Und David erzählte ihr, wie er sich sofort in Julian verknallt hatte, als sie an dem Steg in der schwedischen Einsamkeit mit den Kanus angelegt hatten, um ihn nach Trinkwasser für ihre Tour über die Seen zu fragen. Veronika war zwar selbst bis zum nächsten Morgen dabei gewesen, aber sie hatte damals gar nicht mitbekommen, was in David vorgegangen war. Sie betonte, sie habe sich bloß gewundert, als er mit ziemlich fadenscheinigen Argumenten darauf bestanden hatte, nicht mit der Gruppe den See weiter nach Norden hinaufzufahren, sondern bei diesem damals völlig fremden Typen zu bleiben. Als David ihr von der Gewitternacht erzählte, in der er endlich den entscheidenden Schritt in Julians Richtung gewagt hatte, bekam er eine Gänsehaut. Das war einer der schönsten Momente in seinem Leben gewesen.
»Als ihr nach ein paar Tagen wieder aufgetaucht seid, um mich einzusammeln, ist für mich die Welt zusammengebrochen«, sagte er. Und er fühlte erneut den Schmerz, der ihn beinahe verrückt gemacht hatte, als er in das Kanu gestiegen und Julian nach zehn unvergesslich schönen Tagen den Rücken gekehrt hatte. »Ich hätte einfach bei ihm bleiben sollen«, murmelte David. »Aber ich habe mich nicht getraut, zu ihm zu stehen.«
Veronika betrachtete ihn eingehend von der Seite.
»Das ist jetzt acht Monate her?«, fragte sie. David nickte. »Und du hast ihn nie im Internat besucht?«

»Er hat doch den Kontakt abgebrochen, nachdem ich ihm das bescheuerte Angebot gemacht habe, eine offene Beziehung zu führen.«

Eine Weile gingen sie wortlos nebeneinander her.
»Was ich nicht verstehe«, sagte Veronika, »warum bist du nicht einfach zu ihm gegangen und hast versucht, mit ihm zu reden?«
David stoppte. Hatte er sich so unverständlich ausgedrückt?
»Er wollte mich nicht mehr sehen!«, sagte er gereizt.
»Das habe ich kapiert. Und jetzt sind wir trotzdem auf dem Weg zu diesem Internat.« Veronika betrachtete ihn nachdenklich. »Warum jetzt? Warum hast du das nicht schon vor acht Monaten getan?«
»Vielleicht, weil ich es einfach satthabe, mir über ihn Gedanken zu machen«, platzte es aus David heraus. Er atmete tief durch und beruhigte sich wieder. »Ich habe so viel über ihn nachgedacht. Ich habe mich so oft verflucht. Dabei habe ich noch nicht einmal mehr sein Gesicht so richtig vor Augen. Mein Handy war damals kaputt. Deshalb habe ich kein einziges Foto von ihm. Ich habe gar nichts. Nur die Erinnerung. Und das beschissene Gefühl, alles falsch gemacht zu haben.«
Veronika nickte.
»Dann willst du eigentlich für dich überprüfen, ob du ihn überhaupt noch liebst?«
»Natürlich liebe ich ihn!«, fauchte David. Doch dann überlegte er. War das überhaupt richtig? »Ich liebe die Erinnerung an ihn. Aber ich weiß einfach nicht mehr, ob diese Erinnerung mit der Realität übereinstimmt. Wenn ich mich früher in der Schule in einen Jungen unglücklich verknallt hatte, dann konnte ich jeden Tag checken, ob diese Gefühle noch da waren. Ob sie noch echt waren. Ich brauche den Typen nur sehen und entweder passierte etwas in mir oder eben nicht. Irgendwann war das dann immer plötzlich vorbei. Bei Julian hatte ich diese Möglichkeit nicht, weil ich ihn einfach nicht mehr gesehen habe. Das will ich heute endlich ändern, auch wenn ich ein flaues Gefühl im Bauch habe.«
»Dann lass uns weitergehen und das Ganze möglichst schnell hinter uns bringen«, sagte Veronika. »In einer Stunde bist zu schlauer.«
»Und unglücklicher …«
Sie boxte ihn freundschaftlich in die Seite und fast wäre David in den Graben neben dem Radweg gefallen. Veronika lachte ihn aus, weil er sich so einfach aus der Spur bringen ließ. Sie reichte ihm die Hand und sie gingen weiter.

Ein paar Hundert Meter weiter entdecke David unvermittelt das weiße Holzkreuz an der Unfallstelle, wo vor zwanzig Jahren drei Menschen ums Leben gekommen waren. Er starrte auf die andere Straßenseite zu dem Kreuz hinüber.
»Was ist das?«, fragte Veronika.
David erzählte ihr, was er von dem Unfall wusste, und sie liefen über die Straße, um sich das Kreuz genauer anzusehen. In einer Vase davor standen frische Blumen. Eine kleine Plakette auf einem Stein neben dem Kreuz erinnerte an die Unfallnacht und die Menschen, die an dieser Stelle gestorben waren.
»Ich habe neulich von diesem Ort geträumt«, sagte David und erzählte Veronika von seinem eigenartigen Traum.
»Glaubst du, dass du Julian verloren hast?«, fragte sie. »Wenn er in deinem Traum gesagt hat, dass du auf dem richtigen Weg bist, dann brauchst du ihn vielleicht gar nicht mehr, um glücklich zu sein.«
Nachdenklich sah David auf das Kreuz vor sich. Möglicherweise hatte Veronika recht. Dann war es im Grunde auch gar nicht mehr nötig, diese Straße weiter zu gehen, um Julian zu treffen. Er ließ den Blick über die Blumen in der Vase und den Baum dahinter schweifen. An der Rinde waren tatsächlich noch Spuren von dem Aufprall des Autos zu erkennen. Er bückte sich und strich mit den Fingern darüber.
»Kann es nicht sein, dass die Wunden, die das Leben hinterlässt, nie ganz verheilen, wenn man sich nicht ordentlich um sie kümmert?«, fragte er.
Als er mit dem Finger an das blanke Holz kam, das durch die damals verletzte Baumrinde hervorblitzte, meinte er, ein Stück scharfes Metall zu ertasten.

»Wenn die Splitter tief in der Wunde stecken, dann muss man sie doch herausholen, sonst bleiben sie für den Rest des Lebens in deinem Körper und verursachen jedes Mal Schmerzen, wenn du mit der Verletzung konfrontiert wirst.«


Veronika sah ihn erstaunt an, als er den Blick zu ihr hob. Er lächelte verlegen, um das eben Gesagte möglichst schnell aus ihrem Gehirn zu löschen.
»Seit wann wirst du philosophisch?«, fragte sie ihn belustigt.
»Lass uns weitergehen«, sagte David und erhob sich. »Ich will wissen, was dran ist an diesem Typen.«

Etwas später erreichten sie das düstere Schloss, in dem das Internat untergebracht war. Auf dem Kies vor dem alten Gebäude standen teure Autos in der Sonne und Menschen scharten sich um ein paar Stehtische auf dem akkurat gemähten Rasen. David wurde erneut von seinen Zweifeln überrollt und stoppte noch einmal kurz. Doch als Veronika ihn fragend ansah, nickte er nur mit dem Kopf und sie gingen auf das Gebäude zu.
Ohne Schwierigkeiten gelangten sie über eine geschwungene Steintreppe zum Haupteingang, wurden zwar skeptisch von einem Mann, der vermutlich einer der Lehrer am Internat war, begutachtet, doch niemand hielt sie auf. Hinter der massiven Holztür erwartete sie eine kühle Eingangshalle, in der noch mehr Menschen herumstanden und sich unterhielten. David erahnte sofort die an der Schule interessierten Eltern mit ihren etwas verängstigt wirkenden Söhnen und Töchtern zwischen den Lehrerinnen und Lehrern und war froh, nie in so eine Situation geraten zu sein. Wenn er sich vorstellte, seine Mutter hätte ihn in ein Internat stecken wollen, gruselte es ihn. Alles hier wirkte ehrwürdig und alt. Und zugleich jagte ihm genau das eine irrationale Angst ein.
Sie schoben sich an den Eltern, Schülern und Lehrern vorbei, stiegen am Ende der Halle eine beeindruckende Treppe hinauf, um sich von oben einen Überblick zu verschaffen. Sie fanden einen guten Platz neben einer Säule und lehnten sich an die Balustrade. Von der ersten Etage aus konnten sie die Menschen unter sich gut beobachten. Eine Gruppe Schülerinnen kam aus einem Flur, lief lachend und laut redend durch die Menge, wobei sie den potenziellen neuen Mitschülern neugierige Blicke zuwarfen. Kurz darauf waren sie wieder verschwunden.
»Hast du ihn schon irgendwo entdeckt«, fragte Veronika.
»Bisher sind ja noch gar keine Jungs aus der Schule hier gewesen.«
In diesem Moment schlenderte Julian tatsächlich in die Halle. David stockte der Atem, als er ihn entdeckte. Er streckte intuitiv die Hand nach seiner Freundin aus und drückte ihren Arm so fest, dass sie leise aufschrie. Schnell zog er seine Hand zurück.
»Welcher ist es?«, fragte Veronika.
Erst jetzt bemerkte David, dass Julian nicht allein war. Er war in Begleitung eines Mädchens und eines Jungen in seinem Alter. Die beiden gingen rechts und links von ihm und während das Mädchen impulsiv auf Julian einredete, war der Junge in sein Smartphone vertieft.
»Der in der Mitte«, flüsterte David.
»Jetzt erkenne ich ihn wieder. Der sieht nett aus.«
Gerade wollte David sie bestätigen, als er beobachtete, wie der andere Junge sein Handy wegsteckte und mit einer Bemerkung Julians Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Stimmen gingen im allgemeinen Geraune der Menschen um sie herum unter. Das Mädchen verstummte, als sich Julian zur anderen Seite umwandte und seine Hand nach der des Jungen ausstreckte, sie drückte und etwas zu ihm sagte. Was erst wie eine freundschaftliche Geste aussah, dauerte dann allerdings zu lange. Die drei waren stehen geblieben, sahen zu den Neuen hinüber und unterhielten sich offenbar über die potenziellen Mitschülerinnen, die mit ihrem Eltern zusammenstanden. Julian und der andere Junge hielten sich dabei die ganze Zeit an den Händen. Sie flirteten offen miteinander und ihr Umgang miteinander ließ deutlich erkennen, dass sie nicht einfach nur miteinander befreundet waren.
»Wer ist der andere?«, fragte Veronika.
Das hätte David auch gerne gewusst. Hatte Julian ihn einfach gegen einen anderen ausgetauscht? Ging das bei ihm so schnell? Schwärzer und klebriger als je zuvor klumpte sich der Teer in seinem Bauch zusammen. Er spürte seine Beine leicht zittern und für einen kurzen Moment befürchtete er, sie würden ihn nicht mehr tragen. Dann beruhigte er jedoch sich wieder.
»Offensichtlich hat er einen Freund«, murmelte David.
Der Junge sagte etwas zu Julian und als der ihn irritiert ansah, lachte der Junge laut auf. Er entzog sich Julians Hand und eilte auf die Treppe zu und rannte sie hinauf. Julian wirkte irritiert, sah dem Jungen nach, sprach kurz mit der Freundin und hastete dann ebenfalls auf die Treppe zu. Die beiden kamen direkt auf David und Veronika zu, die halb versteckt hinter ihrer Säule an der steinernen Balustrade lehnte. Intuitiv zog sich David ein wenig zurück.
»Da scheint dicke Luft zu sein«, vermutete Veronika. »Das ist der perfekte Moment, um mit ihm zu sprechen.«
Der fremde Junge rannte allerdings auf ihrer Etage in die entgegengesetzte Richtung und verschwand in einem Gang. Julian stoppte auf der Hälfte der Treppe, sah dem Jungen nach und lehnte sich dann mit frustriertem Gesichtsausdruck ans Treppengeländer. Er sah zu seiner Freundin nach unten.
»Kannst du mir bitte mal erklären, was der jetzt schon wieder hat?«, rief Julian zu ihr hinunter. Seine Stimme war jetzt deutlich zu hören, weil er näher gekommen war und lauter sprach. »Warum macht der das?«
»Jungs!«, grollte das Mädchen von unten kopfschüttelnd. »Frag mich bloß nicht, wie die funktionieren.«
Veronika trat aus dem Schatten der Säule und zog David entschlossen hinter sich her. Durch die plötzliche Bewegung zogen sie Julians Aufmerksamkeit auf sich und er hob den Blick. Eine Sekunde lang sahen sich David und Julian direkt in die Augen. David meinte in Julians Gesicht eine vertraute Regung zu entdecken. Die grauen Augen schienen sich in seine zu bohren. Davids Herz setzte für einen Schlag aus. Er machte einen Schritt vorwärts, um auf ihn zuzugehen. Doch dann wandte sich Julian ohne ein Zeichen des Erkennens einfach ab. Er trabte die Treppe herunter, schnappte sich seine Freundin und tauchte unter der Balustrade ab.
Fassungslos starrte David auf die Stelle, von der Julian eben noch zu ihm herübergeblickt hatte. Er hatte ihn nicht erkannt! Er war einfach gegangen, ohne ihn zu grüßen. Ohne ein Wort zu sagen. David fühlte Hitze und Kälte gleichzeitig durch seinen Körper schießen. Er tastete nach der Balustrade. Neben sich nahm er Veronika wahr, die ihm vorsichtig eine Hand auf die Schulter legte und ihn besorgt ansah. Ein Schweißtropfen rann David über die eiskalte Stirn. Er erwiderte Veronikas Blick, straffte die Schultern und sagte:

»Lass uns gehen!«

Er wartete nicht, ob Veronika ihm folgen würde. Er steuerte die Treppe an, fiel sie beinahe herunter, so eilig hatte er es. Er zwängte sich zwischen den Menschen in der Halle hindurch und erreichte die Eingangstür. Er wollte so schnell wie möglich von diesem Ort verschwinden. Er bemühte sich, nicht zu rennen, sondern einfach zügig zu gehen, denn er wollte nicht auch noch Aufmerksamkeit der Leute vor dem Internat auf sich ziehen. Am liebsten hätte er sich einfach in sein Bett gebeamt, um bloß mit keinem Menschen reden zu müssten.
Erst als er die Landstraße erreichte, verlangsamte er seine Schritte, stoppte schließlich und sah sich um. Veronika war knapp hinter ihm, sagte allerdings kein Wort. Sie eilten über den Radweg, passierten die Unfallstelle und immer noch schnürten die Erinnerungen an das soeben erlebte David die Kehle zu. Er keuchte und spürte sein Herz flattern.
Damit hatte er nicht gerechnet. Mit allem anderen, aber nicht damit, dass Julian einen Neuen hatte. Dass er ihn ausgetauscht hatte. Julian hatte ihn noch nicht einmal erkannt. Oder hatte er ihn nicht erkennen wollen? Hatte er einfach nur so getan, als hätte er David noch nie gesehen? Das war so demütigend!
»David!«, rief Veronika schließlich und hielt ihn fest.
Er wollte nicht mit ihr reden. Er wollte mit niemandem reden. Warum auch? Er hatte sich acht Monate etwas vorgemacht und sich in eine Erinnerung hineingesteigert, von der Julian offenbar nichts mehr wissen wollte.
»Warte!«, sagte Veronika.
Jetzt spürte David die Erschöpfung. Er zog Veronika mit sich in einen Feldweg hinein und sackte auf eine Bank. Wie eine Eruption stürzten ihm die Tränen aus den Augen und er beugte sich nach vorne. Wie hatte ihm das passieren können? Wieso hatte er Julian von sich gestoßen? War er so ein schlechter Mensch?
Veronika legte ihm eine Hand auf den Rücken und ließ ihn weinen. Mit jeder Träne, die aus ihm herausquoll, verschwand ein bisschen von Julian. Und das tat gut.
»David«, sagte Veronika vorsichtig, als er sich allmählich wieder fing. »Das tut mir wahnsinnig leid.«
David lehnte sich an die Rückenlehne der Bank und sah in die Baumwipfel über sich. Ein sanfter Wind bewegte die Blätter über ihnen. Der Luftstrom kam von irgendwoher und wehte über ihren Köpfen einfach weiter. Er störte sich nicht daran, was hier unten geschah.
»Und jetzt?«, fragte David mehr sich selbst als Veronika.
»Jetzt musst du ihn ziehen lassen.«
David nickte.

© Stephan Meyer, Köln 2022 – Alle Rechte vorbehalten


Das war das achte Kapitel des Fortsetzungsromans Dorfidylle. Hast du Fehler gefunden? Ist irgendwas unlogisch? Schreib es mir unten in die Kommentare. Ich freue mich auf deine Rückmeldungen.


Ich habe eine Novelle für dich!
Trag dich in meinen Newsletter ein und schnapp dir eine exklusive Novelle aus dem Universum der GayStorys!

Hier gibt es einen Einblick in die Novelle


Die GayStorys

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert