Hallo, Ich bin Orlando Stein und schreibe Romane mit schwulen Protagonisten in Krimis, Abenteuergeschichten und Lovestorys – am liebsten in Kombination. Ich möchte euch spannende und gefühlvolle Lesemomente schenken. Oft werde ich gefragt, wie ich zum Schreiben gekommen bin. Ganz ehrlich? … Keine Ahnung. Autor werden stand sehr lange nicht auf meiner Wunschliste, aber das Leben hatte schon immer andere Pläne mit mir, als ich mit ihm.
Schreibst du unter Pseudonym? Und wenn ja: Warum?
Orlando ist ein Pseudonym und doch Teil meiner Persönlichkeit. Ich habe mehrere Leben gelebt – ganz im Stil des legendären Orlando von Virginia Woolf. Ich war Innenarchitekt, Buchhändler, Maler, Langstreckenkäufer und Durststreckenläufer. Heute leite ich eine Bibliothek und organisiere ein Kleinkunstprogramm. Ich verwende ein Pseudonym, da ein Autorenname eine angenehme Klangfarbe haben sollte und den hat mein Klarname in meinen Ohren nicht. Da ich als Autor in der Öffentlichkeit stehe, möchte ich mein Privatleben, auch aus Rücksicht auf meinen Partner, zumindest teilweise abschirmen.
Wo kommst du her, wo lebst du heute und/oder wo würdest du gerne leben?
Ich wurde im ländlichen Nordbayern geboren und bin nach verschiedenen Stationen wieder dorthin zurückgekehrt. Back to the Roots. Auch das war überhaupt nicht geplant, sondern hat sich beruflich und privat ergeben. Zum Schreiben genieße ich die Ruhe auf dem Land. Die größte Inspiration für meine Romane finde ich allerdings in Berlin. Es steckt voller Geschichte und Geschichten. Immer wieder bin ich dort, besuche Freunde, genieße die „Sinfonie der Großstadt“ und erkunde ihre Geheimnisse. Es ist alles perfekt, so wie es ist.

Wer bist du, oder wer würdest du gerne sein?
Meine wechselhafte Biografie hat mich zu genau dem Menschen geformt, der ich heute bin – Eine Mischung aus Realist und Träumer. Ich kann mir nicht vorstellen, jemand anderes zu sein. Das Schöne am Schreiben ist für mich, dass ich in viele Rollen und Welten schlüpfen kann. Wie ein Schauspieler. Wie Orlando. Wenn ich dann den Laptop zuklappe, bin ich wieder in meiner Realität.
Für wen schreibst du?
Ich schreibe für keine spezielle Zielgruppe. Nach Erscheinen meines ersten Romans stellte ich fest, dass meine Leserschaft erstaunlich breit aufgestellt ist, die Kombination aus Spannung und Gay-Love mag, ebenso meinen Schreibstil.
Wer oder was motiviert dich zum Schreiben?
Ich selbst und die Möglichkeit, in meinen Geschichten „Casual Queerness“ sichtbar zu machen. Gerade in einer Zeit, in der immer mehr queere Menschen Hass erfahren, und/oder wieder unsichtbar sein sollen. Immer wieder staune ich darüber, was sich in meinem Kopf zusammenbraut, das zu einem Roman taugt.
Wo oder in welchem Kontext schreibst du am liebsten/besten?
Zum Schreiben brauche ich nur Stille. Die Location ist unwichtig.
Was ist das Besondere an deinen Texten und Figuren?
Viele Schreibende glauben, dass ihre Texte und Figuren irgendwie „besonders“ seien. Ich maße mir das nicht an. Was ist denn „besonders“ in der Literatur? Im Grunde ist ja alles schon geschrieben worden und Trends ändern sich ständig. Ich entwickle Figuren und Plots in Settings, die mir gefallen. Wenn ich andere Menschen damit gut unterhalte, freue ich mich wahnsinnig darüber.
Erzähl doch bitte ein wenig über deinen letzten Roman
Mein letzter Roman ist der Krimi „Maxim der Wolf – ShadowSphere“. Er erschien im Januar 2025 im Dead Soft Verlag. Das Thema ist Rechtsradikalismus.

Privatdetektiv Maxim Volkov steht vor privaten und beruflichen Problemen, als sein Ex-Lover mit einer neuen, prominenten Mandantin in sein Büro kommt. Sie beauftragt Maxim und seinen jungen Assistenten Timmy, kryptische Hassnachrichten zu entschlüsseln, die ihr queerer TV-Sender erhalten hat. Während ihrer Ermittlungen entwickeln sich tiefere Gefühle zwischen Maxim und Timmy, obwohl Maxim behauptet, nicht auf Jungs zu stehen. Ihre Nachforschungen führen sie zu gefährlichen Orten, und ihre unvorsichtigen Handlungen bringen sie letztendlich in Lebensgefahr.
Welche Bücher sind von dir bereits erschienen?
Die Krimis „Maxim der Wolf – ShadowSphere“ und „Bulle und Finn“ sind im Dead Soft Verlag erschienen. „Bulle und Finn“ wurde beim WSQ-COMMUNITY-AWARD 4 QUEER BOOKS in der Kategorie QUEER CRIME 2024 von den Leser*innen auf den 1. Platz gewählt. Das kam unerwartet und hat mich riesig gefreut, da es mein Debüt-Krimi war. (WSQ- die Plattform „Wir schreiben queer“)

Die Gay-Lovestory „Kater mit Sommersprossen“ hat der Traumtänzer-Verlag herausgebracht.

Woran arbeitest/schreibst du gerade?
Mein aktuelles und vorrangiges Projekt ist ein zweiter Band von „Bulle und Finn“. Daneben beschäftige ich mich mit Gay-Urban-Fantasy und historischen Themen. Die Ideen und meine Freude am Experimentieren gehen im Augenblick nicht aus und ich komme kaum hinterher.
Was ist die schönste Rückmeldung eines/einer Leser:in gewesen, die du bekommen hast?
Ich habe wunderbare Rezensionen bekommen, liebe jede einzelne davon und freue mich sehr darüber.
Eine Leserin fasst sie schön zusammen. „ …Wie kann ein Autor so unterschiedliche Bücher schreiben, die einen alle faszinieren …“ Liebe Leserin, ich weiß es selbst nicht und gebe weiterhin einfach mein Bestes.
Fotos von Art Irene
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