Als Jessica Graves schreibe ich für euch sinnliche, gern dunkle Liebesromane ganz breit gefächert im Regenbogenspektrum. Dabei lege ich großen Wert auf Beziehungen auf Augenhöhe und gesunde Liebe selbst unter toxischen Gegebenheiten. Bei mir gibt’s eine Happy End Garantie, denn wir brauchen viel mehr Happy End in unserem Leben.
Schreibst du unter Pseudonym? Und wenn ja: Warum?
Mein Pseudonym entstand vor Jahren in der Fanfiktion-Ecke. Damit mich meine dortigen Leser*innen leicht finden, habe ich es für meine Romane übernommen.

Wo kommst du her, wo lebst du heute und/oder wo würdest du gerne leben?
Ich komme ursprünglich aus Leipzig und nach wie vor liegt mir die Stadt sehr am Herzen. Heute wohne ich in Hamburg, das nicht minder schön ist und mich mit seinem nordischen Charme für sich eingenommen hat. Hätte ich die Wahl, würde ich in London leben, meiner absoluten Lieblingsstadt.
Für wen schreibst du?
Ich schreibe für alle, die keine Angst davor haben, sich mit sich und anderen auseinanderzusetzen. Für die, die gern über den Tellerrand schauen und die bereit sind, sich von mir über ihre Grenzen führen zu lassen. Ich schreibe für die Außenseiter und die Verlorenen, denen früher gesagt wurde, sie seien ‚nicht normal‘. Für die, die noch nicht geoutet sind, und die, die es sind. Kurz, für alle, die was mit Herz suchen, eine Herausforderung annehmen, etwas lernen und viel fühlen wollen. Meine Bücher sollen für euch Safe Space sein.
Wer oder was motiviert dich zum Schreiben?
Ich habe immer so viele Ideen, die ich unbedingt auf Papier, bzw. im Bücherregal stehen sehen will. Meine Hauptmotivation ist, diese gleiche Begeisterung für die Ideen in die Welt zu tragen und zu teilen, damit wir uns gemeinsam darüber freuen können, wenn eins dieser Bücher Realität geworden ist.
Wo oder in welchem Kontext schreibst du am liebsten/besten?

Ich schreibe generell überall. Im Zug, im Café, in der S-Bahn, im Park. Am liebsten aber zu Hause. Hier habe ich meine Schreib-Ecken und da gehen mir die Worte am leichtesten von der Hand. Im Zug muss man ja auch fürchten, dass jemand bei einer intensiven Szene gerade über die Schulter schaut … und da gab es schon die eine oder andere Begegnung, bei der gestandene Männer dann mit hochrotem Kopf neben mir saßen, weil sie nicht damit klarkamen, dass ich neben ihnen gerade eine quere Sexszene schreibe. 😂 Natürlich zwinge ich niemanden, mitzulesen. Aber ich erspare den Leuten dieses Schicksal von unerwartetem Smut auch gern, wenn mein Schreibsessel in Reichweite ist.
Was ist das Besondere an deinen Texten und Figuren?
Meine Figuren sind echt. Ich gebe ihnen eine Motivation, Stärken, Schwächen und sage: „Jetzt lauf los.“ Dann folge ich und schreibe mit, was sie anstellen. Dabei zwinge ich sie nicht in eine vorgeplottete Handlung. Der große Handlungsstrang steht fest, das Ziel ist vor Augen, aber den Weg dahin wählen sie selbst. Und ich bin überzeugt davon, dass sie deshalb so authentisch sind.
Warum sollte ein:e Leser:in deine Bücher in die Hand nehmen?
Wer gern queer liest, darf meine Bücher für das gute Gefühl lesen. Ich zeichne gern Welten voller Akzeptanz.
Wer dazu noch ein wenig Nervenkitzel haben will, kommt hinsichtlich Dominanzspielen und gelegentlicher Mafia-Action auch auf seine Kosten.
Und wer aus dem Dark-Romance-Bereich über meine Bücher stolpert, bekommt eine non-toxic Erfahrung, die zeigt, dass Dark Romance auch mit gesunder Liebe funktionieren und heiß sein kann. Spannung und Kriminalität ohne Respektlosigkeit gegenüber seinem Partner.
Ich habe also für jede Zielgruppe gute Gründe, meine Bücher zu lesen 😄

Erzähl doch bitte ein wenig über deinen letzten Roman (oder über das Buch, das du von deinen Büchern am liebsten magst).
Mein letzter Roman ist Vegas Mafia Alliance, ein Einzelband in einer Dark Romance Reihe. Zwei Männer aus der Mafia, die in der Hierarchie sehr weit oben stehen, verlieben sich einander. Die Crux: Einer von beiden ist eigentlich in den Bruder des anderen verknallt, der auch noch sein Boss ist. Sich zwischen zwei Paten entscheiden zu müssen, ist nicht leicht.
Die Vegas Mafia Reihe beginnt mit einem Frau-Mann-Paar mit bisexueller Repräsentation. Auch in Vegas Mafia Alliance ist einer der beiden Herren bisexuell, der andere schwul. Bei keiner der queeren Figuren ist diese Sexualität ein Grund dafür, in der Mafia geächtet zu werden. Vielleicht nicht 100% realitätsnah, aber ich schreibe eben gern darüber, was sein könnte, wenn wir alle ein bisschen offener wären. Und auch ohne Homophobie gibt es noch genügend Konflikte, die in dieser Reihe bewältigt werden müssen.
Welche Bücher sind von dir bereits erschienen?
Von mir sind inzwischen 9 Romane mit Frau-Mann-Paar und 10 Romane mit Mann-Mann-Paar erschienen. Von Omegaverse über BDSM-Romance bis hin zu Dark Romance ist alles dabei.
Woran arbeitest/schreibst du gerade?
Gerade schreibe ich an Band 5 der Reihe, gemeinsam mit meiner lieben Co-Autorin Nella Bay. Diesmal wird es hetero. Band 6 und 7 werden dann aber zwei Frauen sein, eine lesbisch, eine pan. Innerhalb der Reihe sind also viele Sexualitäten vertreten, was ich persönlich sehr liebe. Das Frauenpaar wird mein erster W/W-Roman, was meiner Meinung nach höchste Zeit wird.
Was ist die schönste Rückmeldung eines/einer Leser:in gewesen, die du bekommen hast?

Eine Leserin sagt selbst Jahre nach Erscheinen von „New York Devil“ noch, dass der darin vorkommende Mafiaboss ihr absoluter Lieblings-Bookboyfriend ist. Solche Begeisterung trotz der großen Konkurrenz auf dem Markt ehrt mich sehr. Generell freue ich mich über jede Nachricht, in der sich Leser*innen dafür bedanken, dass ich eine Geschichte geschrieben habe. Zu wissen, dass man da draußen meine Geschichten genauso liebt, wie ich es tue, ist für mich immer das Schönste.
Fotos: Privat
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