Sabine Nagel

Sabine Nage Autorin

Sabine Nagel schreibt emotionale Romane mit Tiefgang – realistisch, aufwühlend und immer ganz nah an den Figuren. Sie mag „schwierige“ Menschen. Sie interessiert sich für ihre Geschichten, die sie zu dem gemacht haben, wie sie sind, und bewundert ihren Mut und die innere Stärke, die sie trotz aller Verletzlichkeit in sich tragen. In ihren Büchern lässt sie zwei von ihnen aufeinandertreffen. In diesem Moment beginnt etwas Neues. Etwas, das die beiden für immer verändert.

Als Leser*in kannst du ihre Protagonisten auf dieser Reise zueinander und zu sich selbst begleiten. Mehr noch – du kannst ein bisschen sie sein und all ihre Emotionen selbst erleben. Sabine Nagels Ziel beim Schreiben ist es, dass du ganz tief in der Geschichte versinkst und vergisst, dass du eigentlich gerade „nur“ eine fiktive Geschichte liest. 

Im wahren Leben ist Sabine Nagel Lehrerin. Sie ist verheiratet und hat zwei 12-jährige Kinder.


Schreibst du unter Pseudonym? 

Nein. Sabine Nagel ist mein Klarname.

Wo kommst du her, wo lebst du heute und/oder wo würdest du gerne leben?

Ich bin in Schleswig-Holstein aufgewachsen, und im Herzen bin ich noch immer ein Nordlicht, auch wenn ich mittlerweile (nach 12 Jahren in Hannover) schon über 15 Jahre in einer kleinen Marktgemeinde im Erlanger Oberland wohne. Manchmal denke ich, ich würde gerne wieder in den Norden ziehen, denn insbesondere nach Hannover sehne ich mich irgendwie immer noch ein wenig zurück. Aber andererseits bin ich inzwischen auch sowas wie heimisch hier geworden. Ich liebe die Landschaft (und das Wetter!) hier sehr. Wenn wir von Familienbesuchen aus dem Norden zurückkommen, geht mir beim Anblick der Berge und Täler der Fränkischen Schweiz und des Erlanger Oberlandes jedes Mal das Herz auf.

Wer bist du, wie definierst du dich und/oder wer würdest du gerne sein?

Ui, das ist eine sehr persönliche Frage, die ich für mich – so denke ich – mittlerweile auch tatsächlich sehr genau beantwortet habe. Hier an dieser Stelle möchte ich nur sagen, dass ich mich schon seit einer ganzen Weile wirklich gefunden habe und zufrieden damit bin, wer und wie ich bin. Das war für mich kein leichter Weg, denn als Kind und Jugendliche wollte ich immer jemand anders sein. Heute weiß ich, dass Anderssein etwas Wertvolles ist und gleichzeitig etwas ganz Normales, und ich möchte tatsächlich niemand anderes mehr sein als ich. Das ist ein sehr schönes Gefühl.

Für wen schreibst du?

Ich schreibe für alle, die Geschichten von Menschen lieben, die verletzlich sind und doch stark. Von Menschen, die „anders“ sind und die sicher viele als „schwierig“ bezeichnen würden. Die man aber ins Herz schließt, gerade weil sie so sind, wie sie sind. Weil sie kämpfen. Weil sie lieben. Weil sie leben. Ich schreibe für alle, die es lieben, beim Lesen ganz nah an den Figuren zu sein. Die fühlen und mitfühlen wollen, auch wenn es wehtut. Und ich schreibe für alle, die das Glück spüren möchten, dieses Glück, dass meine Figuren mit Haut und Haaren erfasst und so groß ist, dass es nicht in sie hineinpasst. Das Alter meiner Leser*innen spielt dabei keine Rolle. Für „Irgendwie dazwischen oder: Das mit Percy“ richtet sich an Jugendliche ab 14 und Erwachsene gleichermaßen, meine anderen Bücher sind ab 16, aber das ist nur das Mindestalter. 

Wer oder was motiviert dich zum Schreiben?

Es sind die Geschichten selbst, die mich motivieren. Oder, genauer gesagt, sind es die Figuren. Sie sind zuerst da, und bevor ich mit dem Schreiben beginne, „reifen“ sie in mir, so lange, bis ich sie richtig gut kenne, so gut, als wäre ich sie. Darüber hinaus habe ich nur einen groben Plot, kaum länger als ein Klappentext. Alles andere passiert beim Schreiben, es ist beinahe so, als hätten die Figuren ein Eigenleben und würden selbst handeln, und es ist wahnsinnig spannend und faszinierend für mich, ihre Geschichte zu schreiben, dabei all ihre Emotionen selbst zu durchleben und am Ende zu staunen, wie sich alles beinahe wie von selbst zu einem großen Ganzen fügt.

Wo oder in welchem Kontext schreibst du am liebsten/besten? 

Ich schreibe fast ausschließlich in meinem Arbeitszimmer am PC.

Was ist das Besondere an deinen Texten?

Das Besondere an meinen Texten ist, so bekomme ich es immer wieder von meinen Leser*innen rückgemeldet, die Nähe zu den Figuren. Meine Texte nehmen die Leser ganz tief mit hinein, bis dahin, wo es wehtut, aber auch dahin, wo das Glück wohnt. Und: Meine Texte gewähren authentische, sorgfältig recherchierte Einblicke in Lebenswelten, die den meisten Menschen eher unbekannt sind, wie z. B. das Leben mit Non-Binarität, mit Gewalterfahrungen in der Familie, mit psychisch krankem Elternteil, mit Behinderung, mit Hochbegabung u. ä.

Erzähl doch bitte ein wenig über deinen letzten Roman (oder über das Buch, das du von deinen Büchern am liebsten magst).

Sabine Nage Irgendwie dazwischen

Da es auf dieser Seite ja um queere Geschichten geht, möchte ich meinen Coming-of-Age-Roman „Irgendwie dazwischen oder: Das mit Percy“ hier näher vorstellen. Das Buch umfasst 272 Seiten und kann sowohl von Jugendlichen ab 14 als auch von Erwachsenen gelesen werden.

Es eignet sich insbesondere auch zum Verschenken an Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht speziell auf der Suche nach „queerer“ Literatur sind, denn es zeigt ohne Etikettierungen, wie verschieden Menschen sind, und dass Verschiedenheit normal und positiv ist, und es öffnet die Leser*innen sozusagen nebenbei für die Thematik Non-Binarität, sensibilisiert und ermöglicht Verstehen und Verständnis.

In „Irgendwie dazwischen oder: Das mit Percy“ geht um zwei 15-jährige Jugendliche, Manu und Percy, die einander Halt geben, mitten im Sturm ihres jungen Lebens. Beide wissen, dass sie einander nicht verlieren dürfen – aber was, wenn doch? Das Buch erzählt von Freundschaft und Liebe, vom Anderssein und Dazugehören, von Krisen und Geschlechtsidentitätssuche, von Verzweiflung, Mut und der Wucht des Glücks. Es ist die Geschichte einer wunderbaren Annäherung zweier Jugendlicher – so zart wie das leise Plätschern eines auslaufenden Priels im Watt und so gewaltig wie die hereinbrechenden Wogen einer Sturmflut.

Den vollständigen Klappentext sowie jede Menge Leser*innenstimmen sowie eine kostenlose Leseprobe findest du bei Interesse entweder auf meiner Website oder z. B. bei Amazon, bei Thalia oder Lovelybooks.

Welche Bücher sind von dir bereits erschienen?

„Irgendwie dazwischen oder: Das mit Percy“ ist mein einziges Buch mit einer queeren Hauptfigur. Außerdem gibt es von mir die Romane „Weil du es bist“ und „Weil wir zusammen leuchten“ mit insgesamt vier dazugehörenden kürzeren Spin-offs.

Sabine Nage Bücher

Was ist die schönste Rückmeldung eines/einer Leser:in gewesen, die du bekommen hast?

Ich habe schon viele, viele wundervolle Rückmeldungen erhalten. Besonders freue ich mich immer, wenn mir Menschen, die in einer ähnlichen Situation wie meine Protagonisten sind, schreiben, wie sehr sie sich selbst in der jeweiligen Geschichte wiedergefunden haben, und/oder dass ihnen das Buch geholfen hat, sich selbst oder/und ihre*n Partner*in besser zu verstehen. Wenn es bei dieser Frage um Ausschnitte aus öffentlich geposteten Rezensionen geht, so möchte ich diese beiden nennen: „Es ist mehr als Lesen. Ich erlebte diese Geschichte.“ (Sandra Kresse auf Amazon über „Weil du es bist“) und „Authentisch, lebensnah, wundervoll geschrieben. Mir fehlen ein bisschen die Worte, um zu beschreiben, wie sehr sie mich ergriffen hat.“ (Leser und Tester auf Amazon über „Irgendwie dazwischen oder: Das mit Percy“).


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