Hi, ich bin Nadine Schwager, Baujahr 1987, und ich schreibe Gay Romance und Gay Romantasy. Ohne Liebe geht bei mir nichts. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder, drei Katzen und einen Job. Mein einziges Hobby ist das Schreiben. Dafür nimmt es einen großen Teil in meinem Leben ein. Als ich mein erstes Buch veröffentlichte, ging ein Lebenstraum in Erfüllung. Und es macht süchtig, sich Träume zu verwirklichen, deshalb habe ich bisher auch nicht mehr damit aufgehört. 😉
Schreibst du unter Pseudonym? Und wenn ja: Warum?

Nein, ich schreibe unter meinem richtigen Namen. Die Geschichte dahinter allerdings ist recht lustig, weil ich eigentlich schon dabei war, mir ein Pseudonym zu suchen. Als ich schon fast eins gefunden hatte, mit dem ich zufrieden war und das meiner Schwiegermutter erzählte, meinte sie: „Was? Dann kann ich in der Buchhandlung, wenn ich deine Bücher bestelle, gar nicht Nadine Schwager angeben?“ Und ganz ehrlich? Es ist schon ein tolles Gefühl, einfach seinen eigenen Namen auf einem Buch abgedruckt zu sehen.
Wo kommst du her, wo lebst du heute und/oder wo würdest du gerne leben?
Ursprünglich komme ich aus Thüringen, habe aber nur drei Jahre dort gelebt, bis ich mit meiner Familie ins schöne Franken gezogen bin. Nach einigen Abstechern nach Münster, Rosenheim und in die Oberpfalz haben wir uns schlussendlich auch wieder in Franken niedergelassen. Hoffentlich für immer, ich mag die Leute hier. Und auch den Dialekt. (Auch wenn ich ihn nicht sprechen kann, aber er ist so charmant!)
Wer bist du, wie definierst du dich und/oder wer würdest du gerne sein?
Schwere Frage. Ich bin ich, würde ich sagen. Mutter, Ehefrau, Katzenmama, Beamtin, Familienchefkoordinatorin, Freundin, Autorin. Ich wäre gerne noch viel mehr (Zeichnerin, Bassistin, Permanenturlauberin, Millionärin), aber dafür fehlt mir leider die Zeit.^^
Für wen schreibst du?

Für mich. Natürlich mag ich es, wenn jemandem meine Geschichten gefallen, ist ja auch logisch. Aber immer noch schreibe ich genau das, was ich schreiben will, nicht, was irgendjemand vielleicht gerade anfordert. Die Sache ist auch die, dass ich die Storys, die in meinem Kopf sind, loswerden muss, weil ich sonst keine Ruhe finde. Schreiben ist für mich Ausgleich, meine Flucht aus der realen Welt. Deshalb schreibe ich hauptsächlich für mich selbst.
Wer oder was motiviert dich zum Schreiben?
Schreiben ist ein innerer Drang, für den es keine Motivation braucht. Wenn ich nicht schreibe, bin ich schlecht gelaunt und unausgeglichen. Daher ist die größte Motivation wahrscheinlich das Beibehalten meines inneren Gleichgewichts.
Wo oder in welchem Kontext schreibst du am liebsten/besten?
Wo ich schreibe, ist mir ziemlich egal. Auf der Couch, am Esstisch, auf einer Bank im Park, im Wartezimmer … ich brauche nur meinen Laptop, das reicht. Und ein bisschen Ruhe um mich herum.
Was ist das Besondere an deinen Texten und Figuren?

Mein großes Ziel beim Schreiben ist es, keine Klischees zu bedienen. Und wenn doch, dann sie aufzubrechen oder anzuprangern. Meine Figuren sollen Tiefe haben, realistisch sein. Der Leser soll sich identifizieren können, soll mit ihnen lieben, hassen und enttäuscht sein.
Mein geheimes Ziel in jedem Buch ist tatsächlich, den Leser mindestens ein Mal so richtig zu zerstören. Sei es mit einer überraschenden Wendung, einer unglaublichen Enttäuschung oder einem Schicksal, das man gefürchtet hat. Meistens gelingt mir das zum Glück auch. Muahahaha.
Warum sollte ein:e Leser:in deine Bücher in die Hand nehmen?
Weil du nie weißt, was kommen wird. Natürlich kannst du den Klappentext lesen, aber ich verspreche, dass noch so viel mehr in ihnen steckt, als du dir anfangs vorstellen kannst.
Erzähl doch bitte ein wenig über deinen letzten Roman (oder über das Buch, das du von deinen Büchern am liebsten magst).

Dann erzähle ich von meinem bisherigen Höhepunkt, der „Selbsthilfegruppe für Paranormale“, die im Dead Soft Verlag erschienen ist.
Erst war da nur die Idee eines depressiven Vampirs in meinem Kopf, der in eine Selbsthilfegruppe der anderen Art stolpert. Und durch diese Selbsthilfegruppe sollte er zu neuem Lebensmut finden.
Tja, das hat mein Vampir Freddie auch getan. Aber dass er es dabei mit Werwölfen, anderen Vampiren und grausamen Hexenmeistern aufnehmen musste, das war mir vorher nicht klar (Freddie übrigens auch nicht). Er war allerdings derjenige, der mittendrin gesagt hat, er macht jetzt nicht mehr weiter. Ich war total perplex und es hat zwei Wochen gedauert, bis ich herausgefunden hatte, was ihn stört: Freddie wollte eine Liebesgeschichte. Das war mein einziges Buch, bei dem ich ausnahmsweise keine Liebesgeschichte eingeplant hatte. Freddie sah das völlig anders, also hat er auch Romantik gekriegt. Danach war das Buch innerhalb von 6 Wochen fertig. Und immer noch fragt mich jeder, der es gelesen hat: „Wie KOMMST du nur auf solche Ideen?!“
Keine Ahnung, ehrlich gesagt. Schräge Plots und schwarzer Humor liegen mir einfach. ^^
Welche Bücher sind von dir bereits erschienen?

Unerreichbar nah – Roundabout Love
Unerreichbar fern – Roundabout Love 2
Der Tod und Bob
Selbsthilfegruppe für Paranormale
Yes or No – Wake up, Yannik! (zusammen mit Yves Flavian)
Yes or No – Down the Rabbit Hole (ab 25.10.2025, ebenso zusammen mit Yves Flavian)
Woran arbeitest/schreibst du gerade?
Derzeit arbeite ich das Lektorat für Roundabout Love 3 ein, damit das im April 2026 erscheinen kann. Ansonsten bastele ich an einer Kurzgeschichtenserie über ein Pärchen herum, die Anfänge davon kann man auf Instagram bereits lesen.
Und in meinem Kopf schwirren Ideen für einen dritten Teil der Selbsthilfegruppe herum (Teil 2 ist bereits fertig und an den Verlag geschickt), sowie für einen Roman, der den Teufel im Mittelpunkt stehen hat. Aber trotz fertiger Planung fehlt mir bei Letzterem noch das zündende Momentum, um anzufangen. Das wird bestimmt noch.
Außerdem beginne ich mit Yves Flavian eine neue Buchreihe, diesmal wagen wir uns ins Omegaverse.
Was ist die schönste Rückmeldung eines/einer Leser:in gewesen, die du bekommen hast?
Ich habe schon viele tolle Kritiken bekommen, auch viele, die mir sehr nahe gegangen sind. Die, die mir am deutlichsten im Kopf geblieben ist, ist tatsächlich eine Leserin, die nach dem Lesen der Selbsthilfegruppe meinte: „Dein Stil erinnert mich total an Walter Moers!“
Da wurde ich dann schon mal ganz rot und hab mich gefreut wie ein kleines Schnitzel.



