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Dorfidylle - Der Fortsetzungsroman

Dorfidylle # 03

Zum brüllenden Bullen.

Bevor David den Gasthof Zum brüllenden Bullen erreichte, hielt er an einer Weide noch einmal an. Er ließ den Blick über die grasenden Kühe auf den Wiesen streifen. Die Luft war angenehm warm und ein leichter Wind strich ihm über die nackten Unterarme. Der Duft der Tiere wehte zu ihm herüber. In der Ferne hörte er einen Trecker. Hinter der Weide stieg die Landschaft leicht an und war von dunkelgrünen Tannen bedeckt. Als er im hellen Licht der Sonne die Augen ein wenig zusammenkniff, konnte er den Hochsitz erkennen. Dort oben hatte er im letzten Spätsommer mit Julian darüber geredet, wie er sich eine Beziehung vorstellte. Doch er hatte dabei nur an sich gedacht, nicht an den attraktiven Jungen neben sich. Der hatte das natürlich bemerkt und war stinksauer abgezogen. Seitdem hatten sie sich nicht mehr gesehen, obwohl das Internat, in dem Julian bestimmte immer noch lebte, nur ein paar Kilometer entfernt lag.
David verfluchte sich, dass er sich damals so bescheuert verhalten hatte. Sie hatten geneinsam eine so schöne Zeit in Schweden verbracht – alles hatte darauf hingedeutet, dass aus ihnen beiden mehr hätte werden können. Aber David hatte es verbockt. Seine Versuche, mit Julian noch mal Kontakt aufzunehmen, waren in den Wochen danach gescheitert. In gewisser Hinsicht konnte David ihn verstehen. Wer wollte schon eine heimliche Beziehung und ein ewiges Versteckspiel spielen? Dafür hatte er sich den Falschen ausgesucht. Aber vergessen hatte er Julian seitdem nicht mehr.
David streckte den Rücken durch. Er musste seine Sehnsucht jetzt für eine Weile zur Seite schieben. Er hatte ein Gespräch zu führen. Und wenn er ehrlich zu sich war, dann war er ziemlich aufgeregt. Andere Chancen hatte er hier in der Gegend nicht. In den letzten Monaten hatte er sich umgehört, um eine Arbeit zu finden. Natürlich suchten die Bauern der Region immer nach Hilfskräften. Aber David konnte sich nicht vorstellen, in einem Stall zu arbeiten oder bei der Weinlese zu helfen. Alexander würde ihm vermutlich sofort einen Job vermitteln. Aber David wollte lieber im Service arbeiten, anstatt bei Wind und Wetter mit dem Trecker über einen verdreckten Hof zu kurven. Also sollte er sich jetzt von seiner charmantesten Seite zeigen.
Er umfasste fest die Lenker seines Fahrrads und schwang sich wieder auf den Sattel. Zwei Minuten später fuhr er auf den Hof des Landgasthofs. Das Gebäude war sicherlich zweihundert Jahre alt. Die Holzbalken waren verwittert und verströmten den angenehmen Charme eines familiengeführten Betriebs. An die Gaststätte war ein für die Umgebung eigentlich viel zu schickes Hotel angeschlossen, doch offenbar gab es genug Gäste, die bereit waren, die gesalzenen Preise zu zahlen. Die Auffahrt war mit hellem Kies bestreut, alte landwirtschaftliche Gerätschaften, deren ursprüngliche Funktion David nicht kannte, waren auf den Vorplatz aufgestellt und mit üppig blühenden Geranien geschmückt. Alle das erweckte den Eindruck von Gastfreundlichkeit.
David stellte sein Rad neben einem alten Stall ab, in dem längst keine Tiere mehr gehalten wurden, und ging gemächlich auf den Haupteingang des Gebäudes zu. Er war schon oft hier gewesen, denn dies war die einzige Gaststätte in der Umgebung von zwanzig Kilometern und wenn er sich mit seinen wenigen Kumpels auf ein Bier treffen wollte, blieben ihnen nicht viele andere Möglichkeiten.
Er zog die schwere Tür auf und tauchte in die Gemütlichkeit des Landgasthofes ein. Rechts befand sich der Empfang des Hotels, der gerade nicht besetzt war, und links ging es in den Gastraum. David war einen Moment lang unschlüssig, ob er die Klingel auf dem Tresen bedienen sollte oder besser nachsah, wer gerade hinter der Theke arbeitete. In diesem Moment öffnete sich die Tür zum Gastraum und Timo, einer der Angestellten, mit dem er schon viele Abende trunken an der Bar verbracht hatte, stürmte heraus.
»Dann mach deinen Scheiß doch alleine!«, fluchte er und stoppte, als er David bemerkte. »Was machst du denn hier?«, fragte er erstaunt. Dann brach er plötzlich in Lachen aus. »Du bist das! Konrad hat gesagt, dass sich heute ein neuer Kollege vorstellt.« Er schlug David freundschaftlich auf die Schulter. »Dann viel Spaß mit dem alten Griesgram. Der hat beschissene Laune und wird dich beim Lohn in Grund und Boden handeln. Zwölf Euro, sag ich dir. Nichts drunter!«
Timo schob die Außentür auf und verschwand im hellen Licht des Tages. Na großartig, dachte David. Da hatte er ja offenbar den richtigen Moment erwischt. Er öffnete die Tür zum Gastraum und stand Konrad direkt gegenüber.
»Dann verzieh dich doch!«, blaffte der ihn an, bevor er stutzte und David erkannte. »Dieser Idiot versucht mich seit Monaten zu bescheißen. Aber das lasse ich nicht mit mir machen!«
Er wandte sich um und ging auf die Theke zu. Als David ihm nicht sofort folgte, sah er ihn fragend an.
»Willst du da Wurzeln schlagen oder hier arbeiten?«
Also setzte sich David in Bewegung und da ihm kein anderer Sitzplatz angeboten wurde, setzte er sich auf einen der im Boden festgeschraubten Barhocker. Konrad umrundete den Tresen, stemmte sich mit den Armen auf die Ablage und fixierte David. Alles in diesem Raum war alt. Aber nicht heruntergekommen alt, sondern rustikal und antik. Die Tische standen sicherlich schon seit hundert Jahren hier, die Stühle vermutlich nur wenig kürzer. Auf dem Boden lagen helle Dielen, denen man ansah, dass sie vor nicht allzulanger Zeit abgeschliffen worden waren. Die Wände waren mit Kupferstichen mit Motiven der Region geschmückt. Und das dunkle Holz der Theke hätte sicherlich ausführliche Geschichten erzählen können, wenn ihr nur mal jemand das Sprechen beigebracht hätte.
»Du willst hier also arbeiten?«
David nickte.
»Kannst du auch sprechen oder muss man dir die Worte aus dem Mund ziehen?«
David schluckte. »Ja, also, ich würde hier wirklich gerne arbeiten. Ich kenne deine Gaststätte ja auch ganz gut und weiß …«
»Du bist nicht zum Saufen hier, das ist dir doch klar, oder?«, unterbrach Konrad ihn. »Ich kriege das ziemlich schnell mit, wenn einer meiner Angestellten versucht, mich zu beklauen. Bier kostet Geld. Auch für mich.«
»Wenn ich arbeite, trinke ich nie!«, erwiderte David entrüstet. »Man muss nüchtern sein …«
»Nie?«, fragte der Wirt skeptisch. »Was ist, wenn einer der Gäste dir ein Bier ausgibt? Lehnst du das dann ab?«
David hatte den Eindruck, von den Augen vor sich durchbohrt zu werden. Klar, das war eine Fangfrage.
»Ich würde erst mal versuchen, den Gast zu einer Cola für mich zu überzeugen.«
»Nicht alle unserer Gäste verstehen das. Für den einen oder anderen ist das schon ein Affront.«
»Ich kenne mich mit Menschen eigentlich ganz gut aus«, sagte David betont ruhig. »Und ich kann sehr überzeugend sein.« Er lächelte.
Konrad nickte mürrisch.
»Hast du Gastro-Erfahrung?«
»Ich hab mal bei der Hochzeit einer Freundin …«
»Du weißt über unsere Gäste Bescheid?« Konrad sah ihn herausfordernd an und bevor David etwas erwidern konnte, fuhr er schon fort: »Das Internat kennst du vermutlich. Reiche verzogene Kinder. Die Eltern kommen hin und wieder zu Besuch. Und weil die natürlich nicht im Internat untergebracht werden können, kommen die dann zu uns. Die haben hohe Ansprüche und denen werden wir gerecht. Immer und ohne Ausnahme.« Konrad verdrehte die Augen. »Und dann ist da noch der Graf von Lehengrund zu Schallenberg. Ohne den geht hier in der Gegend nichts. Seine Geschäftsfreunde gehören ebenfalls zu unseren Gästen.« Er fixierte David. »Kapiert?«
David nickte zögernd, wusste aber nicht, was er dazu sagen sollte.
»Frühaufsteher?«
»In der Praxis habe ich zwar meist erst um neun angefangen, aber …«
»Morgen früh. Punkt sechs. Wir haben gerade zwar nicht viele Gäste, aber die müssen trotzdem frühstücken. Alina wird dir alles zeigen.«
Damit schien für Konrad das Gespräch beendet zu sein und er wandte sich ab, um in die Küche hinter dem Gastraum zu gehen.
»Äh, wie ist das mit dem Gehalt?«, fragte David zögerlich.
Konrad verharrte in der halbgeöffneten Tür. Ohne den Kopf zu drehen, fragte er: »Geld! Alle wollen immer Geld von mir.« Er schnaufte entnervt. »Acht Euro. Plus Trinkgeld.«
»Die anderen hier kriegen zwölf.«
»Du bist neu. Du hast keine Routine. In der ersten Zeit wird es mich mehr kosten, dich hier arbeiten zu lassen, als dass ich daran was verdiene. Neun. Keinen Cent mehr!«
Konrad drückte die Pendeltür ganz auf und stapfte in die Küche. Hinter ihm schwang die Tür einen Moment lautlos hin und her.

© Stephan Meyer, Köln 2022 – Alle Rechte vorbehalten


Das war das dritte Kapitel des Fortsetzungsromans Dorfidylle. Hast du Fehler gefunden? Ist irgendwas unlogisch? Schreib es mir unten in die Kommentare.

David hat seinen Job gewechsel. Weg von der Pysiotherapie, rein in die Gastronomie. Ob das eine schlaue Entscheidung war? Und Julian kriegt er offenbar auch nicht aus dem Kopf? Was glaubst du, wie er damit klarkommen wird?


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Dorfidylle - Der Fortsetzungsroman

Dorfidylle # 02

Aufbruch.

David hatte den ersten Schritt getan. Jetzt musste er die Konsequenzen daraus ziehen. Er strich sich mit gespreizten Fingern durch das nasse Haar und betrachtete nachdenklich sein Spiegelbild im engen Badezimmer, das er noch immer mit seiner Mutter teilte. Auch das sollte er bald ändern. Er konnte schließlich nicht ewig mit seiner Mutter zusammenleben. Er war bereits zwanzig. Die meisten seiner Freunde waren längst von zu Hause ausgezogen. Zumindest die, mit denen seine Zeit in Berlin verbracht hatte. Hier auf dem Dorf war es dagegen fast normal, möglichst lange bei den Eltern wohnen zu bleiben. Mit dieser Situation wollte er sich nicht abfinden, obwohl seit dem Umzug schon zwei Jahre vergangen waren. David seufzte. Er lebte in diesem verdammten Dorf und kam hier nicht weg. Natürlich hätte er einfach seine Sachen packen und zurück nach Berlin gehen können. Aber er wollte seine Mutter nicht allein lassen. Nicht nach all dem, was passiert war. Nicht, solange es ihr nicht wirklich besser ging. Und das konnte noch Jahre dauern. Zumindest wenn sie sich nicht endlich mit ihrer Krankheit abfand und sich professionelle Hilfe holte.
»David!« Seine Mutter rief aus dem Erdgeschoss herauf. »Musst du nicht langsam los?«
Er zuckte zusammen. Auch das stand ihm noch bevor: Er musste ihr sagen, welche Entscheidungen er getroffen hatte. Er schnappte sich ein sauberes T-Shirt und streifte es über. Ein letzter kritischer Blick in den Spiegel: Das Shirt fiel locker von seinen Schultern, ohne den Bauch zu berühren. Das musste reichen. Dann ging er die Stufen der Holztreppe betont langsam herunter und begrüßte seine Mutter in der Küche mit einem gehauchten Kuss auf ihre Wange.
»Bist du nicht schon viel zu spät?«, erkundigte sie sich und stellte ihm einen Kaffee hin. »Oder hast du heute keine Patienten?«
David schnitt sich eine Scheibe Brot ab und legte sie auf seinen Teller. Gerade wollte er ihr sagen, was er ihr sagen musste, als seine Mutter mit einer enthusiastischen Geste auf eine Postkarte wies, die neben der Tageszeitung lag.
»Dein Vater hat dir geschrieben.«
David nahm die Karte in die Hand. Auf der Vorderseite war die Oper von Sydney zu sehen. Auf der Rückseite standen die üblichen Grüße.
»Ich wollte immer mal nach Australien«, sagte seine Mutter.
»Warum fährst du dann nicht hin?«, fragte David.
Er beugte sich ein wenig nach hinten und warf die Karte zielsicher ins Altpapier.
»Du könntest sie wenigstens für ein paar Tage an den Kühlschrank hängen.«
David spürte Wut in sich aufsteigen.
»Wozu? Um dein Gewissen zu beruhigen?«
»Ach David, wir müssen doch nicht schon wieder streiten.«
Das bis gerade noch betont fröhliche Gesicht seiner Mutter verzog sich wie unter einem dumpfen Schmerz und ihre Mundwinkel zuckten. David starrte auf sein Brot.
»Ich habe gekündigt«, platzte es aus Daniel heraus. »Schon vor einem Monat. Gestern war mein letzter Tag.«
»Warum das denn?«, fragte seine Mutter entsetzt. »Du warst doch ganz glücklich in der Praxis. Und warum hast du mir nichts davon erzählt?«
David stöhnte genervt und seufzte.
»Ich muss mein Leben mal auf die Reihe kriegen.«
»Indem du deinen Job kündigst?«
»Du arbeitest gar nicht – schon vergessen?«
»Du weißt genau, warum!«
»Allerdings. Aber du hast keine Ahnung, was in mir los ist.«
Kurz huschte ein Lächeln über das Gesicht seiner Mutter.
»Ich weiß, dass du schwul bist. Deshalb hast du dich von Kristin getrennt, nicht wahr?«
»Mama! Ich bin nicht schwul!«
Nervös zupfte er an seinem T-Shirt.
Sie nickte. Dann strich sie ihm sanft über die Haare. Schnell duckte sich Daniel weg. Ihm war diese Nähe eindeutig zu viel.
»Und was willst du jetzt tun?«, erkundigte sich seine Mutter. »Du musst ja von irgendwas leben.«
David trank den letzten Schluck Kaffee, erhob sich und stellte die Tasse in die Spülmaschine.
»Ich bin gleich mit dem Wirt im Brüllenden Bullen verabredet. Der braucht Personal im Service.«
»Du willst bei Konrad arbeiten?« Die Stimme seiner Mutter klang gepresst. »Bist du dir sicher, dass das eine gute Entscheidung ist?«
»Im Moment ist alles besser, als den ganzen Tag an alten Leuten herumzukneten und sich von ihnen das Gejammer über ihre Wehwehchen anzuhören.«
»Aber ausgerechnet bei Konrad …«
David warf seiner Mutter einen irritierten Blick zu.
»Was weißt du denn schon von Konrad. So weit ich mich erinnere, bist du in der ganzen Zeit, die wir hier leben, nicht ein einziges Mal im Bullen gewesen.«
Mit leicht gerötetem Gesicht lehnte sich seine Mutter an den Küchentisch und verzog das Gesicht.
»Du hast keine Ahnung, wie er ist. Er ist falsch.«
»Du kennst ihn doch gar nicht. Vermutlich hast du nur irgendwelche Gerüchte über ihn gehört, mehr nicht. Und mir ist es egal, was andere Leute sagen. Ich mache mir mein eigenes Bild.«
»Ich kenne Konrad von früher«, erwiderte sie. »Das ist lange her. Und ich weiß, dass er ein schlechter Mensch ist.«
»Du spinnst! Niemand ist einfach nur ein schlechter Mensch.«
»Ich verstehe dich nicht«, jammerte seine Mutter jetzt. »Du wirfst dein Leben einfach weg, als hättest du noch ein zweites im Kühlschrank. Ohne eine fundierte Ausbildung wirst du irgendwann auf der Straße landen.«
David stöhnte. »Seit wann interessiert dich das? Dir geht es doch immer nur um dich!«
Seine Mutter sackte auf einen der Küchenstühle. Ihre Schultern zuckten, während sie verneinend ihren Kopf schüttelte.
»Ich will doch nur dein Bestes!«
Sie vergrub das Gesicht in den Händen. In Davids Magen zog sich alles zusammen. Aber er wollte nicht mehr still sein.
»Mama!«, raunte er. »Das weiß ich doch.« Er stellte sich hinter sie und legte ihr die Hände auf die Schultern. »Du musst dich endlich um einen Therapeuten kümmern.«
Er spürte, wie sich ihre Muskeln unter seinen Fingern anspannten. Sie hatten schon sooft darüber gesprochen. Immer wieder hatte seine Mutter beteuert, mit der Suche zu beginnen. Aber am Ende bleib es bei dem Vorhaben.
»Soll ich für dich bei den Therapeuten anrufen?«, fragte er.
Seine Mutter schüttelte energisch den Kopf.
»Auf keinen Fall!«, flüsterte sie. »Ich komme doch ganz gut klar.« Sie hob den Kopf und wandte sich ihrem erwachsenen Sohn zu. Ein gepresstes Lächeln breitete sich auf ihren Lippen aus. »Mir geht es schon viel besser.«
»Das sagst du mir jetzt seit sechs Jahren.« David ließ frustriert die Arme hängen. »Ich will dich nicht noch mal mit einer leeren Packung Schlaftabletten auf dem Sofa finden!«
Ihr Lächeln wurde schlagartig von dem Ausdruck tiefer Traurigkeit abgelöst.
»Das wirst du mir den Rest meines Lebens vorwerfen, oder?«, fragte seine Mutter. »Herrgott noch mal. Ich war in einer echt beschissenen Situation damals. Warum vertraust du mir nicht einfach mal?«
»Ich war vierzehn, Mama. Und ich war damit vollkommen überfordert. Wenn unsere Nachbarn damals nicht gewesen wären, hätte ich einfach daneben gesessen, während du verreckt wärst.«
Wut machte sich auf dem Gesicht seiner Mutter breit.
»Du sprichst über mich, als wäre ich ein Stück Vieh!«
»Dann verhalt dich nicht auch so!«
Impulsiv stieß sich seine Mutter von der Tischkante ab, richtete sich auf und warf dabei den Stuhl nach hinten um. Sie drehte sich zu David herum und starrte ihn fassungslos an.
»Was ist los mit dir?«, fauchte sie. »Bist du frustriert, weil du hier keine Jungs zum Ficken findest? Oder lässt du nur deine schlechte Stimmung an mir aus, weil du keine Ahnung hast, was du mit deinem Leben anfangen sollst?«
Sie marschierte aus der Küche ins Wohnzimmer. David folgte ihr nach ein paar Sekunden und sah, dass sie mit zuckenden Schultern am Fenster stand. Er berührte sie am Oberarm, doch sie entzog sich ihm sofort.
»Wir hätten nicht hierherziehen sollen«, sagte sie. »Wir hätten in Berlin bleiben sollen. Da war doch alles gut.«
»Nichts war gut. Und das weißt du genau. Du hast die ganze Zeit vor dem Fernseher gesessen und dich nicht vor die Tür getraut, weil du dachtest, die Nachbarn würden dich nach dem Selbstmordversuch schief angucken.«
Wütend wirbelte seine Mutter wieder herum.
»Das war kein Selbstmordversuch! Ich konnte einfach nur nicht schlafen und ich da habe ich eben ein paar Tabletten zu viel genommen!«
»Das waren fast vierzig Stück. Und eine Flasche Wodka. Das nimmt kein normaler Mensch, der einfach nur schlafen will!«
»Was willst du von mir, David? Soll ich mich von einer Brücke stürzen, damit du deine Ruhe hast? Willst du das? Soll ich das tun?« Sie schob ihn zur Seite und schnappte sich ihre Jacke vom Kleiderhaken im Flur. »Ich kann sofort losgehen und springen, wenn es das ist, was du willst!«
Sprachlos sah David zu ihr hinüber. Wie flüssiger Teer verdichtete sich das Gefühl in seinem Bauch. Jetzt hatte ihn die Trauer auch überrannt. Er kannte das schon. Immer, wenn seine Mutter so drauf war, wie heute, schwappte irgendwann die Depression zu ihm herüber. Aber das konnte er sich heute nicht erlauben. Er hatte gleich ein Vorstellungsgespräch. Er musste fröhlich und offen wirken, wenn er dem Wirt gegenübersaß.
Seine Mutter sah ihn auffordernd an. Doch als er sich nicht regte, ließ sie den Kopf hängen. Die Jacke, die sie gerade noch in ihren Händen gahalten hatte, fiel auf den Boden. Gebrochen lehnte sich seine Mutter von innen an die Haustür. Dann stürzten ihr die Tränen aus den Augen und sie rutschte an der Holzfläche nach unten. Sie weinte still. Und stürzte damit David in das nächste Gefühlschaos. Ein intensives Gefühl der Liebe schoss ihm durch den Magen und er ging langsam auf seine Mutter zu. Er hockte sich vor sie hin und legte die Arme um sie.
»Ich will, dass er dir gut geht«, flüsterte er. »Ich will, dass du wieder lachst. So wie früher. Ich will mit dir nach Paris fahren und den Eiffelturm hochklettern.«
Seine Mutter schluchzte noch eine Weile, dann beruhigte sie sich langsam. Endlich hob sie den Kopf und sah ihren Sohn mit verheulten Augen an.
»Das weiß ich doch.« Sie legte ihre Arme um ihn. »Ich verspreche dir, dass ich mich um Hilfe kümmere.«
Vorsichtig strich David ihr über die leicht strähnigen Haare.
»Wir sind doch extra aus Berlin hierhergezogen, weil du hier ein paar Leute aus deiner Vergangenheit kennst. Du hast hier Freundinnen. Warum rufst du sie nicht einfach mal an und verabredest dich mit ihnen zum Kaffee?«
»Mir tut es so leid, dass du das alles ertragen musst.«
»Versprich mir einfach, dass du dich um dich kümmerst.«
»Ich schaff das schon«, murmelte seine Mutter. »Aber überdenk bitte auch noch mal deine Entscheidung. Dein Chef nimmt dich doch bestimmt sofort zurück, wenn du ihn fragst.«
David schüttelte den Kopf. »Nein, Mama. Mit der Physiotherapie habe ich abgeschlossen. Ich muss jetzt was anderes machen. Ich will unter Leute. Unter gesunde Leute. Und deshalb gehe ich für den Anfang in den Bullen. Wenn der Wirt mich haben will.«
»Ich kann mit ihm reden. Er erinnert sich bestimmt noch an mich.«
»Das muss ich jetzt allein machen. Nicht mit meiner Mutter an der Hand.«
Langsam richtete sich David wieder auf und zog seine Mutter dabei mit sich hoch. Sie war noch etwas wackelig auf den Beinen, aber sie machte nicht den Eindruck, als würde sie im nächsten Moment umfallen.
»Ich gehe mal los. Bitte setz dich wenigstens einen Moment draußen in die Sonne. Wir haben einen so schönen Garten.«
Seine Mutter nickte erschöpft. Dann hob sie ihre Jacke auf und hängte sie an den Kleiderhaken. Sie drückte David einen Kuss auf die Wange und schlurfte ins Badezimmer. Die Tür schloss sich leise hinter ihr. David atmete tief durch. Immer noch hatte er einen düsteren Klumpen im Bauch. Aber er war schon etwas kleiner geworden. Wenn er gleich auf dem Rad saß und ins benachbarte Dorf radelte, würde er sich schon auflösen. Das war immer so.
Er schlüpfte in seine Jacke und seine Schuhe, stecke die Schlüssel und sein Portemonnaie ein und verließ das Haus. Nicht ahnend, dass die neue Arbeit zu entscheidenden Veränderungen in seinem Leben führen würde.

© Stephan Meyer, Köln 2022 – Alle Rechte vorbehalten


Das war das zweite Kapitel des Fortsetzungsromans Dorfidylle, der ab sofort in diesem Blog erscheint. Hast du Fehler gefunden? Ist irgendwas unlogisch? Schreib es mir unten in die Kommentare.

Und wenn du eine Idee hast, welche Entscheidungen David außer dem Jobwechsel noch gefällt hat, dann bin ich gespannt auf deine Spekulationen.

Hier gehts zum dritten Kapitel


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Dorfidylle - Der Fortsetzungsroman

Dorfidylle # 01

Der Unfall.

Das Auto raste ungebremst auf den Baum zu. David schrie vor Entsetzen. Er rüttelte am Fahrersitz vor sich. Keine Reaktion. Der Baum kam immer näher. Panik. Adrenalin. Weit aufgerissene Augen. Er zerrte an seinem Gurt. Sie hatten den Baum fast erreicht. David schrie nach Julian. Aber der saß ganz ruhig neben ihm. Er zwinkerte nicht einmal, sondern sagte bloß »Du bist auf dem richtigen Weg.« Dann krachte es. Ein Ruck ging durch Davids Körper, als er nach vorne geschleudert wurde und gegen die Rückenlehne des Fahrersitzes knallte. Die Windschutzscheibe zerstob in tausend Splitter. Das Auto wirbelte herum, überschlug sich. Einmal. Zweimal. David wurde hin und her geschleudert. Er krachte mit dem Kopf gegen die Decke, gegen die Seite. Ein Rucksack raste unkontrolliert durch den Raum. Das Fenster links neben ihm zersplitterte.
Als das Auto endlich zum Stillstand kam, hatte David jede Orientierung verloren. Er schmeckte Blut. Um ihn herum herrschte Totenstille. Das Auto lag auf dem Dach, David klemmte in seinem Gurt. Flüssigkeit sickerte in seine Augen und tauchte alles in einen roten Schimmer. Sein Herz raste, als er zur Seite sah. Bewegungslos hing Julian neben ihm vom Sitz herab. David streckte mit rasendem Puls eine Hand nach ihm aus. Blut rann über Julians Gesicht bis in die Haare und tropfte an die Autodecke. Doch dann öffnete er plötzlich die Augen, blickte David sanft an und sagte: »Vertrau mir.« Dann verlor er das Bewusstsein. Wieder schrie David.

Immer noch schreiend schreckte David hoch und realisierte, dass er in seinem Bett lag. Das T-Shirt war schweißnass. Sein Kiefer schmerzte. Vermutlich hatte er die Zähne krampfhaft zusammengebissen. Langsam ließ er sich zurück auf seine Matratze sinken. Das war nur ein Traum gewesen! Er spürte sein Herz noch immer aufgeregt pulsieren. Nur ein Traum! Über ihm starrte die weiße Zimmerdecke zu ihm herab. Von draußen sickerte das erste Licht des Tages durch die Lamellen der Jalousie. Vermutlich war es noch zu viel früh, um aufzustehen. Doch David befürchtete, den Traum herauszufordern, wenn er die Augen noch einmal schloss. Also schlug er die feuchte Bettdecke zurück und schwang die Beine aus dem Bett.
Was war das gewesen? Er hatte lange nicht mehr von Julian geträumt. Und wie kamen sie zusammen in dieses Auto? Nach und nach drangen die Erinnerungen an den vorherigen Abend in Davids Hirn. Sie hatten zusammengesessen. Tomas und er. Sie hatten eine Weile gezockt und Bier getrunken. Nicht viel, denn David wollte heute fit und wach sein. Er wollte einen guten Eindruck hinterlassen und nicht verkatert wirken. Das kam nicht gut im Gastgewerbe. Müde strich er sich über den Kopf und fühlte an seinen Fingern, dass auch seine Haare nass waren. Warum Julian?
Tomas hatte von dem Unfall erzählt. Jetzt erinnerte sich David allmählich wieder. Vor zwanzig Jahren war ein Auto auf der Landstraße zwischen dem Dorf und dem Gutshof des Grafen gegen einen Baum gerast. Alle Insassen waren dabei ums Leben gekommen. David selbst muss damals ein Kleinkind gewesen sein. Ein Baby. Und er hat hier im Dorf gelebt. Also hatte er die Leute im Auto vielleicht gekannt. Das war alles kurz bevor sie nach Berlin umgezogen waren. Aber von dem Unfall hat ihm nie jemand erzählt. Die Frau des Grafen sei im Auto gewesen, hatte Tomas gesagt. Und ihre Schwester mit ihrem Mann. Dunkel erinnerte sich David an ein Holzkreuz und Blumen am Rand der Landstraße. Er war schon oft an der Unfallstelle vorbeigekommen, hatte aber nie gefragt, was da passiert war. Er hatte seine Mutter nicht mit solchen Themen aufregen wollen, deshalb hat er sie nie gefragt.
Im Traum hatte Julian neben ihm gesessen. Den Fahrer hatte er nicht erkannt. Nur seine Silhouette sprang David jetzt noch einmal an. Und sofort spürte er wieder die Panik des Traums in sich hochkriechen.
Entschlossen drückte er sich vom Bett hoch und schlurfte ins Bad. Er wollte sowohl den Schweiß als auch die furchtbare Erinnerung an den Traum loswerden. Jedes Mal, wenn er die Augen kurz schloss, tauchten die Bilder wieder in seinem Kopf auf. Weiterschlafen wäre keine Option gewesen.
Im Erdgeschoss hörte er seine Mutter in der Küche rumoren. Vielleicht war es doch nicht mehr so früh, wie er gedacht hatte. Vielleicht hatte ihn der Traum genau zur richtigen Zeit geweckt. Du bist auf dem richtigen Weg. Julians Stimme hallte durch sein Hirn. Vertrau mir. David starrte sich im Badezimmerspiegel über dem Waschbecken bleich an. Wie sollte er jemandem vertrauen, der den Kontakt zu ihm vor Monaten abgebrochen hatte?
Er streifte seine Klamotten vom Leib, warf sie in den Korb mit der Dreckwäsche, dachte daran, dass er dringend waschen sollte. Er bemerkte die leichte Morgenlatte, strich sich über den Bauch, überlegte, ob er sich beim Duschen einen runterholen sollte, verschob das dann aber auf den Abend. Keine Ablenkungen heute Morgen. Er hatte klare Entscheidungen getroffen, die er jetzt nur noch umsetzen musste. Er drehte das Wasser auf und stieg in die Duschwanne.
Warum ausgerechnet Julian?
Erst als David das Wasser eiskalt stellte, verscheuchte er die letzten Bilder des Traums.

© Stephan Meyer, Köln 2022 – Alle Rechte vorbehalten


Das war das erste Kapitel des Fortsetzungsromans Dorfidylle, der ab sofort in diesem Blog erscheint. Hast du einen Fehler gefunden? Ist irgendwas unlogisch? Schreib es unten in die Kommentare.

Was wird mit David in diesem Roman passieren? Du darfst wild spekulieren und alle Ideen als Kommentar hierlassen.

Hier gehts zum zweiten Kapitel


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Dorfidylle - Der Fortsetzungsroman

Dorfidylle # 00

Verfolge die Entstehung meines neuen Romans!

Ich gehe mit einem neuen Projekt an den Start. Und es ist ein spannendes Experiment, von dem ich noch nicht weiß, wie es sich entwickelt. Was also soll geschehen?

Ab kommender Woche werde ich hier in diesem Blog den Fortsetzungsroman Dorfidylle publizieren. Der Plot steht schon seit einiger Zeit fest, aber am Roman selbst arbeite ich gerade erst. Das bedeutet, dass ich den Text kapitelweise einstellen werde, immer dann, wenn ich ein weiteres Kapitel geschrieben habe. Natürlich hat dann zu diesem Zeitpunkt noch niemand den Text gelesen, ihr werdet also das Rohmaterial zu lesen bekommen und damit eröffnet sich mir und euch eine neue Welt: Ich werde euch hin und wieder fragen, was ihr von der weiteren Entwicklung der Figuren und der Geschichte erwartet. Selbst wenn die Geschichte schon gut durchgeplant ist, werde ich sie immer wieder anpassen und manchmal Ideen von euch aufgreifen. Auf diese Weise arbeitet ihr gewissermaßen an der Geschichte mit.

Ganz neue Herausforderungen
Spannend ist dieses Projekt für mich auch deshalb, weil ich eine vollkommen neue Arbeitsweise ausprobiere. Normalerweise steige ich nach Abschluss eines Romans in eine ziemlich aufwändige Überarbeitungsphase ein, in der mir auch immer wieder größere Unschlüssigkeiten auffallen, die zu einer oft sehr aufwändigen Überarbeitung führen. Das gehört zum Prozess des Schreibens einfach dazu. Manchmal muss ich für ein logisches Ende noch mal in die ersten Kapitel eingreifen, eine Figur verändern, mich von einer anderen Figur trennen oder einen fehlenden Handlungsstrang einbauen. All das fällt bei diesem Experiment aus. Eine der Herausforderungen ist also, die Handlung von Anfang an so gut zu strukturieren, dass ich solche Anpassungen später nicht mehr vornehmen muss. Oder ich muss damit leben, muss eben die Entwicklung im Schreibprozess so angleichen, dass alles bislang Geschriebene zum Ende passt.

Eine zweite Herausforderung ist es, regelmäßig wirklich gute Texte zu schreiben, die ich euch auch mit gutem Gewissen präsentieren kann. Ganz ohne die eigentlich übliche Kontrolle durch meine Lektorin oder Testleser.innen. Ich hoffe, dass das gut geht. Drückt mir die bitte fest die Daumen!

Kein Kapitel verpassen!
Mein Ziel ist es, jede Woche ein neues Kapitel präsentieren zu können. Das erfordert viel Disziplin, denn manchmal hänge ich in einer Schreibblockade fest und kriege kein Wort in die Tasten getippt. Ich kann euch also nicht versprechen, dass ich meinen Vorsatz so konsequent einhalten kann, wie ich es mir vornehme. Aber ich gebe mein Bestes! Wenn ihr kein neues Kapitel verpassen wollt, dann tragt euch in die Infomails unten ein, dann bekommt ihr mit jedem veröffentlichten Kapitel eine Nachricht zugeschickt.

Inhaltlich schließe ich an die bereits erschienen GayStorys an. Im Fokus der Geschichte wird David stehen, den ihr schon aus dem dritten Roman SUMMERTIME kennt. Euch werden aber auch viele andere Figuren aus den vorherigen Romanen über den Weg laufen. Julian wird eine Rolle übernehmen, aber natürlich auch Tom. Zeitlich setzt der Roman ein halbes Jahr nach dem dramatischen Höhepunkt zwischen David und Julian an, räumlich befinden wir uns diesmal in einer Weinanbauregion in Süddeutschland, dort, wo Julian im Internat lebt.

Die Idylle auf dem Dorf ist trügerisch
Aber lass dich nicht von dem Titel ins Bockshorn jagen. Wenn du meine bisherigen Romane kennst, dann weißt du, dass es darin nicht immer ganz so idyllisch und harmonisch zugeht, wie der Titel „Dorfidylle“ unter Umständen suggeriert. Lass dich überraschen, was ich für meine Figuren an Katastrophen geplant habe und fiebere mit, ob sie sich am Ende doch für die Liebe entscheiden!

Ich bin aufgeregt, während ich dies schreibe, weil ich sehr gespannt darauf bin, wie euch dieser Roman gefällt und ob mein Experiment klappt. Ich freue mich auf einen regen Austausch mit euch, ich wünsche mir viele Fragen und werde versuchen, sie so schnell es geht zu beantworten. Manchmal werde ich mich natürlich mit Informationen zurückhalten, denn ich will die Handlung ja nicht spoilern. Das würde uns allen den Spaß an diesem Roman verderben.

Dies ist also ein großes Experiment. Bist du dabei?

Nächste Woche geht´s los!

Wenn dir die hier entstehende Geschichte gefällt, dann erzähl doch bitte auch anderen davon. Für mich ist es enorm wichtig, von euch weiterempfohlen zu werden. Denn nur, wenn viele Menschen meine Texte mögen, kann ich neue Romane schreiben. Also postet was das Zeug hält!

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