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Die fünf größten Vorurteile gegen queere Bücher

Einleitung: Queere Bücher – Ein unterschätztes Juwel der Literaturwelt

In der heutigen Zeit, in der Diversität und Inklusion immer mehr an Bedeutung gewinnen, bleibt die Welt der queeren Literatur oft von Vorurteilen und Missverständnissen geprägt. Dabei bieten queere Bücher eine faszinierende Bandbreite an Geschichten, die nicht nur LGBTQ+-Personen, sondern alle Leser bereichern können. Doch was sind die größten Vorurteile gegenüber queeren Büchern und warum halten sie sich so hartnäckig? In diesem Artikel entlarven wir die fünf gängigsten Mythen und zeigen, warum sie völlig unbegründet sind.

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Kurzer Einschub:

Eigentlich ist dieser Text nicht so wahnsinnig spannend, denn er hat in erster Linie den Sinn, diese Website im Netz präsenter zu machen. Den richtigen Blog von Stephano findest du unter dem Button.


Vorurteil 1: “Queere Bücher sind nur für LGBTQ+-Personen”

Eines der häufigsten Vorurteile gegenüber queeren Büchern ist, dass sie ausschließlich für eine LGBTQ+-Leserschaft gedacht sind. Dabei bieten diese Werke universelle Themen wie Liebe, Freundschaft, Selbstfindung und gesellschaftliche Herausforderungen, die jeden ansprechen können.

Warum dieses Vorurteil falsch ist

Queere Bücher handeln oft von universellen menschlichen Erfahrungen, die weit über die LGBTQ+-Community hinausgehen. Werke wie „Call Me by Your Name“ von André Aciman oder „Ein anderes Land“ von James Baldwin haben weltweit Anerkennung gefunden und beweisen, dass die Geschichten und Emotionen, die sie vermitteln, universell nachvollziehbar sind. Jeder Mensch kann sich in den Charakteren und ihren Erlebnissen wiederfinden, unabhängig von der eigenen sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität.

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Vorurteil 2: “Queere Literatur ist zu politisch”

Ein weiteres hartnäckiges Vorurteil ist, dass queere Bücher zwangsläufig politisch sind und eine Agenda verfolgen. Viele Leser befürchten, dass die Geschichten belehrend oder zu aktivistisch sein könnten.

Warum dieses Vorurteil falsch ist

Natürlich gibt es queere Bücher, die politische Themen aufgreifen, aber das gilt für alle Genres und Literaturkategorien. Die Vielfalt der queeren Literatur reicht von romantischen Komödien über Science-Fiction bis hin zu Fantasy und Krimis. Bücher wie „Der Junge aus dem Meer“ von Adam Silvera oder „Red, White & Royal Blue“ von Casey McQuiston zeigen, dass queere Geschichten ebenso unterhaltsam und facettenreich sein können wie jedes andere Buch. Sie bieten spannende Handlungen, tiefgehende Charaktere und emotionale Tiefe, ohne zwangsläufig politisch zu sein.

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Vorurteil 3: “Queere Bücher sind nicht von hoher literarischer Qualität”

Manche Leser glauben, dass queere Bücher literarisch nicht mit „klassischer“ Literatur mithalten können. Dieses Vorurteil ist besonders schädlich, da es die Anerkennung und Wertschätzung queerer Autoren und ihrer Werke untergräbt.

Warum dieses Vorurteil falsch ist

Queere Literatur hat eine reiche Geschichte und viele Werke von hoher literarischer Qualität hervorgebracht. Autoren wie Virginia Woolf, Oscar Wilde und E.M. Forster haben bedeutende Beiträge zur Weltliteratur geleistet. Zeitgenössische Autoren wie Ocean Vuong mit „Auf Erden sind wir kurz grandios“ oder Carmen Maria Machado mit „In the Dream House“ setzen diese Tradition fort und erhalten breite Anerkennung von Kritikern und Lesern gleichermaßen. Queere Literatur steht in ihrer literarischen Qualität anderen Werken in nichts nach und bereichert die Literaturwelt durch einzigartige Perspektiven und Erzählweisen.

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Vorurteil 4: “Es gibt nicht genug queere Bücher”

Ein weiteres weitverbreitetes Vorurteil ist, dass es nicht genug queere Bücher gibt, um eine breite Leserschaft zu bedienen. Diese Annahme führt oft dazu, dass Leser erst gar nicht nach queeren Büchern suchen.

Warum dieses Vorurteil falsch ist

Die Verfügbarkeit queerer Literatur ist in den letzten Jahren exponentiell gewachsen. Dank Verlagen, die sich auf LGBTQ+-Literatur spezialisiert haben, und der zunehmenden Akzeptanz in der Gesellschaft ist die Auswahl an queeren Büchern heute größer denn je. Online-Plattformen und Buchhandlungen bieten eine breite Palette von Werken an, von Jugendbüchern über Sachliteratur bis hin zu Belletristik und Poesie. Autoren wie Alice Oseman, deren Werk „Heartstopper“ international gefeiert wird, oder Akwaeke Emezi mit „Das Leben ist zu kurz für den langen Groll“ sind nur einige Beispiele für die Vielfalt und Verfügbarkeit queerer Literatur.

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Vorurteil 5: “Queere Bücher sind zu spezifisch und sprechen nur Nischenthemen an”

Viele Menschen glauben, dass queere Bücher zu spezifisch sind und Themen behandeln, die nur eine kleine Gruppe von Menschen interessieren.

Warum dieses Vorurteil falsch ist

Während queere Bücher oft spezifische Aspekte der LGBTQ+-Erfahrung beleuchten, behandeln sie gleichzeitig universelle Themen, die jeden ansprechen können. Geschichten über Identität, Liebe, Verlust, Freude und Schmerz sind universell und sprechen die grundlegenden menschlichen Erfahrungen an. Werke wie „Simon vs. the Homo Sapiens Agenda“ von Becky Albertalli oder „The Song of Achilles“ von Madeline Miller zeigen, dass queere Bücher weit mehr als Nischenthemen abdecken und eine breite Leserschaft erreichen können.

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Fazit: Queere Bücher verdienen mehr Anerkennung und weniger Vorurteile

Die Welt der queeren Literatur ist ebenso vielfältig und faszinierend wie die Menschheit selbst. Es ist an der Zeit, die Vorurteile gegenüber queeren Büchern abzubauen und die reichen und vielfältigen Geschichten, die sie zu bieten haben, zu feiern. Egal ob Leser auf der Suche nach tiefgehender Literatur, spannenden Abenteuern oder herzzerreißender Romantik sind – queere Bücher haben für jeden etwas zu bieten. Lassen Sie sich auf diese Reise ein und entdecken Sie die Welt der queeren Literatur, frei von Vorurteilen und voller Überraschungen.

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Schwule Griechen – Eine Reise durch die Antike und die Moderne

Die faszinierende Geschichte und Kultur der schwulen Griechen

Schwule Griechen – Die Geschichte und Kultur der schwulen Griechen ist eine faszinierende Reise durch die Zeit, die von der Antike bis zur Moderne reicht. Griechenland hat eine lange Tradition der Toleranz und Akzeptanz, die es zu einem einzigartigen Ort in der LGBTQ+ Geschichte macht. In diesem Blogartikel werfen wir einen detaillierten Blick auf die Rolle und Bedeutung schwuler Männer im antiken Griechenland, ihre kulturelle Darstellung und den heutigen Stand der LGBTQ+ Rechte in Griechenland.

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Die Antike: Eine Blütezeit der Homosexualität

Schwule Beziehungen im antiken Griechenland

Im antiken Griechenland war Homosexualität nicht nur akzeptiert, sondern oft auch gefeiert und als wesentlicher Bestandteil der Kultur angesehen. Päderastie, eine pädagogische Beziehung zwischen einem erwachsenen Mann und einem jugendlichen Jungen, war weit verbreitet und galt als wichtiger Teil der sozialen und militärischen Erziehung. Diese Beziehungen waren jedoch nicht ausschließlich sexueller Natur, sondern beinhalteten auch eine starke pädagogische Komponente.

Mythen und Legenden: Schwule Griechen

Griechische Mythen und Legenden sind reich an Geschichten über homosexuelle Liebe. Zeus, der oberste Gott des Olymp, verliebte sich in den schönen Ganymedes und brachte ihn als seinen Geliebten in den Himmel. Auch die Beziehung zwischen Achill und Patroklos, wie sie in Homers “Ilias” beschrieben wird, wird oft als eine tiefe romantische und sexuelle Verbindung interpretiert. Diese Geschichten zeigen, dass gleichgeschlechtliche Liebe tief in der griechischen Mythologie verankert ist.

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Kultur und Kunst: Die Darstellung schwuler Liebe

Die Rolle der Kunst

Die Kunst des antiken Griechenlands spiegelt die Akzeptanz homosexueller Beziehungen wider. Viele Vasenmalereien und Skulpturen zeigen gleichgeschlechtliche Paare in intimen Umarmungen oder bei der Liebe. Diese Kunstwerke sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern bieten auch wertvolle Einblicke in die sozialen Normen und Werte der damaligen Zeit.

Literatur und Philosophie

Griechische Philosophen wie Platon und Aristoteles diskutierten offen über Homosexualität. In Platons “Symposion” wird die Liebe zwischen Männern als eine der höchsten Formen der Liebe gefeiert. Die Dialoge betonen, dass solche Beziehungen zur spirituellen und intellektuellen Entwicklung beitragen können. Dies zeigt, dass die Griechen Homosexualität nicht nur akzeptierten, sondern sie auch als bereichernd für die Gesellschaft ansahen.

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Das moderne Griechenland: Fortschritte und Herausforderungen

Die LGBTQ+ Bewegung in Griechenland

In den letzten Jahrzehnten hat Griechenland erhebliche Fortschritte in Bezug auf LGBTQ+ Rechte gemacht. Seit der Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften im Jahr 2015 und der Einführung des Gesetzes zur Geschlechtsidentität im Jahr 2017 hat das Land bedeutende Schritte in Richtung Gleichberechtigung unternommen. Athen und Thessaloniki sind heute Zentren der LGBTQ+ Kultur und beherbergen jährliche Pride-Paraden, die Menschen aus aller Welt anziehen.

Gesellschaftliche Akzeptanz und Herausforderungen

Trotz dieser Fortschritte gibt es immer noch Herausforderungen. Homophobie und Diskriminierung sind in einigen Teilen der Gesellschaft weiterhin präsent. Doch die LGBTQ+ Gemeinschaft in Griechenland zeigt großen Mut und Widerstandskraft. Viele Organisationen arbeiten daran, die Rechte und die Sichtbarkeit von LGBTQ+ Personen zu fördern und zu schützen.

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Reisen nach Griechenland: Ein LGBTQ+ freundliches Reiseziel

Athen und Thessaloniki: Metropolen der Vielfalt und schwule Griechen

Athen und Thessaloniki sind nicht nur historische Städte, sondern auch pulsierende Zentren der LGBTQ+ Kultur. Beide Städte bieten eine Vielzahl von Bars, Clubs und kulturellen Veranstaltungen, die speziell auf die LGBTQ+ Gemeinschaft ausgerichtet sind. Besucher können an geführten Touren teilnehmen, die die reiche Geschichte der Homosexualität in Griechenland beleuchten.

Die griechischen Inseln: Paradiese der Freiheit

Die griechischen Inseln, insbesondere Mykonos und Lesbos, sind weltweit bekannt für ihre LGBTQ+ freundliche Atmosphäre. Mykonos ist seit den 1960er Jahren ein beliebtes Reiseziel für schwule Männer und bietet eine lebhafte Szene mit zahlreichen Bars und Stränden. Lesbos, die Insel der Dichterin Sappho, ist ein beliebtes Ziel für lesbische Frauen und bietet eine entspannte und einladende Umgebung.

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Eine reiche Geschichte und eine hoffnungsvolle Zukunft

Die Geschichte und Kultur der schwulen Griechen ist ein bemerkenswertes Kapitel in der menschlichen Geschichte. Von der offenen Akzeptanz in der Antike bis zu den Fortschritten und Herausforderungen der Moderne hat Griechenland eine einzigartige und inspirierende Reise durch die Zeit erlebt. Mit einer reichen kulturellen Vergangenheit und einer hoffnungsvollen Zukunft bleibt Griechenland ein bedeutender Ort für die LGBTQ+ Gemeinschaft weltweit. Ob als Tourist oder als jemand, der sich für die LGBTQ+ Geschichte interessiert, Griechenland bietet eine Fülle von Erfahrungen und Erkenntnissen, die es zu entdecken gilt.

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Kreta Bücher – Eine Lesereise

Entdecke die Magie

Willkommen auf meiner Lesereise durch die zauberhafte Insel Kreta, einem Ort reich an Geschichte, Kultur und atemberaubender Natur. In diesem Artikel werde ich dir die faszinierendsten Bücher über Kreta vorstellen, die dir helfen werden, tief in die Seele dieser Insel einzutauchen. Von epischen Romanen bis hin zu informativen Reiseführern – diese Bücher werden dein Verlangen wecken, Kreta zu erkunden und all ihre verborgenen Schätze zu entdecken.

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Kreta: Ein Buchstabentraum

Tauche ein in die zauberhafte Welt von Kreta mit diesen inspirierenden Büchern, die dich auf eine unvergessliche literarische Reise mitnehmen.

“The Island” von Victoria Hislop: Eine Ode an Kretas Geschichte

Lass dich von “The Island” von Victoria Hislop verzaubern, einem meisterhaft geschriebenen Roman, der die bewegte Geschichte Kretas einfängt. Von den antiken Minoern bis zur jüngsten Vergangenheit, Hislop entfaltet die Geschichte der Insel vor deinen Augen und entführt dich in eine Welt voller Intrigen, Liebe und Hoffnung. Dieses Buch ist ein Muss für jeden, der die Seele Kretas spüren möchte.

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“Kreta: Reisehandbuch” von Michael Müller Verlag: Dein ultimativer Reiseführer

Planst du eine Reise nach Kreta? Dann ist das “Kreta: Reisehandbuch” vom Michael Müller Verlag dein unverzichtbarer Begleiter. Mit detaillierten Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Unterkünften und lokalen Geheimtipps ist dieses Buch perfekt, um das Beste aus deinem Kreta-Abenteuer herauszuholen. Verpasse nicht die praktischen Tipps und Insider-Empfehlungen, die dir helfen werden, Kreta wie ein Einheimischer zu erkunden.

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“Zorbas, der Grieche” von Nikos Kazantzakis: Die Essenz von Kreta in einem Meisterwerk

Erlebe die unvergleichliche Schönheit und Leidenschaft Kretas in “Zorbas, der Grieche” von Nikos Kazantzakis. Dieser zeitlose Klassiker erzählt die Geschichte eines ungewöhnlichen Freundschaftsbandes zwischen einem schüchternen Schriftsteller und dem lebensfrohen Zorbas. Durch Kazantzakis’ meisterhafte Beschreibungen wirst du in die malerische Landschaft Kretas versetzt und spürst die pulsierende Energie der Insel in jeder Zeile.

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“Kreta: Eine kulinarische Reise” von Maria Pirkola: Genussvolle Entdeckungen auf der Insel des Geschmacks

Kretas Küche ist so vielfältig wie ihre Landschaften und in “Kreta: Eine kulinarische Reise” von Maria Pirkola entdeckst du die köstlichsten Geheimnisse der kretischen Gastronomie. Von aromatischen Olivenölen bis hin zu herzhaften Mezedes (Appetithäppchen) wirst du auf eine kulinarische Entdeckungsreise mitgenommen, die deine Sinne verzaubern wird. Dieses Buch ist ein Fest für alle Feinschmecker und Liebhaber der mediterranen Küche.

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Entdecke Kreta durch die Seiten

Kreta ist mehr als nur eine Insel – sie ist eine Quelle der Inspiration, des Abenteuers und der Schönheit. Mit diesen Büchern kannst du die Essenz von Kreta einfangen, egal ob du gerade von einem Besuch träumst oder bereits dort bist. Lass dich von den Geschichten, Bildern und Aromen dieser faszinierenden Insel verführen und erlebe die Magie von Kreta durch die Seiten dieser wunderbaren Bücher.

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Die schwule Szene Berlin

Ein Paradies für Vielfalt und Akzeptanz

Die schwule Szene Berlin spiegelt Offenheit wider. Die Hauptstadt steht weltweit bekannt für seine Offenheit und Vielfalt. Von historischen Bars bis zu angesagten Clubs bietet die Hauptstadt Deutschlands eine bunte Palette an Orten, an denen sich die LGBTQ+-Community treffen, feiern und einfach sie selbst sein kann. Tauchen wir ein in diese faszinierende Welt voller Lebensfreude, Toleranz und Liebe.

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Willkommen in Schöneberg: Das Herz der schwulen Szene

Schöneberg, ein Stadtteil im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, hat eine lange Geschichte als Zentrum der schwulen Szene in Berlin. Hier finden sich zahlreiche Bars, Clubs und Cafés, die seit Jahrzehnten Anziehungspunkte für LGBTQ+-Menschen aus aller Welt sind. Eine Institution ist beispielsweise die legendäre “Prinzknecht”, die mit ihrem rustikalen Charme und ihrer herzlichen Atmosphäre überzeugt.

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Kreuzberg: Wo Kreativität und Toleranz aufeinandertreffen

Kreuzberg, bekannt für seine alternative Szene und multikulturelle Vielfalt, ist auch ein beliebtes Ziel für die schwule Community. In den engen Gassen dieses lebendigen Viertels verstecken sich kleine Bars und Clubs, in denen man sich in entspannter Atmosphäre treffen und neue Freunde finden kann. Besonders empfehlenswert ist das “SO36”, das nicht nur für seine legendären Konzerte bekannt ist, sondern auch regelmäßig LGBTQ+-Veranstaltungen organisiert.

Neukölln: Das aufstrebende Zentrum der LGBTQ+-Kultur

Neukölln hat sich in den letzten Jahren zu einem Hotspot für Kunst, Kultur und alternative Lebensstile entwickelt. Auch die schwule Szene hat hier ihren Platz gefunden. Von gemütlichen Bars bis hin zu avantgardistischen Clubs bietet Neukölln eine bunte Mischung an Orten, an denen sich LGBTQ+-Menschen austauschen und gemeinsam feiern können. Ein absolutes Highlight ist das “SchwuZ”, das mit seiner Vielfalt an Veranstaltungen und seinem inklusiven Ambiente überzeugt.

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Charlottenburg: Tradition trifft Moderne

Charlottenburg, geprägt von prachtvollen Altbauten und eleganten Boulevards, mag auf den ersten Blick nicht unbedingt als das Zentrum der schwulen Szene erscheinen. Doch auch hier gibt es eine lebendige LGBTQ+-Community, die sich in stilvollen Bars und Clubs trifft. Ein absolutes Muss ist das “Heile Welt”, das mit seinem eleganten Ambiente und seinem vielfältigen Veranstaltungsprogramm überzeugt.

Events und Festivals: Feiern ohne Ende

Berlin wäre nicht Berlin ohne seine legendären LGBTQ+-Events und Festivals. Angefangen beim Christopher Street Day (CSD), der jedes Jahr im Sommer stattfindet und zu den größten Pride-Paraden Europas zählt, bis hin zu queerfilmfestival berlin, das die Vielfalt schwuler Filme feiert, bietet die Hauptstadt ein ganzjähriges Programm an Veranstaltungen, die die LGBTQ+-Community zusammenbringen und sichtbar machen.

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Berlin – Eine Stadt der Liebe und Akzeptanz

Die schwule Szene in Berlin ist mehr als nur Bars und Clubs. Sie ist ein Ausdruck von Vielfalt, Toleranz und Lebensfreude. Egal, ob man schon lange Teil der LGBTQ+-Community ist oder sich gerade erst outet – in Berlin findet jeder seinen Platz und kann sich frei entfalten. Die Offenheit und Akzeptanz, die in dieser Stadt herrschen, machen sie zu einem wahren Paradies für alle, die Liebe in all ihren Formen feiern möchten. Berlin, wir lieben dich!

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Schwule Schriftsteller: eine bunte Welt

Eine Hommage an Kreativität und Vielfalt

In der schillernden Landschaft der Literatur gibt es eine Gruppe von Stimmen, die oft übersehen wird – schwule Schriftsteller. Diese kreativen Köpfe haben die Literaturwelt mit ihren einzigartigen Perspektiven, ihren tiefgreifenden Einblicken und ihrer unerschütterlichen Hingabe bereichert. In diesem Blogartikel wollen wir die strahlenden Sterne der schwulen Literatur feiern und ihre Werke würdigen, die nicht nur LGBTQ+-Leser ansprechen, sondern Menschen aller Hintergründe und Überzeugungen inspirieren können.

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Die Macht der Worte: Eine Hommage an die schwule Literatur

Die Welt der Literatur ist ein Ort, an dem Worte zu Leben erweckt werden und Ideen fliegen. Schwule Schriftsteller haben diese Welt mit ihren einzigartigen Stimmen und Geschichten bereichert, die die Vielfalt menschlicher Erfahrungen und Emotionen widerspiegeln.

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Authentische Erzählungen: schwule Schriftsteller

Ein wichtiger Aspekt der schwulen Literatur ist ihre Fähigkeit, authentische Geschichten aus der LGBTQ+-Community zu erzählen. Durch die Darstellung einer breiten Palette von Erfahrungen – von Liebesgeschichten bis hin zu Herausforderungen der Identität – schaffen diese Schriftsteller einen Raum, in dem sich Leser aller Hintergründe vertreten fühlen können.

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Einflussreiche Werke: Klassiker der schwulen Literatur

Die Welt der Literatur ist reich an Meisterwerken schwuler Autoren, die Generationen von Lesern inspiriert haben. Von Oscar Wildes “Das Bildnis des Dorian Gray” bis hin zu André Acimans “Call Me By Your Name” haben diese Bücher nicht nur die LGBTQ+-Literaturlandschaft geprägt, sondern auch das kulturelle Bewusstsein für Themen wie Liebe, Identität und Akzeptanz erweitert.

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Vielfalt feiern: Die neuen Stimmen der schwulen Literatur

Während klassische Werke einen wichtigen Platz in der Literaturgeschichte einnehmen, ist es ebenso wichtig, die neuen und aufstrebenden Stimmen der schwulen Literatur zu feiern. Von zeitgenössischen Romanen bis hin zu Lyrik und Sachbüchern gibt es eine Fülle von talentierten Autoren, die die Tradition der schwulen Literatur auf neue und innovative Weise weiterführen.

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Die Zukunft: schwule Schriftsteller – Hoffnungsvolle Perspektiven

In einer Welt, die sich ständig weiterentwickelt, ist die Zukunft der schwulen Literatur hell und voller Möglichkeiten. Mit einer wachsenden Anerkennung und Akzeptanz von LGBTQ+-Geschichten in der Gesellschaft werden schwule Schriftsteller weiterhin die Grenzen der Literatur erkunden und neue Wege finden, um ihre Stimmen zu erheben und ihre Geschichten zu erzählen.

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Ein Loblied auf schwule Schriftsteller und ihre Kunst

Die Welt der Literatur wäre ohne die Beiträge schwuler Schriftsteller zweifellos ärmer. Ihre Werke haben nicht nur die kulturelle Landschaft geprägt, sondern auch die Herzen und Köpfe von Millionen von Lesern auf der ganzen Welt berührt. Mögen ihre Geschichten weiterhin leuchten und inspirieren, während wir die Vielfalt und Schönheit der menschlichen Erfahrung feiern.

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Queere Romane

Die Vielfalt der Liebe in Literaturform

In einer Welt, die immer offener und inklusiver wird, ist es keine Überraschung, dass queere Romane einen immer größeren Platz in den Regalen der Buchläden und den Herzen der Leserinnen und Leser einnehmen. Diese Literaturgattung bietet nicht nur eine Plattform für LGBTQ+-Geschichten, sondern eröffnet auch einen Raum für Reflexion, Empathie und Verständnis. In diesem Blogartikel werden wir die faszinierende Welt der queeren Romane erkunden, ihre Bedeutung in der Literaturlandschaft beleuchten und einige herausragende Beispiele hervorheben.

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Die Bedeutung von queeren Romanen

Queere Romane spielen eine entscheidende Rolle bei der Repräsentation von LGBTQ+-Erfahrungen und -Geschichten. Sie bieten Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, sich in vielfältige Charaktere einzufühlen und deren Lebensrealitäten zu verstehen. Darüber hinaus tragen queere Romane dazu bei, Stereotypen zu durchbrechen und Vorurteile abzubauen, indem sie LGBTQ+-Charaktere als komplexe, multidimensionale Personen darstellen.

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Vielfalt und Inklusivität

Eine der herausragenden Eigenschaften queerer Romane ist ihre Vielfalt. Diese Bücher umfassen eine breite Palette von Themen, Genres und Stilen, die die gesamte LGBTQ+-Community repräsentieren. Egal, ob es sich um Liebesgeschichten, Coming-of-Age-Romane, Science-Fiction-Abenteuer oder historische Dramen handelt, queere Romane bieten für jeden Geschmack und jede Vorliebe etwas.

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Positive Repräsentation

Queere Romane bieten nicht nur eine Plattform für die Darstellung von LGBTQ+-Leben, sondern auch für positive Repräsentation. Indem sie LGBTQ+-Charaktere als Hauptfiguren präsentieren, zeigen diese Romane, dass queere Identitäten normal, akzeptiert und wertvoll sind. Diese positive Repräsentation kann einen erheblichen Einfluss auf LGBTQ+-Leserinnen und -Leser haben, indem sie ihnen das Gefühl vermittelt, gesehen, gehört und verstanden zu werden.

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Empowerment und Identifikation

Für viele LGBTQ+-Menschen sind queere Romane nicht nur unterhaltsame Geschichten, sondern auch Quellen der Empowerment und Identifikation. Das Lesen über Charaktere, die ähnliche Herausforderungen und Erfahrungen durchleben, kann dazu beitragen, ein Gefühl der Gemeinschaft und Zugehörigkeit zu schaffen. Queere Romane können LGBTQ+-Leserinnen und -Lesern Mut machen, sich selbst zu akzeptieren und stolz auf ihre Identität zu sein.

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Herausragende Beispiele queerer Romane

  • “Simon vs. the Homo Sapiens Agenda” von Becky Albertalli: Diese herzerwärmende Geschichte folgt Simon Spier, einem schwulen High-School-Schüler, der seine Identität entdeckt und sich in einen anonymen Klassenkameraden verliebt.
  • “Red, White & Royal Blue” von Casey McQuiston: Diese romantische Komödie dreht sich um die Beziehung zwischen dem amerikanischen Präsidentensohn und einem britischen Prinzen und zeigt eine bezaubernde Liebesgeschichte zwischen zwei Männer.
  • “Giovanni’s Room” von James Baldwin: Ein Klassiker der queeren Literatur, der die Geschichte eines amerikanischen Mannes in Paris erzählt, der sich in einen anderen Mann verliebt und mit seiner eigenen Sexualität kämpft.
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Fazit

Queere Romane sind nicht nur Bücher, sondern auch kraftvolle Instrumente des Wandels und der Empathie. Sie bieten eine Plattform für LGBTQ+-Geschichten, fördern Vielfalt und Inklusivität und ermöglichen positive Repräsentation. Durch das Lesen queerer Romane können Leserinnen und Leser eine tiefere Verbindung zu sich selbst und anderen aufbauen und dazu beitragen, eine Welt zu schaffen, die von Liebe, Akzeptanz und Verständnis geprägt ist.

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Eine Reise durch Vielfalt und Tiefe

Schwule Bücher auf Deutsch

In einer Welt, die sich ständig weiterentwickelt und Vielfalt feiert, ist es wichtig, dass auch die Literatur diese Vielfalt widerspiegelt. Schwule Bücher auf Deutsch bieten Lesern nicht nur die Möglichkeit, in die Geschichten und Erfahrungen von LGBTQ+-Menschen einzutauchen, sondern auch, sich mit verschiedenen Aspekten der menschlichen Erfahrung auseinanderzusetzen. Von Romanzen über Dramen bis hin zu Coming-of-Age-Geschichten bieten schwule Bücher eine breite Palette von Themen, die jeden ansprechen können. Lassen Sie uns gemeinsam in die Welt schwuler Literatur eintauchen und einige bemerkenswerte Werke erkunden.

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Die Vielfalt schwuler Literatur:

Schwule Literatur auf Deutsch ist so vielfältig wie die Menschen, deren Geschichten erzählt werden. Von zeitgenössischen Romanzen bis hin zu historischen Dramen gibt es für jeden Leser etwas zu entdecken. Die folgenden Unterkategorien geben einen Einblick in die Vielfalt schwuler Bücher:

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Romantische Abenteuer

In dieser Kategorie finden sich romantische Geschichten, die das Herz erwärmen und den Leser auf eine emotionale Reise mitnehmen. Wer nach Herzschmerz und Hoffnung sucht, wird hier fündig.

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Coming-of-Age-Geschichten:

Coming-of-Age-Geschichten spielen eine wichtige Rolle in der Literatur, da sie die Entwicklung und Selbstfindung junger Menschen einfangen. Schwule Coming-of-Age-Geschichten bieten Lesern die Möglichkeit, sich mit den Herausforderungen und Freuden des Erwachsenwerdens auseinanderzusetzen.


Historische Dramen:

Diese Bücher entführen den Leser in vergangene Epochen und erzählen Geschichten von Mut, Leidenschaft und Widerstand. Schwule historische Dramen werfen oft ein Licht auf wenig bekannte Aspekte der LGBTQ+-Geschichte und erinnern uns daran, wie weit wir gekommen sind.

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Gesellschaftskritische Werke:

Bücher, die gesellschaftliche Themen wie Diskriminierung, Vorurteile und Gleichberechtigung behandeln, bieten Lesern die Möglichkeit, über wichtige gesellschaftliche Fragen nachzudenken und sich für Veränderungen einzusetzen.

Die Bedeutung von schwulen Büchern:

Schwule Bücher auf Deutsch spielen eine wichtige Rolle in der Literatur- und LGBTQ+-Community. Sie bieten nicht nur LGBTQ+-Lesern die Möglichkeit, sich in den Geschichten wiederzufinden und sich verstanden zu fühlen, sondern tragen auch dazu bei, Vorurteile abzubauen und Verständnis und Empathie zu fördern. Durch das Lesen schwuler Bücher können Leser lernen, die Vielfalt menschlicher Erfahrungen zu schätzen und sich für eine inklusivere Gesellschaft einzusetzen.

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Empfehlungen für schwule Bücher auf Deutsch:

  1. “Gut gegen Nordwind” von Daniel Glattauer
  2. “Der Gott der Queeren” von Garry Disher
  3. “Was bisher geschah” von Sascha Reh
  4. “Simon vs. der Homo Sapiens Agenda” von Becky Albertalli
  5. “Anders” von Andreas Steinhöfel

Fazit:

Schwule Bücher auf Deutsch bieten Lesern die Möglichkeit, in die Welt der LGBTQ+-Menschen einzutauchen und sich mit einer Vielzahl von Themen auseinanderzusetzen. Von romantischen Abenteuern bis hin zu gesellschaftskritischen Werken bieten schwule Bücher eine Fülle von Geschichten, die dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Verständnis zu fördern. Indem wir diese Bücher lesen und unterstützen, tragen wir dazu bei, eine Welt zu schaffen, in der Vielfalt und Inklusion gefeiert werden.

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Gay romance

Was macht eine gute Gay Romance aus?

Wie in jeder guten Literatur muss eine Gay Romance natürlich interessante Figuren und eine spannende Handlung haben. In den letzten Jahren sind viele Bücher mit homosexuellen Themen im Selfpublishing auf den Markt gekommen, in denen sich die Autorinnen und Autoren austoben und ihre eigenene Fantasien aufgeschrieben haben. Leider zeichnen sich viele dieser Texte auch dadurch aus, dass die Figuren oft flach sind und auch die Handlung wenig Tiefe aufweist. Ich habe mich durch viele dieser Texte gearbeitet und bin dabei auf Interessantes gestoßen, aber durchaus auch auf das eine oder andere schöne schwule Buch.

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Muss eine Gay Romance von einem schwulen Autoren geschrieben sein?

Mit Erstaunen habe ich bei meiner Beschäftigung mit Gay Romances festgestellt, dass nicht wenige dieser schwulen Bücher von heterosexuellen Frauen geschrieben werden. Im Grunde spricht zunächst nichts dagegen, doch ich bleibe beim Lesen oft an den schwulen Sexszenen hängen. Mein Eindruck ist, dass einige der Autorinnen sich nicht richtig in die Gefühle und vor allem in die Körperlichkeit schwuler Männer hereindenken können. Letztendlich ist das für mich nachvollziehbar, denn ich könnte auch nicht viel über die Gefühle von Frauen gerade im Zusammenhang mit Sex schreiben.

Wie unterscheiden sich schwule Romane von anderen Büchern?

Im Prinzip ist der entscheidente Aspekt, dass der Protagonist schwul ist und in einem schwulen Kontext lebt. Oder sich zumindest wünscht, so zu leben. Oder im Gegenteil: Er weigert sich, seine Homosexualität anzuerkennen. Darüber hinaus gibt es schwule Literatur natürlich auf allen Ebenen und in allen Genres: Von der ganz seichten schwulen Schmonzette bis zum hochliterarischen homosexuellen Roman. Und dann gibt es auch noch die Bücher, in denen Schwule nur eine Nebenrolle besetzen, doch bei diesen Texten würde ich nicht von schwuler Literatur sprechen, sondern den Texten lediglich einen homosexuellen Anteil zusprechen.

Ist eine Gay Romance auf deutsch anders als in anderen Sprachen?

Seit vielen Jahren sind vor allem auf dem englischen und amerikanischen Markt Titel im Genre der Gay Romance erschienen. Aber wie schon gesagt, der deutsche Markt hat nachgezogen. Vor allem bei den etablierten Verlagen dominieren die Übersetzungen aus dem Englischen, doch das ist ein Prozess, der alle Bereiche des deutschen Buchmarktes betrifft. Interessant wird es schließlich, wenn regionale schwule Besonderheiten in den Vordergrund treten und die schwule Szene in Deutschland eine größere Rolle einnimmt. In diesem Fall bekommt auch eine Gay Romance einen dokumentarischen Charakter über die homosexuelle Szene in Deutschland.

Wird in jeder Gay Romance der Sex explizit beschrieben?

Schwuler Sex spielt in den meisten Titeln des Genres der Gay Romance eine tragende Rolle. Schließlich ist eine Gay Romance in erster Linie ein schwuler Liebesroman und da darf der Sex natürlich nicht fehlen. Aber unter den vielen homosexuellen Büchern, die in der letzten Zeit entstanden ist, finden sich auch immer wieder Texte, die sich nicht so intensiv mit dem Sex sondern mehr mit der Entwicklung der Figuren beschäftigen.


Stephano im Kölner Stadt Anzeiger:

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Gay Bücher

Gay bücher aus erster Hand

Stephano kennt sich aus in der schwulen Szene der deutschen Metropolen. Ganz egal ob in Köln oder Berlin, in Hamburg oder München. Das ist wichtig, wenn er Gay Bücher schreiben will. Er beobachtet die schwule Szene mit ganz eigenen Augen und nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, in seinen schwulen Romanen auch mal die Abgründe darzustellen.

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Gay Bücher sind besonders

Auf den ersten Blick unterscheidet sich ein schwuler Roman nicht sehr von einem nicht-schwulen Roman. Es geht immer um eine gute Geschichte und interessante Figuren. Doch es gibt natürlich auch große Unterschiede. Schwule leben oft anders als Heteros. Da ist zum Einen die oft fehlende Einbindung in einen familiären Kontext (schwule Väter gehören immer noch zur Ausnahme) und dann ist da die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität, die zu jedem Outing gehört. All dies ist selbstverständlich auch immer wieder Thema in einem schwulen Buch.

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Gay Bücher für alle

Auch wenn sich die schwulen Romane von Stephano mit schwulen Charakteren beschäftigen, besteht doch ein großer Teil der Leserschaft aus Frauen. Das liegt vermutlich zum Einen daran, dass Frauen grundsätzlich mehr lesen, als Männer. Zum Anderen sind Frauen manchmal flexibler. Vielen scheint es geradezu egal zu sein, ob die Protagonisten schwul oder hetero sind. Also können sie auch schwule Bücher lesen.

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Lesen Jugendliche Gay Bücher ?

Unter seinem Klarnamen hat Stephano auch einen schwulen Roman für Jugendliche geschrieben. Auch wenn Jugendliche oft nicht viel lesen und die Verlage darauf reagieren, indem sie weniger produzieren, muss es für diese Klientel natürlich auch schwule Bücher geben.

Stephano geht davon aus, dass es auch für die Jugendlichen anspruchsvolle queere Bücher geben muss. Denn nur dann kann eine gesunde Generation an selbstbewussten queeren Menschen heranwachsen.

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Heartstopper

Eine Tiefgründige Betrachtung von Osemans Meisterwerk

Zarte Anfänge und eine Verbindung, die das Herz berührt

“Heartstopper”, die gefeierte Graphic-Novel-Reihe von Alice Oseman, eroberte seit ihrer Einführung im Jahr 2016 die Herzen von Lesern weltweit. Die Geschichte dreht sich um die fesselnde Beziehung zwischen Nick und Charlie, zwei Hauptfiguren, die mit Anmut und Einfühlungsvermögen gezeichnet sind. In einer britischen Schulumgebung angesiedelt, entfaltet sich eine außergewöhnliche Verbindung zwischen einem beliebten Rugbyspieler und einem einfühlsamen Künstler.

Emotionen und Charaktere: Ein meisterhaftes Zusammenspiel

Osemans Fähigkeit, Emotionen und Charaktere auf beeindruckende Weise darzustellen, verleiht “Heartstopper” seine besondere Anziehungskraft. Durch die zarten und dennoch detailreichen Illustrationen werden die inneren Konflikte, Unsicherheiten und Ängste der Protagonisten mit bemerkenswerter Echtheit vermittelt. Leser können sich leicht mit den Figuren identifizieren und sich in ihre Reise der Selbstentdeckung hineinversetzen.

Ein Hauch von Authentizität: Realismus und Tiefe

“Heartstopper” erstrahlt durch seine authentische Darstellung von Beziehungen. Oseman vermeidet bewusst Klischees und übertriebene Dramatik zugunsten alltäglicher Momente, die die Verbindung zwischen Nick und Charlie formen. Diese Balance zwischen Herzlichkeit und Realismus macht die Geschichte greifbar und schafft eine tiefgehende Verbindung zwischen Leser und Charakteren.

Wichtige Botschaften: LGBTQ+-Identität und Selbstakzeptanz

Die Graphic-Novel-Reihe setzt auch ein starkes Zeichen für LGBTQ+-Identität. Charlie’s Reise der Selbstakzeptanz und sein Coming-out sind einfühlsam dargestellte Handlungsstränge. Oseman behandelt diese Themen mit außerordentlicher Sensibilität und trägt so zu einer umfassenderen Akzeptanz und Verständnis bei.

Ein Ensemble von Charakteren: Vielschichtigkeit und Dynamik

Neben den Hauptfiguren tragen auch die Nebencharaktere zur Komplexität der Handlung bei. Freunde, Familienmitglieder und Lehrer verleihen der Geschichte eine facettenreiche Dynamik und erweitern das Verständnis für Nick und Charlie sowie ihre Welt.

Das Fazit: Ein Herzschlag der Gefühle

Insgesamt ist “Heartstopper” eine bemerkenswerte Graphic-Novel-Reihe, die aufgrund ihrer sensiblen Darstellung von Liebe, Identität und Freundschaft hervorsticht. Osemans Fähigkeit, komplexe Emotionen und soziale Themen auf eine ansprechende und berührende Weise zu verweben, macht die Serie zu einem Juwel für Leser jeden Alters. Die Beziehung zwischen Nick und Charlie ist herzerwärmend, und ihre Reise der Selbstentdeckung verleiht “Heartstopper” eine Tiefe, die lange im Gedächtnis bleibt.


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Schwule Literatur

Eine vielfältige Welt voller Geschichten

Schwule Literatur ist ein faszinierendes und wichtiges Genre, das die LGBTQ+-Gemeinschaft repräsentiert und uns mit Geschichten voller Vielfalt, Liebe und menschlicher Erfahrungen bereichert. In diesem Blogartikel tauchen wir in die Welt der schwulen Literatur ein und erkunden ihre Geschichte, Genres, bedeutende Autoren und ihre Bedeutung in der heutigen Gesellschaft.

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Kurzer Einschub:

Eigentlich ist dieser Text nicht so wahnsinnig spannend, denn er hat in erster Linie den Sinn, diese Website im Netz präsenter zu machen. Den richtigen Blog von Stephano findest du unter dem Button.


Schwule Literatur: Entdecke faszinierende Geschichten voller Vielfalt

Die Welt der schwulen Literatur ist reich an faszinierenden Geschichten, die die Leserinnen und Leser in eine Welt voller Emotionen, Beziehungen und persönlicher Entwicklungen entführen. Tauche ein und entdecke die einzigartige Perspektive schwuler Protagonisten.

Geschichte und Entwicklung: Von versteckten Botschaften zur offenen Sichtbarkeit

Die schwule Literatur hat eine bewegte Geschichte, die von versteckten Botschaften und Unterdrückung bis hin zur zunehmenden Offenheit und Sichtbarkeit in der Gesellschaft reicht. Wir werfen einen Blick auf die Meilensteine und die Entwicklung dieses wichtigen Genres.

Genres und Themen: Eine breite Palette in der schwulen Literatur

Die schwule Literatur umfasst eine Vielzahl von Genres, darunter Romane, Kurzgeschichten, Lyrik und mehr. Entdecke die unterschiedlichen Themen, die in diesen Werken behandelt werden, wie zum Beispiel Coming-out, Beziehungen, Identität und gesellschaftliche Herausforderungen.

Bedeutende Autoren und ihre einflussreichen Werke

Wir stellen einige bedeutende Autoren der schwulen Literatur vor, die mit ihren Werken einen nachhaltigen Einfluss hinterlassen haben. Von Oscar Wilde über Armistead Maupin bis hin zu zeitgenössischen Autoren wie André Aciman erkunden wir ihre einflussreichen Werke und ihre Beiträge zur schwulen Literatur.

Die Relevanz von schwuler Literatur in der heutigen Gesellschaft

Schwule Literatur spielt eine wichtige Rolle in der heutigen Gesellschaft, indem sie die LGBTQ+-Gemeinschaft sichtbar macht, Vorurteile abbaut und Empathie fördert. Wir betrachten ihre Bedeutung als Mittel der Repräsentation und des Verständnisses für LGBTQ+-Individuen und die Gesellschaft im Allgemeinen.

Tipps zur Suche nach schwuler Literatur: Empfehlungen und Ressourcen

Wenn du dich für schwule Literatur interessierst, bieten wir praktische Tipps zur Suche nach Büchern und Ressourcen. Entdecke LGBTQ+-freundliche Buchhandlungen, Online-Plattformen und Empfehlungen, die dir bei der Auswahl von Büchern helfen.

Die Bedeutung von Schwulenliteratur für LGBTQ+-Individuen

Schwule Literatur spielt eine wichtige Rolle in der Identitätsfindung und dem Empowerment von LGBTQ+-Individuen. Wir beleuchten die Bedeutung dieser Literatur als Spiegel ihrer eigenen Erfahrungen und als Quelle von Gemeinschaft und Unterstützung.

Schwule Literatur: Brücken des Verständnisses und der Empathie

Eine der faszinierenden Eigenschaften der schwulen Literatur ist ihre Fähigkeit, Brücken des Verständnisses und der Empathie zu schlagen. Wir betrachten, wie das Lesen von schwuler Literatur dazu beitragen kann, Vorurteile abzubauen, Toleranz zu fördern und die Vielfalt menschlicher Erfahrungen zu würdigen.

Kontroversen und Herausforderungen in der Veröffentlichung von schwuler Literatur

Trotz des Fortschritts in Bezug auf Sichtbarkeit und Akzeptanz gibt es nach wie vor Kontroversen und Herausforderungen bei der Veröffentlichung von schwuler Literatur. Wir werfen einen Blick auf einige dieser Herausforderungen und diskutieren den Einfluss, den sie auf die Produktion und Verbreitung von schwuler Literatur haben können.

Die Zukunft der schwulen Literatur: Vielfalt und Inklusion im Fokus

Die Zukunft der schwulen Literatur liegt in der Förderung von Vielfalt, Inklusion und der Anerkennung verschiedener Identitäten innerhalb der LGBTQ+-Gemeinschaft. Wir betrachten Trends und Entwicklungen, die darauf hindeuten, dass die schwule Literatur weiterhin einen wichtigen Platz in der Literaturlandschaft einnehmen wird.

Fazit

Schwule Literatur bietet uns eine faszinierende und bereichernde Welt voller Geschichten, die die Vielfalt der LGBTQ+-Erfahrungen widerspiegeln. Von ihrer Geschichte bis zur aktuellen Bedeutung in der Gesellschaft ist schwule Literatur eine kraftvolle Stimme der LGBTQ+-Gemeinschaft und ein Mittel der Empathie und des Verständnisses. Tauche ein in diese Welt und lasse dich von den faszinierenden Geschichten schwuler Literatur inspirieren und berühren.

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Schwule Romane und literarische Identität

Eine Reise durch Liebe, Leidenschaft und Selbstfindung

Schwule Romane sind ein faszinierendes Genre, das die Vielfalt menschlicher Beziehungen und Erfahrungen einfängt. Von herzzerreißenden Liebesgeschichten bis hin zu inspirierenden Selbstfindungsreisen bieten schwule Romane Lesern die Möglichkeit, sich in verschiedene Lebenswelten hineinzuversetzen und sich mit den Charakteren zu identifizieren. In diesem Artikel werden wir einige der bedeutendsten Autoren und ihre Werke erkunden, die die LGBTQ+-Literaturszene geprägt haben. Wir werden in die Vielfalt schwuler Romane eintauchen und die emotionalen Höhen und Tiefen dieser fesselnden Geschichten erkunden.

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Die Vielfalt schwuler Romane

Schwule Romane sind so vielfältig wie die Menschen, die sie schreiben und lesen. Sie können von romantischen Komödien über dramatische Liebesgeschichten bis hin zu epochalen Werken reichen, die politische und gesellschaftliche Themen behandeln. Egal welches Genre, schwule Romane bieten oft eine tiefgreifende und emotionale Erfahrung, die Leser lange nach dem Lesen nachhallt. Lasst uns einige der faszinierenden Facetten dieses Genres genauer betrachten:

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Liebesgeschichten, die Herzen berühren

Ein herausragendes Beispiel für eine bewegende Liebesgeschichte ist “Call Me by Your Name” von André Aciman. Diese Geschichte über die romantische Beziehung zwischen dem 17-jährigen Elio und dem älteren Amerikaner Oliver im Italien der 1980er Jahre hat Leser weltweit berührt. Acimans einfühlsame Darstellung von Elio’s inneren Konflikten und Sehnsüchten macht dieses Buch zu einem modernen Klassiker der schwulen Literatur. Die zarte Entwicklung ihrer Liebe und die schmerzhafte Realisierung, dass sie nur eine begrenzte Zeit zusammen haben, machen “Call Me by Your Name” zu einer herzzerreißenden, aber auch unvergesslichen Lektüre.

Schwule Romane: Selbstfindung und Identität

Ein weiteres wichtiges Thema in schwulen Romanen ist die Selbstfindung und Identitätssuche. In “Giovanni’s Room” von James Baldwin begleiten wir den Protagonisten David auf seiner Reise der Selbstentdeckung im Paris der 1950er Jahre. Baldwin schreibt einfühlsam über die inneren Kämpfe und gesellschaftlichen Zwänge, mit denen schwule Männer konfrontiert sind, und zeigt gleichzeitig die universelle Sehnsucht nach Akzeptanz und Liebe auf. “Giovanni’s Room” ist ein zutiefst bewegendes Werk, das die Leser dazu ermutigt, authentisch zu sein und den Mut zu finden, ihren eigenen Weg zu gehen, egal wie schwierig er sein mag.

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Politische und gesellschaftliche Themen

Schwule Romane dienen auch oft als Plattform, um politische und gesellschaftliche Themen anzusprechen und zu reflektieren. Ein bemerkenswertes Werk in diesem Bereich ist “The Hours” von Michael Cunningham. Dieser Roman verwebt die Leben von drei Frauen aus verschiedenen Zeiten und Orten, die alle auf unterschiedliche Weise mit dem Werk “Mrs. Dalloway” von Virginia Woolf verbunden sind. Durch die Darstellung von Themen wie Depression, Isolation und die Suche nach Identität wirft Cunningham ein Licht auf die universelle Erfahrung des menschlichen Leidens und der Hoffnung. “The Hours” erinnert uns daran, dass Liebe und Mitgefühl trotz aller Schwierigkeiten existieren und uns miteinander verbinden können.

Schwule Romane sind mehr als nur Bücher über schwule Charaktere

Sie sind Spiegelbilder der menschlichen Erfahrung in all ihrer Vielfalt und Komplexität. Durch die einfühlsame Darstellung von Liebe, Leidenschaft und Selbstfindung bieten sie Lesern die Möglichkeit, sich mit den Charakteren zu identifizieren und eine tiefere Verbindung zur LGBTQ+-Gemeinschaft aufzubauen. Egal ob du nach Herzenswärme, Spannung oder gesellschaftlicher Relevanz suchst, in der Welt der schwulen Romane gibt es für jeden etwas zu entdecken und zu genießen. Tauche ein in diese faszinierende Welt und lass dich von den Geschichten und Charakteren verzaubern, die uns alle auf eine emotionale Reise mitnehmen.


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CSD: Die Ursprünge

Von Stonewall Inn zu politischen Konsequenzen

Der Christopher Street Day (CSD) hat sich im Laufe der Jahre zu einer weltweit bekannten Veranstaltung entwickelt, bei der die LGBTQ+-Community ihre Identität feiert und für Gleichberechtigung und Akzeptanz kämpft. Doch woher stammt der CSD eigentlich? In diesem Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf die Ursprünge des CSD und die entscheidende Rolle, die das Stonewall Inn dabei spielte. Außerdem betrachten wir die politischen Konsequenzen, die aus den Ereignissen von damals resultierten.

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Die Geburtsstunde des CSD: Stonewall Inn

Das Stonewall Inn war eine Bar im New Yorker Stadtteil Greenwich Village, die Ende der 1960er Jahre zum Zentrum der LGBTQ+-Community wurde. Die Bar wurde von marginalisierten Gruppen wie Transgender-Personen und Drag Queens besucht. Am 28. Juni 1969 kam es zu einer Polizeirazzia, die den Anstoß für die berühmten Stonewall-Unruhen gab. Die Besucher*innen des Stonewall Inn wehrten sich gegen die Schikanen der Polizei und setzten ein Zeichen für ihre Rechte.

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Der Weg zur politischen Bewegung

Die Stonewall-Unruhen markierten den Wendepunkt für die LGBTQ+-Bewegung. Sie brachten die Gemeinschaft zusammen und inspirierten sie, für ihre Rechte einzustehen. In den folgenden Jahren bildeten sich zahlreiche Aktivistengruppen, die für die Abschaffung diskriminierender Gesetze und für die Gleichstellung von LGBTQ+ kämpften. Die politische Bewegung gewann an Fahrt und führte zur Entstehung des Christopher Street Day.

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Die Entstehung des Christopher Street Day

Der Christopher Street Day leitet seinen Namen von der Straße ab, in der das Stonewall Inn liegt. Der erste CSD fand am 30. Juni 1970 in New York statt und war eine Gedenkveranstaltung für die Stonewall-Unruhen. In den darauffolgenden Jahren verbreitete sich der CSD in vielen Städten weltweit und entwickelte sich zu einem Symbol für die LGBTQ+-Bewegung.

Politische Konsequenzen und Errungenschaften

Der CSD hatte erhebliche politische Konsequenzen und trug zu bedeutenden Errungenschaften der LGBTQ+-Rechte bei. In den 1970er und 1980er Jahren wurden in verschiedenen Ländern Gesetze erlassen, um Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung zu verbieten. Die LGBTQ+-Bewegung gewann an Sichtbarkeit und setzte sich für die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, Antidiskriminierungsgesetze und die Bekämpfung von HIV/AIDS ein.

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Die weltweite Bedeutung des CSD

Heutzutage wird der CSD nicht nur in den USA gefeiert, sondern auch in vielen anderen Ländern weltweit. Der CSD dient als Plattform für politische Forderungen, aber auch als Feier der LGBTQ+-Identität und des Stolzes. Durch Paraden, Demonstrationen und kulturelle Veranstaltungen bringt der CSD Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Hintergründe zusammen. Der CSD hat dazu beigetragen, dass LGBTQ+-Rechte in vielen Ländern anerkannt und geschützt werden.

Die Bedeutung von Sichtbarkeit und Akzeptanz

Eine der wichtigsten Auswirkungen des CSD ist die Sichtbarkeit und Akzeptanz von LGBTQ+-Menschen in der Gesellschaft. Durch öffentliche Veranstaltungen und Demonstrationen haben sich viele Menschen geoutet und ihr wahres Selbst gezeigt. Dies hat dazu beigetragen, dass Vorurteile und Diskriminierung reduziert werden konnten. Der CSD schafft eine Plattform für LGBTQ+-Menschen, um stolz auf ihre Identität zu sein und gleichzeitig für ihre Rechte zu kämpfen.

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Herausforderungen und zukünftige Ziele

Obwohl der CSD viele Erfolge erzielt hat, stehen LGBTQ+-Menschen weltweit immer noch vor Herausforderungen. In einigen Ländern werden sie immer noch diskriminiert, verfolgt und mit Gewalt konfrontiert. Daher ist es wichtig, dass der CSD weiterhin als politische Bewegung fungiert und für die Gleichberechtigung und den Schutz von LGBTQ+-Rechten eintritt. Zu den zukünftigen Zielen gehören beispielsweise die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen in allen Ländern, die Bekämpfung von LGBTQ+-Feindlichkeit und die Förderung von Bildung und Aufklärung.

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Eine unvergleichliche Reise durch das Leben und die Liebe

Die Stadtgeschichten von Armistead Maupin

Eine lebendige und mitreißende Welt
Armistead Maupins Romanzyklus “Stadtgeschichten” entführt den Leser in eine faszinierende Welt, in der die Charaktere lebendig werden und ihre Geschichten sich miteinander verflechten. Von der ersten Seite an zieht einen die mitreißende Erzählung in ihren Bann und lässt einen nicht mehr los. Maupin erschafft eine lebendige Kulisse in Form der pulsierenden Metropole San Francisco, die als pulsierendes Herzstück der Geschichten dient. Die Stadt wird zum Symbol für die Vielfalt und den Geist der Figuren, die in ihr leben und lieben.

Authentische Charaktere, die das Herz berühren
Die Charaktere in “Stadtgeschichten” sind das Herzstück der Romanzyklus. Maupin gelingt es meisterhaft, komplexe und facettenreiche Persönlichkeiten zu erschaffen, die auf authentische Weise mit ihren Stärken, Schwächen und inneren Konflikten dargestellt werden. Man leidet und lacht mit ihnen, man fühlt ihre Freuden und Ängste, und man entwickelt eine enge emotionale Bindung zu ihnen. Von der schlagfertigen Mary Ann Singleton über den charmanten Michael Tolliver bis hin zur geheimnisvollen Anna Madrigal sind die Figuren so lebendig und vielschichtig, dass sie einem wie gute Freunde vorkommen.

Eine Ode an die Menschlichkeit und Vielfalt
“Stadtgeschichten” ist mehr als nur eine Sammlung von Büchern – es ist eine Ode an die Menschlichkeit und die Vielfalt des Lebens. Maupin präsentiert uns ein Kaleidoskop an Erfahrungen, die die gesamte Bandbreite der menschlichen Existenz abbilden. Von Fragen der Identität, sexuellen Orientierung und Familie bis hin zu Themen wie Liebe, Verlust und Hoffnung – die Bücher erkunden tiefgründige und relevante Themen, die uns alle berühren. Sie erinnern uns daran, dass jeder seine eigene Geschichte hat und dass wir alle miteinander verbunden sind.

Ein Schreibstil voller Wärme und Humor
Maupins Schreibstil ist ein wahrer Genuss. Mit einer Mischung aus Wärme, Empathie und feinem Humor zieht er uns in seine Geschichten hinein und lässt uns in den Dialogen und Gedanken seiner Charaktere versinken. Seine Sprache ist lebendig, lebhaft und mitreißend, und er versteht es, auch schwierige Themen mit Leichtigkeit anzugehen. Durch seine Kunst des Erzählens gelingt es Maupin, uns zum Lachen und zum Weinen zu bringen, während er gleichzeitig tiefgründige Botschaften über das Leben und die Liebe vermittelt.

Zeitlose Relevanz und bleibende Wirkung
Obwohl “Stadtgeschichten” in den 1970er Jahren beginnt, ist die Botschaft und Relevanz der Bücher zeitlos. Die Themen, die Maupin anspricht, sind universell und berühren auch heute noch Menschen auf einer tiefen Ebene. Es geht um die Suche nach Identität, die Bedeutung von Freundschaft und Familie, die Herausforderungen der Liebe und die Kraft der Gemeinschaft. “Stadtgeschichten” erinnert uns daran, dass wir alle unsere eigenen Geschichten haben und dass das Leben ein komplexes, aber wunderbares Abenteuer ist, das es wert ist, gelebt zu werden.

“Stadtgeschichten” ist ein bemerkenswerter Romanzyklus, der den Leser in eine Welt voller Menschlichkeit, Vielfalt und Liebe entführt. Mit seiner Erzählung, authentischen Charakteren und einem Schreibstil voller Wärme und Humor, lässt uns Maupin tief in die Seelen seiner Figuren blicken und berührt uns mit seinen tiefgründigen Themen. Diese Bücher sind nicht nur unterhaltsam und spannend, sondern auch eine Hommage an das Leben und die Liebe in all ihren Facetten. Sie erinnern uns daran, dass wir alle miteinander verbunden sind und dass es das Leben wert ist, auch in schwierigen Zeiten weiterzukämpfen. “Stadtgeschichten” ist ein Meisterwerk der modernen uLiteratur, das noch lange nach dem Lesen in unseren Herzen und Köpfen bleibt.


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Baldwin: Eine bewegende Darstellung von Liebe und Selbstakzeptanz

‘Giovannis Zimmer’ von James Baldwin

“Giovannis Zimmer” ist ein Roman von James Baldwin, der erstmals 1956 veröffentlicht wurde. Die Geschichte handelt von David, einem amerikanischen Mann, der nach Paris gereist ist, um sein Leben neu zu ordnen. Dort verliebt er sich in den Italiener Giovanni und beginnt eine Beziehung mit ihm.

Die Handlung des Romans dreht sich um die Konflikte und Unsicherheiten, die David aufgrund seiner Sexualität und seiner Identität empfindet. Es geht um Themen wie Einsamkeit, Selbstakzeptanz und die Suche nach der eigenen Identität in einer Gesellschaft, die Homosexualität nicht akzeptiert.

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Eine bewegende Liebesgeschichte

Die Liebesgeschichte zwischen David und Giovanni ist bewegend und einfühlsam dargestellt. Baldwin beschreibt die anfängliche Unsicherheit und Zögerlichkeit von David, als er sich zu Giovanni hingezogen fühlt, aber noch nicht bereit ist, seine Gefühle zu akzeptieren. Die Beziehung zwischen den beiden Männern entwickelt sich langsam, aber stetig, und Baldwin zeigt auf beeindruckende Weise, wie Liebe und Zuneigung die Grenzen von Geschlecht und Sexualität überschreiten können.

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Die Herausforderungen der Selbstakzeptanz

David kämpft jedoch nicht nur mit seiner Beziehung zu Giovanni, sondern auch mit der Akzeptanz seiner eigenen Sexualität. Er fühlt sich unsicher und isoliert in einer Gesellschaft, die Homosexualität ablehnt und verurteilt. Baldwin beschreibt auf einfühlsame Weise die Herausforderungen, mit denen David konfrontiert ist, während er versucht, seine Sexualität zu akzeptieren und in Einklang mit seiner Identität zu bringen.

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Die tragische Wende der Geschichte

Die Handlung des Romans nimmt eine tragische Wende, als Giovanni fälschlicherweise beschuldigt wird, einen Mann getötet zu haben, und David gezwungen ist, ihn zu verlassen. Die Beschreibung von Giovannis Verhaftung und seiner letzten Stunden ist herzzerreißend und berührend zugleich. Baldwin zeigt auf beeindruckende Weise, wie Liebe und Verlust miteinander verbunden sind und wie tragische Ereignisse die Art und Weise beeinflussen können, wie wir uns selbst und unsere Umgebung wahrnehmen.

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Eine zeitlose Geschichte

“Giovannis Zimmer” ist ein zeitloser Roman, der immer noch relevante Themen behandelt. Die Geschichte von David und Giovanni ist eine Darstellung der Herausforderungen, mit denen Homosexuelle auch heute noch konfrontiert sind, insbesondere in Gesellschaften, in denen Homosexualität nicht akzeptiert wird. Baldwin beschreibt auf einfühlsame Weise die Komplexität der menschlichen Sexualität und Identität und fordert uns auf, uns mit diesen Themen auseinanderzusetzen und uns für die Akzeptanz und Gleichberechtigung aller Menschen einzusetzen.

Fazit

Insgesamt ist “Giovannis Zimmer” eine bewegende und eindringliche Darstellung von Liebe, Einsamkeit und Selbstakzeptanz. Baldwin schreibt mit einer beeindruckenden Empathie und Sensibilität, die es dem Leser ermöglicht, sich mit den Herausforderungen und Konflikten von David zu identifizieren. Die Geschichte von David und Giovanni ist tragisch und herzzerreißend, aber sie ist auch inspirierend und lehrreich. Baldwin fordert uns auf, uns für die Akzeptanz und Gleichberechtigung aller Menschen einzusetzen und zu erkennen, dass Liebe und Zuneigung keine Grenzen kennen. “Giovannis Zimmer” ist ein Klassiker der modernen Literatur und sollte von jedem gelesen werden, der sich für die menschliche Sexualität, Identität und die menschlichen Beziehungen interessiert.


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Liebesroman – Der Irrläufer

Ein Liebesroman von Gudmund Vindland

“Der Irrläufer” ein Liebesroman von Gudmund Vindland ist ein wahrhaftiges Meisterwerk der Literatur, das durch seine emotionalen Tiefe, seine poetische Sprache und seine aufrichtige Darstellung der ersten Liebe und der Suche nach Identität beeindruckt. Der Roman erzählt die Geschichte des 13-jährigen Yngve, der sich in seinen Mitschüler Magnus verliebt. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Jungen ist von einer zarten Schönheit, die den Leser tief berührt. Vindland schafft es, die Gefühle und Gedanken von Yngve auf so eindringliche Weise zu schildern, dass man als Leser mit ihm mitfühlen und mitleiden kann.

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Doch “Der Irrläufer” ist mehr als nur eine Liebesgeschichte. Der Roman zeichnet ein eindrucksvolles Bild der norwegischen Gesellschaft der 60er- und 70er-Jahre, die von starken moralischen und religiösen Vorstellungen geprägt ist. Die Ablehnung von Homosexualität durch die Gesellschaft und insbesondere durch Yngves Familie wird in ihrer ganzen Tragweite und Härte dargestellt. Vindland zeigt auf schonungslose Weise die Auswirkungen dieser Ablehnung auf die Psyche von Yngve, der aufgrund seiner Homosexualität von seiner Umwelt isoliert wird und sich dadurch immer mehr in seine eigene Welt zurückzieht.

Doch trotz der schweren Thematik schafft es Vindland, dem Liebesroman eine gewisse Leichtigkeit und Poesie zu verleihen. Seine Sprache ist von einer beeindruckenden Schönheit, die den Leser immer wieder in ihren Bann zieht. Die Beschreibungen der Natur, der Jahreszeiten und der Emotionen sind so präzise und einfühlsam, dass man das Gefühl hat, selbst Teil der Geschichte zu sein.

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Besonders beeindruckend ist auch die Darstellung der Psychiatrie, in die Yngve aufgrund seiner emotionalen Probleme eingewiesen wird. Vindland zeigt auf schonungslose Weise die Grausamkeit und Inhumanität dieser Einrichtungen, die damals in Norwegen noch weit verbreitet waren. Dabei verliert der Liebesroman jedoch nie seine emotionale Tiefe und Menschlichkeit, die durch Yngves innere Kämpfe und Ängste geprägt wird.

Insgesamt ist “Der Irrläufer” ein außergewöhnliches Werk, das durch seine aufrichtige Darstellung der ersten Liebe und der Suche nach Identität, seine beeindruckende Sprache und seine eindrucksvolle Gesellschaftskritik tief berührt. Ein Meisterwerk der schwulen Literatur, das auch heute noch relevant und bewegend ist.


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Die Geschichte der gay Literatur

Eine Reise durch die Jahrhunderte

Die gay Literatur hat immer eine wichtige Rolle dabei gespielt, Tabus zu brechen und gesellschaftliche Normen in Frage zu stellen. In diesem Blogbeitrag möchten wir uns der Geschichte der schwulen Literatur widmen und aufzeigen, wie diese Literatur das Verständnis von Sexualität und Identität beeinflusst hat.

I. Antike bis 19. Jahrhundert

Die schwule Literatur hat eine lange Geschichte und reicht bis in die Antike zurück. Eines der bekanntesten Werke ist “Symposium” von Platon, in dem verschiedene Charaktere ihre Ansichten über Liebe und Beziehungen äußern, darunter auch homosexuelle Beziehungen. In der Renaissance gab es zahlreiche homoerotische Schriften, wie beispielsweise die Gedichte von Michelangelo oder die Sonette von William Shakespeare.

Im 19. Jahrhundert wurde die schwule Literatur zunächst von der Zensur unterdrückt. Der britische Autor Oscar Wilde war einer der bekanntesten Vertreter der homosexuellen Literatur dieser Zeit und wurde wegen “Unzucht” zu zwei Jahren Haft verurteilt. Sein Werk “The Picture of Dorian Gray” enthält zahlreiche homoerotische Anspielungen und ist ein Meisterwerk der schwulen Literatur.

II. 20. Jahrhundert

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es nur wenige Werke der schwulen Literatur, da diese nach wie vor tabuisiert war. Erst in den 1950er Jahren gab es eine Wiederbelebung der schwulen Literatur mit Werken wie “Giovanni’s Room” von James Baldwin oder “The City and the Pillar” von Gore Vidal.

In den 1970er Jahren erlebte die schwule Literatur einen Aufschwung durch die Schwulenbewegung. Werke wie “Rubyfruit Jungle” von Rita Mae Brown oder “Dancer from the Dance” von Andrew Holleran wurden zu Bestsellern und feierten die schwule Kultur.

III. 21. Jahrhundert

Im 21. Jahrhundert hat die schwule Literatur weiter an Bedeutung gewonnen. Werke wie “The Hours” von Michael Cunningham, “A Single Man” von Christopher Isherwood oder “Call Me by Your Name” von André Aciman wurden zu Bestsellern und später erfolgreich verfilmt. Auch die LGBTQ+ Literatur für Jugendliche hat in den letzten Jahren zugenommen, mit Werken wie “Simon vs. The Homo Sapiens Agenda” von Becky Albertalli oder “Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe” von Benjamin Alire Sáenz.

IV. Fazit

Die Geschichte der gay Literatur zeigt, wie wichtig Literatur dabei ist, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen und Tabus zu brechen. Die schwule Literatur hat in den letzten Jahrhunderten viele Fortschritte gemacht, von den homoerotischen Schriften der Renaissance bis hin zu den erfolgreichen Bestsellern des 21. Jahrhunderts. Die schwule Literatur hat dazu beigetragen, die Akzeptanz und Toleranz von LGBTQ+ Personen zu fördern und dazu beigetragen, eine inklusivere Gesellschaft zu schaffen.

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Schwule Literatur von James Baldwin

Ein zeitloses Meisterwerk für schwule Literatur

“Giovannis Zimmer” von James Baldwin ist zweifellos eines der bedeutendsten Werke im Gengre schwule Literatur. Die Geschichte handelt von Liebe, Identität und Sexualität, und sie berührt auf eine tiefgründige und ergreifende Weise.

Baldwins Buch handelt von der Beziehung zwischen Giovanni und David, zwei Männern, die sich in Paris treffen und sich ineinander verlieben. Die Geschichte ist voller Emotionen, Komplexität und Konflikte, und sie beleuchtet die Schwierigkeiten, die mit der Entdeckung und Akzeptanz der eigenen Sexualität verbunden sind.

Ein weiterer Aspekt, der “Giovannis Zimmer” zu einem Meisterwerk der schwulen Literatur macht, ist Baldwins unglaublicher Schreibstil. Seine Worte sind präzise und poetisch, und er schafft es, eine Atmosphäre zu schaffen, die den Leser in die Geschichte eintauchen lässt. Baldwin verwendet Metaphern und Symbole, die die Emotionen der Charaktere perfekt einfangen und dem Leser ein tiefes Verständnis der Geschichte vermitteln.

Was “Giovannis Zimmer” besonders macht, ist seine Relevanz in der heutigen Gesellschaft. Obwohl das Buch in den 1950er Jahren geschrieben wurde, berührt es immer noch wichtige Themen wie Vorurteile und Diskriminierung gegenüber Homosexualität. Es ist ein Werk, das uns daran erinnert, dass die Akzeptanz und Liebe aller Menschen unabhängig von ihrer Sexualität von entscheidender Bedeutung sind.

Insgesamt ist “Giovannis Zimmer” ein unvergessliches Meisterwerk der schwulen Literatur. Es ist ein Buch, das uns tief berührt und uns zum Nachdenken anregt. James Baldwin hat mit diesem Werk zweifellos einen Platz in der Literaturgeschichte verdient, und es ist ein unverzichtbares Werk für alle, die sich für schwule Literatur interessieren.


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„Die Pantomime hat mich aufrecht gehalten“

Milan Sladek ist einer der großen Pantomime. 1938 in der Slowakei geboren, übernahm er nach einer Ausbildung zum Holzschnitzer und dem Studium an der Akademie für Musische Künste in Bratislava die Leitung des Theaterstudios in in der gleichen Stadt und errang große Erfolge mit seiner Kunst. Nach dem Prager Frühling emigrierte er zunächst nach Schweden und ließ sich 1970 in Köln nieder. 1974 gründete er hier das Theater “Kefka”. Von 1987 bis 1992 war er Professor an der Folkwang-Hochschule in Essen, 1994 bis 2002 Direktor des Theaters Arena, des Internationalen Instituts für Bewegungstheater in Bratislava.
Zurzeit erarbeitet Milan Sladek mit Studenten der Prager Akademie der Musischen Künste das antike Stück “Antigone”. Im März und im April 2014 wird er Marcel Duprés “Kreuzweg” in der Karthäuserkirche aufführen. Ich traf mich mit ihm, um mit ihm über die Kunst der Pantomime zu sprechen.

Was ist Pantomime?
Pantomime ist eine Kunst, die auf den menschlichen Fähigkeiten basiert, mit dem Körper zu reden.

Was bedeutet diese Form des Ausdrucks für Sie?
Ich bin ein wenig stolz, dass ich diese Kunst machen kann. Pantomime ist ein Konglomerat vieler Kunstgattungen. Sie müssen die Stücke selber schreiben. Sie müssen den Körper fast wie ein Tänzer beherrschen. Auf der Bühne agiert man wie eine bewegliche Statue. Die Bühne ist wie der Rahmen eines Bildes. Und schließlich ist man noch Schauspieler.

Wie unterscheidet sich Pantomime vom klassischen Theater?
Die Wurzeln sind gleich. Man entscheidet sich nur, nicht zu reden. Sie wählen Stoffe aus, die leicht zu begreifen und darzustellen sind. Sie agieren ausschließlich mit Gestik und Mimik. Aber eigentlich ist der größte Unterschied, dass die Pantomime ein Autorentheater ist: Wir haben keine Shakespeares, Molieres, Goethes, die für uns schreiben. Wir müssen das selbst tun.

Gibt es in Ihrer Arbeit eine gesellschaftliche oder politisch Ebene?
Eine ausgesprochen menschliche Tiefe. Wenn man den Psychologen glaubt, die sich mit Körpersprache beschäftigen, dann sind 70% unserer Kommunikation nonverbal und 30% verbal. Wenn wir einen Satz formulieren, arbeiten wir mit unserem Gehirn. Die Körpersprache entsteht oft ohne vorherige Formulierung, aus der Tiefe. Wir lernen zwar, uns zu beherrschen, aber auch Politiker, die gelernt haben, sich zu kontrollieren, brechen aus, wenn sie irritiert sind. Sie gestikulieren, können sich nicht beherrschen. Der Mime versucht, sich selbst und die anderen kennenzulernen, und dies als Material rational einzusetzen. Die Beobachtungen der Natur und der Umgebung in sich zu verarbeiten und weiterzugeben – das gehört zu den ältesten zivilisatorischen Bewegungen. Insoweit ist Pantomime auch etwas religiöses.
Sie offenbaren viel von sich.
In einem Psyochodrama könnte ich das nicht kontrollieren. Aber wenn ich Erfahrungen und Charaktereingenschaften bewusst einsetze, kann ich sie für eine bestimmte Aussage anwenden.

Wie haben Sie Ihre eigene Sprache der Pantomime entwickelt?
Eine Biografie über den großen Mimen Jean-Gaspard Deburau aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war für mich eine Offenbarung. In der Tschechoslowakei gab es damals keine Pantomimen. Nach der Kunstgewerbeschule habe ich die Akademie besucht und Sprechschauspiel gelernt. Mein Weg ist aber anders als der der französischen Pantomime, die sich stark um eine Abstraktion bemühen. Das versuche ich zwar auch, ich frage mich jedoch, ob die Art, wie man diese Kunst weitergibt, dazu führt, dass die Kunst so rar und unverstanden ist. Wenn ein Maestro sagt, nur das sei maßgebend, was er für richtig hält, und seinen eigenen als Stil als Maßstab setzt, dann ist das so, als hätte Picasso gesagt, alle müssten malen wie er. Dann hätten wir Chagall und andere Künstler nicht gehabt. Genau das ist in der Pantomime passiert. Heute schämen sich Manche dafür, dass sie Mimen sind. Sie wollen sich abgrenzen. Sie nennen es also Bewegungstheater, sind Clowns. Sie machen wunderbare Pantomime, aber unter einem anderen Namen.

Wie hat sich Ihre Kunst in den letzten Jahren weiterentwickelt?
Ich strebe nicht nach Veränderung. Ich strebe danach, die Sachen besser zu verstehen. In Interviews aus den 60er Jahren finde ich schon meine Gedanken von heute. Ich kann die Grenze für mich selber nur erweitern, wenn ich meinen Körper und meine Fähigkeiten, sich auszudrücken, begreife. Dann kann ich es wagen, weiter zu gehen.
Durch die feste Überzeugung von der Wichtigkeit und Richtigkeit dieser Kunst habe ich keine Angst, Grenzen zu überschreiten. Auf einer Seite werde ich als Klassiker betrachtet. Doch dann bin ich in der Grenzüberschreitung derjenige, der die Pantomime kaputt macht. Es war für mich immer sehr wichtig, nicht stehen zu bleiben.

Erzählen Sie uns etwas von Marcel Duprés Orgelwerk “Der Kreuzweg”.
Ich habe nie gedacht, dass ich einmal die letzte Phase Jesu Christi auf die Bühne bringe. Ich wurde von dem Düsseldorfer Orgelspieler Wolfgang Abendroth gefragt, ob ich mit ihm den Kreuzweg aufführe. Erst habe ich abgesagt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dieses Thema passend darzustellen. Aber als ich die Musik hörte, habe ich festgestellt, dass sie so erzählerisch und so voll Feinheiten und Ausdruck ist, dass ich mich damit beschäftige. Und mich hat überrascht, dass es eine absolut aktuelle Geschichte ist.

Was ist die Aktualität für Sie darin?
Da war ein Mensch, der von der Richtigkeit seines Weges so überzeugt war, dass er bereit war, sich dafür zu opfern. Bei bestimmten Szenen, in denen Jesus gequält wird, sind die Bilder von amerikanischen Soldaten, die Iraker quälen, vor mir aufgetaucht. Solche Bilder helfen, dem Ausdruck Glaubwürdigkeit zu verleihen. Vielen Szenen sind zugleich eine Auseinandersetzung mit dem, was man heute lebt. Wir sind zwar nicht gekreuzigt, werden aber bestraft, für etwas, woran man glaubt.

Was erzählt uns ein antiker Stoff heute noch?
Es ist wie eine Stafette, die durch die Geschichte geht. Manche Dinge haben nur Relevanz in ihrer Zeit. Andere haben Wichtigkeit bis heute. Bei der Antigone habe ich manchmal den Eindruck, dass sie heute geschrieben sein könnte.

Sie haben einen reichen und aufregenden Lebensweg hinter sich. Sie verließen die Tschechoslowakei nach dem Prager Frühling in Richtung Schweden und leben seit 1970 in Deutschland. Welche Erinnerungen sind für Sie heute im Rückblick relevant?
Man ist wie ein Spielball. Man befindet sich in einer Situation, die man anerkennen muss. Man muss sich anpassen und auseinandersetzen können. Trotzdem ist da etwas, was man verfolgt. Es sind dramatische Veränderungen, die ich erlebt habe, aber so ist das Leben. Man muss weitergehen, sich immer wieder selbst finden.
Ich wollte damals nicht emigrieren. Ich war im Ausland und bin mit einem Teil meiner Gruppe nach Schweden gegangen – in der Überzeugung, dass ich zurückkehre. Die Entscheidung, nach Deutschland zu gehen, fiel, weil sich in der Tschechoslowakei eine sogenannte Normalisierung vollzog, die mir Angst machte.
Köln hat mich schon bei meinem ersten Auftritt 1965 angesprochen. Ich kam 1970 ohne jegliche Kontakte hier hin. Es war die Pantomime, die mich über Wasser gehalten hat. Das Gründung des Theater “Kefka” war daher nicht nur ein künstlerischer Schritt, sondern auch eine Rettung des Selbst. Auf einmal habe ich wieder Boden unter den Füßen gefunden. Diese Kunst ist eine Philosophie, die man in sich trägt.

Was bedeutet das geeinte Europa vor diesem Hintergrund für Sie?
Es konnte nichts Besseres passieren. Während des Prager Frühlings wussten die Russen genau, warum sie eingegriffen haben. Und dann standen auf einmal ganze Ideologien auf wackeligen Beinen. Man kann heute von Österreich nach Bratislava reisen, ohne gestoppt zu werden. Die riesigen Hämmer und Sicheln aus Marmor sind verschwunden. Da fragen ich mich, wo die Werte geblieben sind, die damals eine Rolle spielten. Und es ist doch phantastisch, überall in der gleich Währung zu bezahlen oder dort zu studieren, wo man will. Europa sollte also noch näher zusammenrücken.

Wie erleben Sie Deutschland heute?
Deutschland spielt eine enorm große und positive Rolle. Man ist sich der eigenen Geschichte bewusst und man möchte sich von dem, was passiert ist, separieren. Man holt die positiven Aspekte der Nation hervor. Ich erinnere mich an meinen Professor in der Kunstgewerbeschule, der uns 1953 heimlich Deutsch beibrachte. Er hat positiv über die deutsche Kultur gesprochen, wenngleich er seine eigene Meinung über die Nazizeit hatte. Ich finde es also eine glaubwürdige Position, wenn Deutschland den Schulmeister spielt. Man darf nur nicht zu selbstgefällig sein.

Wie halten Sie sich fit?
Mich hält die innere Aufgabe aufrecht: Das gibt dem Körper Kraft. Und der Spaß an der Arbeit. Ich muss natürlich auch trainieren, aber nicht mehr so intensiv wie in den jüngeren Jahren. Die Aufführungen, in denen ich mich nicht schone, sind nicht nur eine künstlerische Aussage, sondern auch Training für mich.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für ein Gespräch genommen haben.


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Flucht, Angst, Demütigung

Der lange Weg eines Afghanen nach Köln

Ismail möchte, dass die Menschen erfahren, was er in den letzten Jahren erlebt hat und wie es ihm damit ergangen ist. Sein Bericht über den langen Weg von Afghanistan nach Köln ist hörenswert – wenn auch manchmal erschreckend.

Ismail heißt anders, aber um seine Familie – die im Iran lebt – nicht zu gefährden, nennen wir ihn Ismail und publizieren keine Fotos von ihm. So lange seine Situation hier in Deutschland nicht abschließend geklärt ist und seine Familie durch den langen Arm des iranischen Regimes bedroht ist, möchte Ismail anonym bleiben. Zu seiner Unterstützung hat Islamil seinen Freund Heinz mitgebracht, den er kurz nach seiner Einreise nach Deutschland kennenlernte, und der ihn oft begleitet, um zu vermitteln.

Ismail ist Afghane. Schiitischer Afghane. Wann er geboren ist, weiß er nicht genau, denn in Afghanistan war es zur Zeit seiner Geburt nicht selbstverständlich üblich, jedem Neugeborenen eine Identität zu geben. Er schätzt sich selber auf 26 oder 27 Jahre. Die deutschen Behörden haben seinen Geburtstag auf den 1. Januar gelegt – so ergeht es allen Menschen, die wie Ismail keine Papiere vorlegen können und ihr Geburtsdatum nicht kennen.

Ismail bittet darum, sich setzen zu dürfen. Er kann sich sonst nicht konzentrieren. Seine Hände machen die Nervosität sichtbar, mit der er kämpft. Es fällt ihm schwer, Vertrauen zu einem Unbekannten aufzubauen. Heinz ist eine große Unterstützung für ihn.

Afghanistan – ein Land im Dauerkrieg

Mitte der 1980er Jahre befand sich Afghanistan im Krieg. Eigentlich schon seit Jahrzehnten. Die Sowjetunion versuchte, kommunistische Interessen in einem Land durchzusetzen, das schon ewig ein Spielball kolonialer Politik war. Mit dem Rückzug des sowjetischen Militärs 1989 wurde das Leben nicht besser: Es folgten die Mudschahedin, dann die Taliban. In den folgenden Jahren überzogen sie das Land mit Gewalttaten und Unterdrückung, um ihre islamistische Interpretation von Recht durchzusetzen. Im Herbst 2001 marschierten die USA in Afghanistan ein. Viel sicherer ist es seither am Hindukusch nicht geworden.

Inmitten dieser Welt lebte Ismail mit seinen Eltern und seinem Bruder. Zwei winzige Zimmer. Der Hunger allgegenwärtig. Wenn das Endes des Ramadans näher kam, wenn die Muslime sich eigentlich neu einkleiden, um das Zuckerfest zu feiern, dann hatte die Familie kein Geld für Hosen. Als Ismails Vater starb, entschied sich seine Mutter, mit den Söhnen über die Grenze in den Iran zu gehen, wo bereits die Töchter mit ihren Familien lebten. Die hatten erzählt, im Iran sei vieles besser, denn dort lebten mehr Schiiten – die in Afganistan immer wieder unter Verfolgung zu leiden haben.

Afghanen im iranischen Exil

In den Iran zu gehen, bedeutete für die Familie, keine Rechte mehr zu haben. Offiziell leben eine Million Afghanen im Iran, die Dunkelziffer dürfte höher liegen. Schulen dürfen ihre Kinder nicht besuchen, offiziell zu arbeiten ist den meisten verboten. Aber rechtlos zu sein war für Ismails Familie immer noch besser, als in einem Land zu Leben, das den Frieden nicht mehr kannte.

Ismail war acht oder zehn Jahre alt, als er die Grenze in den Iran überquert. Er erinnert sich, dass die Amerikaner damals noch nicht in Afghanistan einmarschiert waren. Seine Mutter arbeitete überall, wo es ein wenig Geld zu verdienen gab, richtete dabei ihre Gesundheit zugrunde. Ismail selber schlug sich als Schuhputzer durch, um ein wenig zum geringen Einkommen dazu zu verdienen.

Aufbruch in eine ungewisse Zukunkft

Als seine Mutter starb, packte Ismail seine Habseligkeiten zusammen und begab sich in die Hände von Schleusern. Für 3.500 Dollar versprachen sie ihm, ihn nach Griechenland zu bringen. Ungeheuer viel Geld. Sein Bruder half ihm, das Geld zusammenzubringen, und schließlich machte sich Ismail auf die Reise nach Europa. 2.500 Kilometer lagen vor ihm.

Sie waren 16 Afghanen. Die Berge auf der Grenze in die Türkei sind hoch. Sie überwanden sie weitgehend zu Fuß. Manchmal wurden sie ein paar Kilometer in einem Auto mitgenommen, über schmale Schotterpisten. Manchmal mussten sie eiskalte Flüsse durchschwimmen. Die türkische Polizei achtet scharf auf die Flüchtlinge, die sich ihren Weg quer durch ihr Land bahnen.

Istanbul lag auf dem Weg. Doch es war nur ein Zwischenstopp. Bis ans Ufer des Mariza, des Flusses, der die Türkei von Griechenland trennt. Hier erstreckt sich heute ein Grenzzaun, der sich mit seinem Vorbild zwischen den USA und Mexiko messen kann. Als Ismail an das Ufer trat, wurden Schlauchboote aufgeblasen, mit denen sie das Gewässer in ständiger Furcht vor den griechischen Grenzern überquerten. Auf der anderen Seite wartete die Polizei schon auf sie. Doch Ismail konnte fliehen. Quer durch das Land, das für uns in erster Linie ein Urlaubsziel ist.

Europa – das Paradies, das keins ist

Auch Athen war für den jungen Afghanen lediglich ein Durchgangsort. In der Stadt tummeln sich Flüchtlinge aus allen Nationen. Die meisten wollen weiter, nach Italien, Deutschland, Österreich und Schweden. Ismail arbeitete auf dem Land, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Zwiebeln und Oliven ernten. Während andere Arbeiter fünf Euro pro Stunde bekamen, wurden an die Flüchtlinge 20 Euro am Tag ausgezahlt. Fünf davon gingen an einen Vermittler.

Von seinem Bruder erhielt Ismail Geld aus dem Verkauf eines kleinen Grundstücks. Per Überweisung erreichte es ihn in Griechenland. Aber niemand, der auf der Straße lebt, sollte Geld bei sich tragen. Das wusste auch Ismail. Also deponierte er das Geld bei einem Mann, dem in diesen Tagen viele Gleichgesinnte vertrauten: Ein Grieche nahm von zahlreichen Flüchtlingen Geld an – und dann verschwand er spurlos. Ismail kontaktierte erneut seinen Bruder, der ihm noch einmal Geld schickte.

Überfüllung auf einem kleinen Boot

Ein Schleuser versprach Ismail, ihn auf einem Boot mit höchstens 35 Personen nach Italien zu bringen. Als Ismail mit einem Freund zum vereinbarten Treffpunkt an der Küste kam, warteten bereits 70 Menschen. Ismail hörte auf sein Bauchgefühl. Und das riet ihm von der Überfahrt ab. Frustriert kehrte er nach Athen zurück. Später erfuhr er, dass 250 Menschen das Boot bestiegen hatten. Vor der italienischen Küste brach es auseinander. Ein niederländischer Frachter nahm die Menschen auf. 70 Flüchtlinge ertranken bei dem Unglück.

Ein weiterer Schleuser verhalf Ismail zu einem gefälschten bulgarischen Pass, mit dem er ein Flugzeug nach Frankfurt besteigen konnte. Endlich. Nach zehn Monaten Stillstand in Athen. Den Pass sollte er nach der Ankunft in Deutschland sofort in der Toilette entsorgen. Aber Ismail wollte nicht mehr das tun, was ihm die Schleuser vorschrieben. Er behielt den Pass in der Hand, wurde zielsicher aus dem Strom der Einreisenden herausgefischt und gefragt, ob er Bulgarisch spreche. Er sagte sofort, dass er Afghane sei.

Deutschland – wieder ein Land, das ihn nicht haben will

Was folgte, ist die übliche Odyssee der Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen. Ständig wechselnde Wohnheime, eines heruntergekommener als das andere. Trier, Bielefeld, Niederrhein. Schließlich Köln. Mülheim. Ein heruntergekommenes Wohnheim. Neben Ismail wohnten Alkoholiker und Drogenabhängige, die nachts um drei bei ihm klopften, ihn zum Feiern überreden wollten. Ismail schlief nicht mehr. Er konnte sich nicht mehr konzentrieren, hatte Depressionen.

Das einzig Gute in dieser Situation war die Strafe, zu der er wegen der Einreise mit seinem gefälschten Pass verurteilt wurde. Er konnte sich entscheiden, ob er eine Haftstrafe antrat oder Sozialstunden abarbeitete. Ismail wollte arbeiten und Menschen kennenlernen. Er wurde zur Sozialistischen Selbsthilfe Mülheim (SSM) geschickt, um seine Strafe abzuleisten. Beim SSM wurde er zum ersten Mal seit Jahren als Mensch anerkannt. Die Mitarbeiter und Kollegen waren freundlich zu ihm, hörten ihm zu und nahmen ihn ernst. Er arbeitete, und das tat er gerne. Und er traf auf Heinz, mit dem er sich anfreundete und der ihm seitdem bei vielen organisatorischen Dingen zur Seite gestanden hat.

Lernen und umziehen

Weil Ismail Deutsch lernen wollte, erkundigte sich Heinz nach Möglichkeiten dazu. Die VHS bietet Deutsch-Kurse an. 20 Stunden pro Woche. Im Quartal kostet der Kurs 400 Euro. Kölnpass-Besitzer zahlen die Hälfte. Für Asylbewerber reduzieren sich die Kosten erneut auf die Hälfte. Vier Kurse hat Heinz bereits für Ismail finanziert. Und dessen Deutsch ist weit fortgeschritten. Manchmal muss er nachfragen, um die Fragen richtig zu verstehen. Hin und wieder fehlen ihm Worte, um seine Erlebnisse zu beschreiben – was ein Schlauchboot ist oder als was er im Iran gearbeitet hat.

Seit zwei Monaten lebt er endlich in einem anderen Wohnheim. Auch dabei hat Heinz ihm geholfen. In dem neuen Heim ist es ruhiger. Zum ersten Mal seit langem kann er wieder schlafen. Viel mehr erwartet Ismail im Moment nicht. Denn sein Antrag auf Asyl ist mittlerweile abgelehnt. Sein Rechtsanwalt hat Klage erhoben. Niemand weiß, wann das Gericht über Ismails Zukunft entscheiden wird. Bis dahin muss ein psychologisches Gutachten vorliegen, das seine Situation beschreibt.

Ismail leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Sollte er abgeschoben werden, ist mit einer Verschlimmerung zu rechnen. Zumal er nach Afghanistan gebracht würde und nicht in den Iran. In Afghanistan hat er allerdings keinerlei soziale Kontakte. Schließlich war er noch ein Kind, als er das Land zuletzt sah. Die beiden offiziellen Sprachen Afghanistans, Dari und Paschtu, spricht er fast gar nicht mehr. Farsi, die Sprache Irans, ist zu seiner Muttersprache geworden. Doch der Iran kommt als Zielland bei einer Abschiebung nicht in Frage.

Die Sorgen nehmen kein Ende

Ein psychologisches Gutachten kann durchaus 1000 Euro oder mehr kosten – Geld, das Ismail nicht zur Verfügung steht. Heinz versucht nun, in seinem Bekanntenkreis genügend Spenden aufzutreiben. Vor zwei Monaten ist dann auch noch Ismails Bruder an Krebs gestorben. Täglich haben die beiden miteinander telefoniert. Ismail wollte seinen Bruder noch einmal sehen. Aber er hätte niemals in den Iran einreisen können, wo sein Bruder lebte. Absolute Hilflosigkeit gegenüber dem Leiden des eigenen Bruders drückte Ismail immer wieder nieder.

Ismail hat eine lange Flucht hinter sich. Und immer wieder müssen wir uns in aller Deutlichkeit vor Augen führen, wie schlimm das Leben in seiner Heimat sein muss, als Afghane im Iran, dass ein Mensch diesen langen Weg auf sich nimmt, alles hinter sich lässt, was ihm jemals etwas bedeutet hat. Wir müssen uns fragen, was wir in einer solchen Situation tun würden. Hätten wir die Kraft, den Mut, die Ausdauer, diese Strapazen auf uns zu nehmen? Würden wir nicht alles daran setzen, zu überleben und unsere Situation zu verbessern?


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Welche Südstadt wollen wir?

Wie soll die Südstadt sein? Heute, in einem Jahr, in zehn Jahren. Wollen wir den intellektuell-künstlerischen Stadtteil der 1980er Jahre zurück, von dem viele der Kölner Initiativen ausgingen? Oder wollen wir das ruhige, gesattelte Leben ausbauen, das in den letzten Jahren entstanden ist?

Ein schizophrener Traum
Die Basis der Traumvorstellung von der Südstadt sind die Menschen, die hier leben, die hier bleiben wollen. Sie haben aus dem Stadtteil das gemacht, was wir heute vorfinden. Viele waren an den Friedensprotesten und der Anti-Atom-Bewegung vor 30 Jahren aktiv und initiativ beteiligt. Sie haben die Straßen mit Leben gefüllt, Feste gefeiert und Musik gespielt. Auf den Straßen und in den Häusern.
Neu-Südstädter sollen natürlich möglichst so sein wie wir. Also: alternativ denkende, aggressionsfreie und intellektuell beflissene Menschen. Junge Familien wünschen wir uns und einen moderaten Anteil an Migranten, die sich möglichst nicht in autarke Gruppen zurückziehen, sondern die Straßen und Cafés mit ihrer Anwesenheit zieren.
Gleichzeitig gibt es diejenigen, die wir hier nicht haben wollen. Man denke an rechtspopulistisch aufgeheizte Menschen oder zu Geld gekommene Neureiche. Ganz zu schweigen von in Arbeit untergehenden Medienschaffenden, die nur noch zum Schlafen in den Süden kommen.
Darüber hinaus wollen wir natürlich bezahlbare Mieten, schöne Parks, saubere Fußwege und einen Stellplatz für unser Auto. Viele Cafés und Kneipen mit sympathischen Menschen sollen uns das Gefühl von Geborgenheit geben, kleine Theater und Kinos uns kulturell auf der Höhe halten, günstige internationale Restaurants unsere Gaumen auf das Feinste verwöhnen.

Der Sog in den Süden
Doch es gibt da ein klitzekleines Problem: Diesen Traum träumen viele. Da die Südstadt diesen zumindest in Teilen repräsentiert, zieht sie auch viele Menschen an. Mehr als Kalk, Porz und Zollstock. Die Folge: Die Zeiten, in denen man bei der Berechnung der Warmmiete noch mit zehn Euro pro Quadratmeter rechnen konnte, sind längst passé. Wer sich höhere Mieten nicht leisten kann muss wohl oder übel weg ziehen oder kommt gar nicht erst rein. Kann man es den Vermietern verübeln, dass sie Geld verdienen wollen? Die Nachfrage bestimmt den Preis. Und den kann sich nur noch ein ausgewähltes Publikum leisten. Studenten? Man sucht sie mit der Lupe! Künstler? Soll ich lachen? Familien mit mehr als einem Kind? Es gibt sie – vereinzelt – noch …

Die Südstadt ist schon lange auf dem Weg in eine spießige Wohlfühlgesellschaft der Besserverdienenden. In der sich die Boutiquen und Feinkostläden demnächst aneinander reihen werden. Wo neu Zugezogene kritisch beäugt werden, um abzugleichen, ob sie aus dem gleichen Stall kommen wie man selber.

Fakten vs. Traum
Fakt ist: Wenn ich von meinem Balkon auf die Straße schaue, dann stehen da mittlerweile regelmäßig zwei Jaguars, diverse SUVs und andere schick in der Sonne glänzende fahrbare Untersätze.
Und Fakt ist: Wenn die Häuser unserer Stadt so aussehen sollen, wie heute, dann kostet das Geld. Viel Geld. Die Fassadensanierung eines Altbaus? 200.000 Euro müsst ihr dafür etwa investieren. Das geht nicht ohne eine Erhöhung der Mieten.
Fakt ist aber auch: In den 1980ern ging es in der Südstadt bestimmt nicht so ruhig zu wie heute. Die Mainzer Straße zum Beispiel – heute die Vorzeigestraße für elegantes Wohnen im historischen Altbau – beherbergte einen gut frequentierten Straßenstrich. Auch auf der Bonner Straße war Prostitution nichts Ungewöhnliches. Und: Wo viele Studenten, Künstler und Kneipen waren, da war das Leben interessant. Da kamen die Menschen aus dem Umland und den anderen Stadtteilen gerne, um an dem Leben hier Teil zu haben. Wer will mir da erzählen, dass es ruhig zuging?

Mein persönlicher Traum
Autofreiheit! Mich nerven diese lauten Dinger, die jede Straße und jeden Gehweg zuparken. Sie sind eine tägliche Beleidigung für meine Augen. Argumente für ein Auto in der Stadt mag es geben. Ich brauche keins und ich will keins!
Mehr Grün! Ich will frei atmen können, ich will Lebendiges sehen und ich will Vögel um mich herum zwitschern. Mehr Bäume für ein besseres Klima und eine höhere Lebensqualität!
Mehr Kultur! Musik gehört auch auf die Straße und nicht nur in Konzertsäle. Kunst darf sich nicht verstecken, sondern muss die Menschen erreichen!
Günstige Wohnungen! Nur wenn die Mieten langfristig bezahlbar sind, können sich die Menschen frei entscheiden, hier zu leben. Solange die Vermieter primär an ihren Gewinn denken, sind sie es, die die Auswahl darüber treffen, wer sich das Leben hier leisten kann und wer nicht.

Auf in die Fremde
Welche Südstadt wollen wir also? Die pulsierdene, aufgeregte der Vergangenheit oder die gemäßigt, ruhige dieser Jahre? Die Entscheidung fällt schwer. Denn das, was sich wohl viele Südstädter wünschen ist ein schizophrener Traum, den unmöglich zu erreichen scheint. Die Gentrifizierung ist im Gange. Schon seit langem. Wir alle sind ein Teil davon. Die einzige Möglichkeit, diese Entwicklung zu unterbrechen, besteht in einem Massenexodus. Kalk, Mülheim und Deutz entwickeln sich seit einiger Zeit zu spannenden Stadtteilen. Dort pulsiert das Leben.


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„Ich komme aus Sülz und ich ben ene Kraat“

Jean Jülich ist einer der letzten Edelweißpiraten. 1929 wurde er geboren und ist in Sülz aufgewachsen. Ihm ging die Hitlerjugend mit ihren langweiligen Liedern und dem Gehorsam auf die Nerven. Er hat lieber mit seinen Freunden eigene Lieder gesungen. Die Konflikte mit dem NS-Regime waren vorprogrammiert. Er hat sich schließlich, als der Krieg nach Köln kam, im zerbombten Ehrenfeld versteckt, hat Juden und anderen Verfolgten Unterschlupf geboten, bis er schließlich doch verhaftet wurde. Er saß mehrere Jahre in Haft. Für seine Taten wurde er in Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt. Bis heute muss er sich jedoch immer noch gegen den Vorwurf wehren, eigentlich nur ein Kleinkrimineller gewesen zu sein. Am 11. Juli findet im Friedenspark in der Südstadt das 6. Edelweißpiratenfestival statt. Aus diesem Anlass hat sich unser Redakteur Stephan Martin Meyer mit Jean Jülich zum Gespräch getroffen.

Herr Jülich, die historische Auseinandersetzung mit den Edelweißpiraten setzte erst sehr spät ein. Und lange wurden Sie noch offiziell als Krimineller bezeichnet. Was hat das in Ihnen ausgelöst?

Die Gruppe ist nach dem Krieg zusammengeblieben. Wir haben uns als erste deutsche Jugendgruppe zusammengeschlossen, nannten uns aber nicht mehr Edelweißpiraten sondern Fahrtenbund. Denn die Aufgabe der Edelweißpiraten war erledigt. In der zweiten Hälfte der 40er Jahre waren wir jedoch in erster Linie damit beschäftigt, etwas zu Essen zu finden. Wir hatten keine Zeit, uns mit den ehemaligen Gestapo-Leuten zu beschäftigen. Währenddessen haben sich die Gestapo-Leute und die in der Justiz gegenseitig Persilscheine ausgestellt.
Ende der 70er Jahre schloss sich in Ehrenfeld dann schließlich eine Gruppe zusammen, die sich wieder die Edelweißpiraten nannten. Die Städtischen Bühnen brachten ein Stück auf die Bühne, die Bläck Fööss sangen ein Lied über die Edelweißpiraten. Plötzlich waren wir wieder Thema. Trotzdem wurden wir weiterhin als Kriminelle angesehen.
Dr. Dette vom Amt für Wiedergutmachung, der den Verfolgten des NS-Regimes eigentlich helfen sollte, hat mich eines Tages zu sich gebeten. Er wollte wissen, warum ein Kleinkrimineller von Yad Vashem geehrt worden war. Er erzählte mir von einem Jungen, der von der HJ verprügelt worden war. Den hat er gefragt, warum der denn nicht zu den Edelweißpiraten gegangen sei. Der Junge hat geantwortet: Das sind doch alles Kraat“. Ich habe dem Dette daraufhin gesagt: „Sie haben einen Doktortitel, Sie waren auf dem Gymnasium und haben studiert. Dazu hatten Sie Geld, und das braune Umfeld musste stimmen. Vermutlich kommen Sie aus Lindenthal. Ich komme aus Sülz und ich ben ene Kraat.“ Damit war das Gespräch beendet.
Die Herren Wisskirchen und Daners vom Geschichtsverein Pulheim haben ein Buch herausgebracht: „Was in Brauweiler geschah: Die NS-Zeit und ihre Folgen in der Rheinischen Provinzial-Arbeitsanstalt.“ Eine an sich gute Dokumentation. Bloß bei der Vorstellung des Buches im ELDE-Haus waren wir nicht eingeladen. Wir sind dennoch hingegangen und haben dann gefragt, wo denn die Edelweißpiraten seien. Ja, so war die Antwort, das sind doch Kriminelle. Wir haben die Herren zur Rede gestellt und es ist eine Diskussion entstanden, bei der die richtig Zoppes gekriegt haben. Die sind dann voller Wut nach Hause gefahren.
Danach haben die den Volmer, den ehemaliger Kripochef, der Mitglied in ihrem Verein war, hochgewienert und ein paar Tage später stand in der Rundschau: „Ehrung in Yad Vashem erschlichen. Ex-Kripo-Chef hat neue Beweise.“ Es hieß weiter, Yad Vashem würde die Sache prüfen. Eine Journalistin vom WDR hat bei Yad Vashem angerufen und gefragt, was daran sei. Die wussten nichts davon. Die Frechheit, die Gemeinheit zu besitzen, zu schreiben, Yad Vashem würde die Sache prüfen – das ist eine Unverschämtheit. Ich musste einen Prozess führen, er musste widerrufen und musste die Kosten des Verfahrens tragen. Wir haben uns nicht klein kriegen lassen sondern weiter den Mund aufgemacht.
Seit wir uns Ende 70er Jahren wieder als Edelweißpiraten geoutet haben, wurden wir von den Betonköpfen und der Justiz diskriminiert. Mir wurden einmal in der Justiz Fotos von der Hinrichtung meiner Freunde in Ehrenfeld vorgelegt und ich sollte sagen, wer wer sei. Aber ich konnte das nicht, ich habe sie nicht erkannt. Da haben dir mir vorgeworfen, ich würde meine Freunde nicht wieder erkennen. Später habe ich dann erfahren, dass es sich um Fotos einer ganz anderen Hinrichtung handelte. Die wollten mich aufs Glatteis führen.

Beim Lesen der Texte über Sie stolpere ich immer wieder über die einerseits fröhliche Gruppe der Edelweißpiraten, die sich am Wochenende im Siebengebirge traf, um gemeinsam Lieder zu singen…


Wir waren ja im Jungvolk, das ging nicht anders. Wenn man auf den Jahn-Wiesen mit 20.000 Jungs steht und singt, das ging durch und durch. Einer meiner Freunde, der bei der HJ war, wurde dann mein Jungscharführer. Der hat mich zusammen gestaucht. Das war mir alles zu blöd. Samstags mussten wir immer marschieren. Da war ich ab sofort samstags immer krank. Ich konnte wunderschön simulieren. Die HJ-Führer haben mich dann eines Tages ins HJ-Heim gebeten, damit ich für sie unsere Lieder singe, denn die kannten ja auch nur diese Nazi-Lieder. Die wollten unsere romantischen Lieder hören. Und ich muss sagen, die haben mich nicht verpfiffen.

War es nicht schwer, sich gegen die HJ zu stellen? Sie waren ja doch auch äußerlich anders als die breite Masse. Wie schwer oder leicht war es damals, sich zu den Edelweißpiraten zu bekennen?

Aufgetakelt waren wir nur am Wochenende. Die anderen in meinem Alter waren ständig nach Geschlechtern getrennt: Durch den BDM und die HJ, die Mädchen- und Jungenklassen. Wir hingegen hatten Mädchen dabei. Wir hatten unsere Freundinnen dabei, so wie die Jugendlichen heute auch.

Wie sind Sie mit der HJ umgegangen?

Es gab da immer wieder Kloppereien. Aber die Pimpfe waren uns nicht gewachsen. Das waren ja meist so ganz weiche Germanisten. Wir kamen aus der Arbeiterschicht und waren viel kräftiger als die. Aber das lief damals auf Augenhöhe und uns hat keiner verpfiffen.

Waren Ihnen die Konsequenzen bewusst? Sie hätten ohne Weiteres zu Tode kommen können, wie Ihre Freunde. Kamen die Hinrichtungen für Sie überraschend?

Als ich im Gefängnis war, saßen meine Freunde rechts und links von mir in anderen Zellen. Wir konnten uns über die Fenster unterhalten. Und eines Tages haben die beiden keine Handtücher bekommen, ich aber schon. Da haben wir uns gedacht, die beiden kämen ins KZ und mein Fall wäre abgeschlossen. Erst ein paar Tage später habe ich dann erfahren, dass sie an dem gleichen Tag in Ehrenfeld erhängt worden waren.

Begegnen Sie noch heute Menschen aus der Zeit, die damals auf der nationalsozialistischen Seite standen?

Nein. Ich war mit 15 Jahren der jüngste aus der Gruppe, der verhaftet wurde. Die jüngeren waren nicht so ekelhaft wie die Gestapo-Leute. Und die anderen waren etwa acht oder zehn Jahre älter als ich. Die sind inzwischen ausgestorben. Der Kütter, das war der grausamste. Ein Sadist. Sein Scherge, das war der Högen. Der hatte später, nach dem Krieg, in Weiden einen Obst- und Gemüsehandel. Das habe ich aber nicht gewusst. Zum Glück habe ich das nicht gewusst. Denn wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich mir noch eine Anklage wegen Körperverletzung eingehandelt. Und auch dieser Dr. Dette lebt wohl nicht mehr.

Wie ist es gewesen, nach Kriegsende nach Köln zurück zu kommen und dort auf die gleichen Menschen zu treffen, die ein paar Monate zuvor noch stramme Nazis waren?

Die strammen Nazis hatten sich nach Kriegsende erst mal für eine Weile aus Köln verdrückt. Wir haben uns zum Fahrtenbund zusammengeschlossen und eine der ersten Jugendgruppen aufgebaut. Wir waren ja als Verfolgte des Nationalsozialismus anerkannt. Doch die Umstände waren so schwer, dass wir zunächst damit beschäftigt waren, etwas zu Essen zu besorgen.

Sind Sie jemals von einem ihrer ehemaligen Peiniger persönlich angesprochen und um Verzeihung gebeten worden?

Nein. Ich bin einmal in einem Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung gewesen. Da war ein ehemaliger Bannführer, er hatte also einige zigtausende Jungen befehligt. Der hat vor allen gesagt, dass es falsch war, was er gemacht hat. Aber mir gegenüber hat sich nie jemand persönlich entschuldigt. Schuld waren immer die anderen.

Sie waren in Ehrenfeld während der NS-Zeit. Haben Sie im Nachhinein von dem Überfall auf den damals 8-jährigen Hans Abraham Ochs in der Südstadt etwas mitbekommen? Sie waren ja in etwa gleich alt.

1936 ist mein Vater verhaftet worden, auf sehr brutale Weise. Meine Mutter war sehr arm. Ich bin dann in den Klapperhof gekommen. Zu den katholischen Nonnen. Die haben uns immer wieder in den Waschräumen windelweich geschlagen. Da habe ich von den anderen Dingen nichts mitbekommen.

Die Kölner, insbesondere die Südstädter, sehen sich wahnsinnig gerne in der Tradition des Widerstandes. Was ist dran an dem Bild? Waren die Proteste in Köln massiver als in anderen Städten?

Unsere rheinische Mentalität ist ja nicht preußisch. Stramm stehen und Gehorsam, das kennen wir nicht. Das hat eine lange Tradition. Die richtig strammen Nazis kamen aus Schlesien, der Mark Brandenburg, Niedersachsen, über all da her, wo einst die Grafen das Sagen hatten und wo es viele Leibeigene gegeben hatte. Die waren auf Gehorsam gedrillt. Hier gab es den Nährboden für den „heiß geliebten Führer“ nicht.
Adenauer hat sich ebenfalls immer auf das katholische Köln bezogen. Aber wir hatten hier auch viele überzeugte Nazis, die von ihrem Recht, Nazis zu sein, Gebrauch machten. Alle anderen waren Duckmäuser und Feiglinge. Die Kommunisten, die sich 1933 mit der SA geprügelt haben, waren als erste weg. Sie sind alle verhaftet worden oder konnten fliehen. Ich habe meinen Vater einmal gefragt: „Warum bist du denn nicht auch getürmt, so wie die anderen?“ Er hat mir geantwortet: „Ein paar mussten doch bleiben. Es mussten doch ein paar Mann darauf achten, dass alles in der Reihe ist.“ Obwohl er wusste, was ihm passieren konnte. Zehn Jahre hat er Zuchthaus gesessen, das ist schlimm. Er war damals erst 35 Jahre alt. Und das Zuchthaus ist das, was der Name sagt. Ansonsten waren keine anderen mehr da. Es war alles gleich geschaltet. Und dieser Massenhysterie konnte man sich nicht erwehren. Nur die rote Frontkämpferfront war nicht ohne.

Es wächst die erste Generation heran, die keine Großeltern mehr hat, die ihnen aus der NS-Zeit erzählen können. Wie erleben Sie die Jugendlichen heute im Umgang mit dem Nationalsozialismus?

Ich habe mir gesagt, wenn du 80 bist, dann hörst du auf. Aber ich war in so vielen Schulklassen. Und ich habe die Schüler immer gebeten, mir zu schreiben, wie die Begegnung mit mir war. Ich habe wunderschöne Briefe von den Jugendlichen bekommen. Nur Komplimente. Ich hatte die Gitarre immer dabei und habe die alten Lieder gespielt. Das hat ihnen gefallen. Aufgeschlossen sind die immer gewesen.

Am 11. Juli ist das sechste Edelweißpiratenfestival. Was werden Sie dort tun?

Ich wollte eigentlich gar nichts mehr machen. Aber wie das so ist…. Rolli Brings hat ein Lied über mich geschrieben. Und ich werde zum Ehrenbürger ernannt. Zudem spielt dort eine junge Gruppe, ein Streichquartett. Eine von denen hat mich gebeten, bei ihnen zu sein. Ich werde das Festival dann eröffnen.

Die ehemalige Hochburg der Protestbewegung wird zu einem Schickimicki-Stadtteil. Teure Wohnungen werden gebaut. Dicke Autos beherrschen die Straßen. Wie erleben Sie den Wandel in der Südstadt?

Ich bin als Kind in Sülz groß geworden. Da wohnte das Gesocks. Da waren auch die Kommunistenhochburgen. Heute sind da wundervolle schicke Wohngegenden. Und ich finde das auch gut, wenn das Lebensniveau allgemein etwas angehoben wird. Jetzt öffnet sich das alles. Das lockert sich langsam. Diese Entwicklung erhoffe ich mir das auch für das Severinsviertel. Wenn die erstmal mit ihrer U-Bahn fertig sind …


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„René Böll, zwischen Tusch- und Landschaftsmalerei“

René Böll ist bildender Künstler. Er ist Jahrgang 1948, gebürtiger Kölner, und lebt und arbeitet im Rheinauhafen. René Böll ist einer der Söhne von Heinrich Böll. Er verwaltet dessen Nachlass, der Anfang 2009 mitsamt dem Stadtarchiv in einem tiefen Krater auf der Severinstraße verschwand. Ich habe René Böll in seinem Atelier besucht und sich mit ihm über die Südstadt, den Einsturz des historischen Archivs der Stadt Köln und über seine Kunst unterhalten.

Welche Verbindungen haben Sie zur Südstadt?
Mich verbindet mit der Südstadt sehr viel. Schon mein Großvater lebte in der Vondelstraße und hatte dort auch seine Werkstatt. Er war Schreiner und Holzbildhauer und hat viel im neogotischen Bereich für die Kirche gemacht. Mein Vater ist deshalb in der Südstadt geboren und hat lange auch hier gewohnt. Ich selbst bin in Bayenthal geboren. Wir sind jedoch bald nach Müngersdorf gezogen, und erst vor vier Jahren hat es mich in die Südstadt gezogen. Wir wohnen jetzt im sogenannten „Siebengebirge“ und mein Atelier ist hier im Rhenania. Mein Bruder Raimund hat lange an der Bonner Straße gelebt, und ich habe in der ehemaligen Werkkunstschule am Ubierring studiert.

Durch den Einsturz des Stadtarchivs ist einiges in Bewegung gekommen. Woraus bestand der Nachlass Ihres Vaters, der sich im Kölner Stadtarchiv befand?
Etwa 99% des gesamten Nachlasses befanden sich Anfang 2009 im historischen Stadtarchiv auf der Severinstraße. Mein Vater hat bereits ab 1979 begonnen, Materialien an die Stadt Köln zu übergeben. Manuskripte, Briefe, Zeitungsausschnitte – insgesamt ca. 130 Regalmeter. Wenige Wochen vor dem Einsturz haben wir noch sehr viele Materialien an das Archiv abgegeben und nur ganz wenige Stücke für uns privat behalten. Darunter waren ca. 8000 Fotos, 2000 Briefe, mehrere hundert handgeschriebene Manuskripte aus der Vorkriegszeit und andere Materialien. Zum Glück waren viele der Manuskripte zum Zeitpunkt des Einsturzes gerade nicht im historischen Archiv. Das Heinrich-Böll-Archiv besteht nämlich aus zwei Teilen. Der eine ist in der Zentralbibliothek am Neumarkt, der andere war im ehemaligen historischen Archiv auf der Severinstraße untergebracht. Und ein Teil der Manuskripte war in der Zentralbibliothek, wo an der „Kölner Ausgabe“ der Werke meines Vaters gearbeitet wurde. Insgesamt nahm der Nachlass meines Vaters, der dann im Besitz der Stadt Köln war, ca. 200 Regalmeter ein.

In welcher Etage war der Nachlass untergebracht?
Der war leider in der ersten Etage, die wohl zum großen Teil ganz unten im Schacht gelandet und vermutlich bis heute noch nicht geborgen ist.

Ist vom Nachlass Ihres Vaters überhaupt etwas gefunden worden?
Es ist wohl einiges gefunden worden, aber wir haben darüber keinerlei Informationen. Wir wissen überhaupt nichts. Von keinem einzigen Blatt. Gar nichts.

Wo befinden sich die geborgenen Archivalien jetzt?
Nach der Bergung hat man sie grob von Schmutz gereinigt und die feuchten Unterlagen tiefgefroren. Danach hat man alles auf bundesweit 20 Archive verteilt.

Das bedeutet, Sie wissen nicht einmal, ob überhaupt etwas geborgen wurde?
Es sind Teile geborgen worden. Aber niemand weiß, welche Teile das sind und wo sie sich jetzt befinden. Man hat uns gesagt, es würde drei bis vier Jahre dauern, bis es einen Überblick über die gefundenen Stücke gibt. Die Restaurierung wird dann etwa 30 bis 40 Jahre dauern. Die Zahlen gehen dazu aber weit auseinander.

Wie ist die Informationspolitik der Stadt Köln?
Die ist eine Katastrophe. Wir werden überhaupt nicht informiert. Ich nehme an, die wissen selber nicht, wo was ist. Es gab in den letzten Monaten allerdings zwei Treffen mit Beteiligten. Denn im Stadtarchiv lagerten ja etwa 820 Nachlässe. Der Nachlass meines Vaters war ja nur einer davon.

Wie ist die Größenordnung einzusortieren? Ist der Nachlass Ihres Vaters einer der größten gewesen?
Das weiß ich nicht genau, aber ich denke schon. Zu dem Nachlass gehören ja auch etwa 40.000 Briefe, die mein Vater bekommen hat. Das war also unendlich viel Material. Die Archivare haben zwar gesagt, für sie wären alle Nachlässe gleichbedeutend. Aber das glaube ich nicht so recht.

Wer übernimmt nun die Verantwortung für den Einsturz?
Bisher niemand. Weder die Stadt noch der Bauträger. Die KVB schiebt es auf die Baufirma, die Baufirma schiebt es auf die KVB. Die staatsanwaltlichen Ermittlungen laufen wohl noch. Bevor die abgeschlossen sind, will sich niemand äußern.

Wer übernimmt die Kosten der Restaurierung?
Auch das ist noch völlig ungeklärt. Die Stadt hat für die Restaurierung zunächst eine Stiftung gegründet. Selber hat sie, so habe ich gehört, fünf Millionen Euro eingezahlt. Benötigt werden jedoch vermutlich 400 bis 500 Millionen Euro. Das ist eine vorläufige grobe Schätzung, die ich für realistisch halte. Genau kann das natürlich noch niemand beziffern.
Und niemand weiß, wer für die Folgen aufkommen wird. Von dem Einsturz sind ja nicht nur die verschütteten Gegenstände betroffen, sondern auch unsere Urheberrechte. Die Unterlagen können derzeit nicht ausgewertet werden. Dabei haben wir einen Vertrag mit der Stadt, der uns jederzeit auf die Archivalien zur Bearbeitung zugreifen lässt.

Was bedeutet das für die Heinrich-Böll-Forschung?
Das ist natürlich eine Katastrophe. Fast alle Originale sind weg.

Ist in den vergangenen Jahren etwas abfotografiert oder kopiert worden?
Wenn, dann nur ein sehr geringer Teil. Das war vom Umfang her nicht zu leisten.

Wie stehen Sie zu der Initiative des digitalen historischen Archivs von der Universität zu Köln?
Das ist urheberrechtlich ein problematisches Thema. Viele Nutzer des Internets haben keine Ahnung, was das bedeutet. Und dann kommt da diese Piratenpartei, die das Urheberrecht einfach aushebeln will. Aber es handelt sich nun mal um geltendes Recht. Natürlich ist das etwas anderes, wenn Sie ein Dokument aus dem Mittelalter haben. Aber bei den lebenden oder vor Kurzem verstorbenen Personen gilt weiterhin das Urheberrecht. Damit sind wir dauernd beschäftigt und gebend das im Falle des Falles direkt an einen Anwalt weiter.

Handelt es sich dabei um Zufallsfunde?
Nein, wir suchen schon gezielt nach Rechtsbrüchen. Ich habe z.B. bei Google ein Alert eingestellt, das zwar nicht alles findet, aber doch das meiste. Bisher liefen die daraus resultierenden Prozesse immer auf einen Vergleich hinaus.

Ihre aktuellen Bilder wirken auf mich düster, melancholisch. Ist das auch Ihre Wahrnehmung?
Das stimmt zum Teil, trifft aber nicht auf alle meine Arbeiten zu, denn ich habe zwei ganz unterschiedliche Arbeitsbereiche. Auf der einen Seite stehen die Tuschmalerei und die Radierungen, auf der anderen die Landschaftsmalerei. Viele denken deshalb, dahinter stünden zwei Künstler.

Die Tuschmalerei ist stark chinesisch beeinflusst…
Durch die Technik und auch die dahinter stehende Philosophie ist sie chinesisch beeinflusst. Ich bin einer der wenigen Künstler in Europa, die in dieser modernen Art mit Tusche arbeiten. Schon seit über 40 Jahren beschäftige ich mich damit und habe mir die Technik der modernen Kalligraphie angeeignet. Die klassische Technik natürlich nicht, denn die ist für mich nicht so interessant. Die kann man heute nicht mehr umsetzen, denn man malt ja heute auch nicht mehr wie Rembrandt, obwohl die Kenntnisse dieser alten Techniken für einen Künstler weiterhin sehr wichtig sind.

Was genau interessiert Sie an der chinesischen Tuschmalerei?
Ohne die moderne Kalligrafie in China wäre ein Künstler wie Klee nicht denkbar. Wenn man einen Klee betrachtet, dann erkennt man schnell die Verbindung zur modernen Kalligrafie. Klee ist also stark von dieser Kunst beeinflusst. Ebenso wie Jackson Pollock und viele andere moderne Maler.

Was drückt die Beschäftigung mit der chinesischen Kalligrafie für Sie aus? Ist das die Nähe zu einer eher fremden Kultur?
Die chinesische Kultur ist uns eigentlich gar nicht so fremd. Man denkt das zwar oft, aber ich sehe das anders. Ich habe mir die Radierungen, Pinselzeichnungen und Ölbilder von Goya im Detail angesehen. Wenn man die Untermalungen genau betrachtet, dann erkennt man die Nähe zur chinesischen Tuschmalerei, z.B. zu den berühmten Meistern aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Bada Shanren und Shi Dao. Das drückt sich vor allem in der Spontaneität, dem Können und der Sicherheit aus. Daher ist uns die chinesische Malerei und Kalligrafie gar nicht so fremd. Das gleiche Phänomen findet man im Übrigen auch bei Rembrandt. Das Problem ist, dass die meisten Europäer meinen die chinesischen Bilder der Tuschmalerei seien alle sehr ähnlich. Aber das stimmt nicht. Die Unterschiede zur europäischen Kunst sind geringer, als man gemeinhin glaubt. Interessant ist die Schnelligkeit, die 100%ige Konzentration und auch die Körperbeherrschung bis hin zur Atemtechnik, die man für die Arbeit braucht. Man darf keinen Fehler machen. Sobald man zögert, ist das Bild kaputt, da es in einem Zug gemalt wird. Da spielen viele Komponenten wie Wasser, Geschwindigkeit, der Pinseldruck und vieles mehr eine Rolle. Das chinesische Papier reagiert ungeheuer sensibel darauf. Für mich ist es daher sehr wichtig, Tai Chi zu praktizieren. Dadurch gewinne ich die nötige Körperbeherrschung und das hilft mir sehr bei der Arbeit.

Wie viele Bilder machen Sie denn „kaputt“, bevor eines gut wird?
Weit über die Hälfte. Und das ist auch so üblich. Denn das Material ist unglaublich komplex. Erst wenn man sich damit beschäftigt, weiß man, wie kompliziert das ist. Ich benutze mehr als 30 unterschiedliche Tuschen  – dabei kommen sowohl moderne Tusche, als auch über hundert Jahre alte Tuschen zum Einsatz.

Was macht den Unterschied zwischen alter und moderner Tusche?
Das ist der Ton der Farbe.

Den man heute so nicht mehr findet?
Die alte Tusche gibt einen feineren, helleren Ton. Sie ist nicht besser als die moderne, sie ist einfach anders. Für tiefschwarze Effekte ist die moderne Tusche besser.

Woher bekommen Sie die Tuschen für Ihre Arbeit?
Es gibt in Peking eine Straße, mit etwa 30 bis 40 Läden, in denen nur Pinsel, Tusche, Papier, Stempelsteine und anders Zubehör verkauft werden. In der Straße muss man sich dann allerdings gut auskennen. Ich frage deshalb meist Freunde, die mich begleiten und beraten.

Wie sind Sie darauf gekommen, mit Tusche zu malen?
Ich habe mich mit chinesischer Landschaftsmalerei aus dem 12. Jahrhundert beschäftigt. Seitdem ich diese ungeheuer abstrakten Bilder aus dem 10. – 13. Jahrhundert Anfang der 70er Jahre gesehen habe, hat mich diese Technik fasziniert und ich wollte sie lernen.

Sie beschäftigen sich in Ihrem Schaffen mit den Werken Hölderlins. Wo ziehen Sie die Grenze zwischen Text und Bild?
Die Zitate und Texte von Hölderlin sind eine Anregung für mich, gefühlsmäßig und philosophisch. Ich illustriere die Texte ja nicht, ich lasse mich anregen. Ich habe auch mit dem chinesischen Kalligraphen Gu Gan an gemeinsamen Hölderlin-Projekten gearbeitet.

Wie arbeiten Sie mit den Texten?
Ich nehme mir ein Zitat, meist nur zwei, drei Zeilen, mehr nicht. Gerade habe ich ein Buch mit farbigen Arbeiten zu Hölderlins „Tod des Empedokles“ fertiggestellt. Dazu habe ich mir kurze Textstellen herausgesucht und mich von ihnen inspirieren lassen. Ein irischer Drucker hat meine Aquarelle dann in Siebdruck umgesetzt.

Werden junge Künstler heute genügend gefördert?
Es gibt heute mehr Förderung als früher. Wir hätten damals nie daran gedacht, Förderungen zu beantragen. Die hat es sicherlich gegeben, aber doch in geringerem Umfang als heute. Allerdings finde ich, dass nicht nur junge Leute gefördert werden sollten. Ich bin ein Mann, über 60, aus dem Westen – da habe ich fast keine Chance auf eine Förderung. So habe ich es fast aufgegeben, Förderungen zu beantragen. Was ich jedoch als größeres Problem ansehe, ist der in zwei Bereiche zerfallende Kunstmarkt. Es gibt die ganz teure und die ganz billige Kunst. Dazwischen gibt es fast nichts mehr.

Wie kommt das?
Das hängt mit diesem Spekulationsschwachsinn zusammen. Den ich auch bewusst so nenne. Jeff Koons zum Beispiel ist für mich ein Kitschkünstler. Wer für seine Arbeiten drei Millionen Euro ausgibt, der muss verrückt sein.

Dahinter steht die Hoffnung, dass der Wert sich noch steigert…
Das wird nicht passieren. Darauf gehe ich jede Wette ein. Mit der Kunst wird spekuliert. Und das macht den Kunstmarkt kaputt. Es ist nicht unsere Aufgabe, dass jemand Geld mit einem Bild verdient. Wenn meine Kollegen oder ich ein Bild für 3000 oder 4000 Euro verkaufen, dann rechnet niemand damit, dass es später einmal viel mehr wert sein wird. Aber es geht heute leider nicht mehr um die Qualität eines Werkes, sondern um Wert. Van Gogh hat einmal gesagt: „Die Leute kennen den Preis eines Bildes, aber nicht den Wert.“

Hat Ihnen der Name Böll in der Kunst Türen geöffnet?
Mein Name ist für mich als Künstler immer hinderlich gewesen. Das war auch schon zu Lebzeiten meines Vaters so.

Was ist für Sie das besondere am neuen Rheinauhafen?
Ich bin erst seit 2005 hier. Das Rhenania ist das einzige noch einigermaßen alternative Gebiet. Zumindest sind die Mieten nicht so exorbitant hoch. Und ich finde es natürlich sehr schön, im Siebengebirge zu wohnen. Es ist toll, wenn man den Blick auf den Rhein hat. Das ist ein Traum. Aber auch hier am Jachthafen ist es sehr schön.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Hafengebiets in den letzten Jahren?
Es ist schon sehr schick geworden. Architektonisch überzeugt mich aber nicht alles. Da finde ich den Medienhafen in Düsseldorf gelungener. Für uns hier im Rhenania hat das jedoch wenig Bedeutung. Es hieß zu Anfang noch, mit dem Umbau kämen auch neue Kunden. Aber davon habe ich bisher nichts gemerkt. Es gibt aber im Grunde auch keine Verbindung zu den anderen Gebäuden, zu den Büros und Firmen. Ich glaube, ganz wenige im Rhenania haben einen Bezug zu den Mietern in den Neubauten.

Nehmen Sie die Rheinuferstraße als Grenze zur Südstadt wahr?
Ja, leider. Ich finde den Zugang zum Hafengebiet sehr schlecht. Hier im Norden des Hafens geht es noch, aber hinten am „Siebengebirge“ und am Ubierring gibt es jeweils nur einen kleinen Durchgang, den man kaum findet und bis zum „Kap am Südkai“ gibt es dann gar nichts mehr.


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„Unsere Tür steht immer offen. Für alle!“

Langsam schlendere ich durch die Frühlingssonne die Alteburger Straße entlang und frage mich, was die Gruppe älterer Männer auf dem Kreisverkehr an der Teutoburger Straße tun. Sie stehen diskutierend auf dem Fußweg. Direkt vor dem Geburtshaus Heinrich Bölls, wie eine Gravur zweifelhafter Qualität auf der Haustür daneben verkündet. Dass sie nicht wegen des Schriftstellers hier sind, erahne ich schließlich, als ich die etwas wackeligen Buchstaben an der verklebten Scheibe entdecke: Hier befindet sich eine Moschee.

Kaum bin ich neugierig stehen geblieben, da tritt auch schon einer der Männer freundlich auf mich zu und fragt, ob er mir helfen kann. Und er macht mich sofort mit dem Kassenwart der kleinen Moscheegemeinde bekannt: Herr Sefedin trägt seinen Anzug und einen langen dunklen Mantel, der Hut sitzt akurat auf seinem Kopf. Er lädt mich ein, mit ihm zusammen die Räume der Moschee zu erkunden.

Einen kurzen Moment stocke ich. Die Socken! Ich erinnere mich mit Schrecken an Weltbankpräsident Paul Wolfowitz, der mit löchrigen Socken durch die Moschee in Edirne schlurfte. Aber nein, das passiert mir nicht.

Herr Sefedin nimmt sich Zeit, er erzählt von den Anfängen der Moscheegemeinde in den 1990er Jahren und immer wieder von seinen eigenen Erlebnissen. Denn er kommt keineswegs aus der Türkei, wie ich zuerst vermute. Er ist Mazedonier. In den 1960er Jahren emigrierte er aus politischen Gründen aus Jugoslawien nach Deutschland, lebte eine Weile in Niedersachsen, arbeitete dort für die britische Armee als Fahrer. Als die ihn 1965 in den Krieg nach Rhodesien mitnehmen wollte, kündigte er, zog nach Solingen, holte schließlich seine Familie nach und entschied sich dann für Köln, um seinen Kinder eine gute Ausbildung an der Universität zu ermöglichen.

Wir sitzen an einem wackeligen Küchentisch. Während des Gesprächs kommen immer wieder neugierige Gemeindemitglieder herein, die wollen wissen, wer ich bin und was ich hier tue. Und sie freuen sich durchgehend über meinen spontanen Besuch. Nach und nach gehen sie in die hinteren Räume, bevor sie mit hochgekrempelten Ärmeln zurückkehren und im Gebetstraum verschwinden.

Sefedin schwärmt von Willi Brandt, der es ihm erst ermöglichte, seine Familie aus Jugoslawien zu sich zu holen. Seine Frau und seine Kinder hatte er lange nicht gesehen. Er erzählt von den Schwierigkeiten, einen guten Imam zu finden, der mit den Kindern der Gemeinde angemessen umgehen kann. Denn der letzte war durch so große Strenge aufgefallen, dass die bis dahin etwa 50 Koranschüler nach und nach ausblieben. Die Gemeinde verlängerte nach dem ersten Jahr den Vertrag des Imams nicht und trennte sich von ihm. Jetzt übernehmen die Gemeindemitglieder im Wechsel die Aufgabe des Vorbeters.

Immer mehr Männer gehen an uns vorbei. Wo sind denn die Frauen?, will ich wissen. Die haben ihren eigenen Raum für sich. Im Keller. Hier wird getrennt gebetet. Es war wohl eine Frage zu viel über die Abläufe, die Sefedin dazu veranlasste, mich zum nächsten Gebet einzuladen. Vorher muss ich mich allerdings reinigen. Jetzt verstehe ich auch, wohin die Männer gingen: Hinten befindet sich ein Waschraum. Das Gesicht und die Ohren, die Arme und die Füße wasche ich mir, dann kann ich mir die Socken wieder anziehen.

Als sich der Gebetsraum vor mir öffnet, bin ich erstaunt. Ein einfacher Teppich belegt den Fußboden durchgehend. Einige Männer sitzen auf dem Boden, beten, diskutieren oder lesen still in ihrem Koran. Die gegenüberliegende Wand ist reich verziert, eine Gebetsnische gibt die Richtung nach Kaaba, dem Zentralheiligtum in Mekka, an. Die Männer versammeln sich nach und nach in Reihen, setzen sich ihre weißen Gebetsmützen auf die Häupter, knien nieder. Staunend setze ich mich in eine Ecke.

Der Vorbeter beginnt mit seinen monotonen Gebeten. Mit einem Mal komme ich mir weit weg vor. Ich bin nicht mehr in der Kölner Südstadt, ich bin irgendwo im Orient. Entspannung durchströmt meinen Körper. Rhythmisch bewegen die Männer ihre Köpfe an rechts und links, sie erheben sich, setzen sich wieder, streichen sich mit den Handflächen über das Gesicht. Über allem liegt der Gesang, das Rede-und-Antwort-Ritual des Gebets. Ungewohnte Worte, beruhigende Klänge und die Aura des religiösen geben mir Zeit zur inneren Einkehr. Es ist wie eine Meditation. Lange könnte ich hier einfach sitzen bleiben.

Doch nach zwanzig Minuten ist alles wieder vorbei. Die Männer erheben sich, ziehen sich ihre Schuhe über die heilen Socken, gehen nach draußen. Hier stehen sie nun wieder schwatzend in der Sonne, rauchen noch eine Zigarette, bevor sie sich wortreich voneinander verabschieden. Völlig gefangen verlasse ich auch ich nun den Raum und kann es noch nicht so richtig fassen. Ich bin mitten in Köln. Mitten in der Südstadt. Herr Sefedin fordert mich auf, zurück zu kommen: „Unsere Tür steht immer offen. Für alle!“


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