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Kitsch, Drama und blöde Witze

Regina Mars publiziert unter Pseudonym realistische und fantastische Romane

In einer magischen Vollmondnacht paarten sich ein Einhorn und ein Regenbogen und zeugten Regina Mars. Geboren, um Kaffee zu trinken, lebt sie im Süden Deutschlands und erfreut die Welt mit ihren poetischen Romanen, in denen die Liebe stets gewinnt und Witze so dumm, albern und fragwürdig sein dürfen, wie sie wollen.

So lautet zumindest die offizielle Version. In Wahrheit ist sie das Kind zweier Westfalen, wuchs im Rheinland auf, lebte fast zehn Jahre in Berlin, lernte in Hamburg einen wunderbaren Mann kennen, zog mit ihm ins Schwabenländle und hat nach dieser Odyssee einen Dialekt, der so rätselhaft wie furchtbar ist. Stört sie aber nicht.

Regina ist die Autorin von über 30 Romanen, vor allem Romanzen, vor allem schwulen. Lesbisch und hetero hat sie auch ausprobiert und sogar eine Urban Fantasy-Serie ohne Romantik … Na gut, mit ein bisschen Romantik. Musste sein.

Ihr einziges richtiges Hobby ist lesen. Nicht nur Romantik, sondern auch Fantasy, Krimi, Thriller und Jugendbücher. Und natürlich ihre heißgeliebten Schreibratgeber.


Schreibst du unter Pseudonym? Und wenn ja: Warum?
Ja, also so halb. Mein Nachname ist gar nicht Mars, aber unter meinem echten bin ich schon Illustratorin. Ich dachte, es wäre besser, wenn ich meine beiden Jobs trenne, damit es für die Kunden nicht zu verwirrend ist („Hey, ich illustriere und außerdem schreibe ich und mache nebenher noch Strickstulpen für Hunde!“). Das war tatsächlich eine Marketingentscheidung. Dabei bin ich bei Marketing sonst so schlecht … Nebenher habe ich noch ein zweites, halb offenes Pseudonym, um mal richtigen Schund zu schreiben ohne die Leser zu enttäuschen.

Wo lebst du oder wo würdest du gerne leben?
Ich lebe in einer süddeutschen Kleinstadt und bin auch ganz zufrieden hier. Weiter weg muss gar nicht sein (Ja, ich weiß: Alle wollen ein Haus in Irland. Aber ich mag es hier). Das einzige, was fehlt, ist ein Balkon. Ich habe diese romantische Vorstellung vom Schreiben auf dem Balkon, natürlich umgeben von blühenden Pflanzen (grüner Daumen: nicht vorhanden) und seichter Sommerbrise. In der nächsten Wohnung vielleicht.

Wer bist du oder wer würdest du gerne sein?
Ich bin eine mittelalte Nerd-Mutti und finde das nicht übel. Natürlich wäre ich gern selbstbewusster, größer und NOCH schöner, aber ja … Wer nicht? Manchmal wäre ich auch gern eins meiner Autorenvorbilder, aber die sind alle entweder alt oder schon tot, was mir dann doch nicht so recht wäre. Mit ein bisschen Glück habe ich noch Jahrzehnte des Schreibens vor mir, das macht mich ziemlich glücklich.

Für wen schreibst du?
Zuallererst mal für mich. Ich schreibe die Geschichten, die ich selbst lesen will und die sonst keiner schreibt. Leider. Schreiben dauert ganz schön lange, dafür, wie schnell man so ein Buch dann ausgelesen hat. Ich bekomme immer wieder Mails mit „Ich habe letzte Woche all deine Bücher gelesen“ und weine dann still. He, es hat JAHRE gedauert, die zu schreiben!

Wer oder was motiviert dich zum Schreiben?
Geld, haha. Okay, das ist gelogen. Teilweise. Seit ein paar Jahren bin ich Vollzeitautorin und die Miete zahlen zu können motiviert mich schon. Aber vor allem ist es diese Stimme in meinem Kopf, die mir immer neue Geschichten erzählt, die einfach auf Papier gebannt werden müssen. Was auch motiviert: Routine. Besser jeden Tag eine Seite als zehn Seiten alle paar Sonntage.

Wo oder in welchem Kontext schreibst du?
Meist ganz langweilig am Schreibtisch. Da sind auch das ergonomische Keyboard und der höhenverstellbare Schreibtisch, die ich alte Dame brauche. Ab und zu im Café oder im Park. Was ich sehr empfehlen kann: Autorentreffen im Pub. Die sind immer erstaunlich produktiv. Bier hilft gegen Schreibblockaden, echt wahr.

Was ist das Besondere an deinen Texten und Figuren?
Dass ICH sie schreibe. Ich glaube, das ist wirklich das Geheimnis, dass ich die Storys durch meine seltsame Weltsicht gefiltert niederschreibe. Was das genau heißt? Äh, keine Ahnung. Auf jeden Fall, dass weder ich noch meine Figuren je ernst bleiben können. Selbst, wenn die Welt kurz davor ist, unterzugehen.

Warum sollte ein.e Leser.in deine Bücher in die Hand nehmen?
Äääääh … Weil er/sie denkt, dass Kitsch, Drama und blöde Witze TOTAL gut zusammenpassen und unbedingt vermischt werden sollten? Oder, weil er/sie ein Herz für Figuren hat, die sonst nie die Hauptrolle bekommen?

Erzähl doch bitte ein wenig über deinen letzten Roman
Zuletzt habe ich eine Urban Fantasy-Serie mit zahlreichen queeren Figuren geschrieben. Was eigentlich untypisch für mich ist. Normalerweise schreibe ich Liebesromane, vor allem Gay Romance. Aber ich hatte mal Lust auf etwas anderes und so sind die Abenteuer der schlechtesten Wächtertruppe von Berlin entstanden … die am Ende viel erfolgreicher ist als alle es ihr zugetraut haben. Romanzen gibt es natürlich trotzdem. Mir wäre langweilig ohne.

Welche Bücher sind von dir bereits erschienen?
Viele. Mal sehen …

No Way
Leonie Biersack und das Herz aus Stein
Hopfen und Herz
Funkenflut
Seine Narben
Zu ihm
Goldsplitter
Ehebrecher
Sonnengeküsst
Sexy Versager
Plötzlich Prinzgemahl
Aufgetaut
Lautstark verliebt
2 Jahre später
Diagnose Depp
Verdammt magisch
Horrorhamster
List und Liebe
Das Mondmal
Das Monster im 5. Stock
Heiße Keramik
Winterchaot
Dichte Dichter 1 – Milan
Dichte Dichter 2 – Valentin
Dichte Dichter 3 – Rob
Die Wächter von Magow 1 bis 12
Frostsklave
Drei Dates mit dem Prinzen
Seegurken

Dazu noch ein paar Kurzgeschichten. Nicht schlecht, was?

Woran arbeitest/schreibst du gerade?
An einer Kurzgeschichte über einen falschen Pagen, eine Ziegenherde und ein fatales Missverständnis. Weil ich gerade in Elternzeit bin, komme ich nur langsam voran, aber es wird.

Was ist die schönste Rückmeldung eines/einer Leser.in gewesen, die du bekommen hast?
Oh, es gab so viele und ich kann mich für keine entscheiden. Witzigerweise ist die erste, die mir einfällt, eine Drei-Sterne-Rezension, die ich ganz am Anfang zu meinem ersten Roman bekommen habe. Da hat die Leserin sich sehr über eine Figur aufgeregt. Also wirklich SEHR. Und ich war total beeindruckt, dass jemand, den ich erfunden habe, so starke Gefühle hervorrufen kann.

Website: www.reginamars.de
Instagram: regina.mars
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Fotografin des Autorenfotos ist Anne Freitag. 


Hier ist der Link zu den Büchern von Regina Mars:


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