Nina Kay

Amerikanische Lebensrealitäten

„Es geht nicht immer wild und laut zu, oft leiser und zart“

Nina Kay schreibt schon seit sehr vielen Jahren und veröffentlicht seit 2020 queere New Adult Romance, echte Geschichten von Realitäten, die lieber nicht gesehen werden wollen. Oder sollen, je nachdem.


Schreibst du unter Pseudonym? Und wenn ja: Warum?
Ja, mein Verlagsdebüt war ausschlaggebend für Nina Kay, da ich mit zweitem Vornamen Kristin heiße und sich das anbot 😊

Wo lebst du oder wo würdest du gerne leben?
In Bielefeld, und ich will niemals woanders sein. Home is where my Town is.

Wer bist du oder wer würdest du gerne sein?
Ich bin Nina und das passt am besten zu mir.

Für wen schreibst du?
Für alle, zumindest versuche ich das, vor allem die jungen Menschen zwischen 18 und 25, um ihnen dieselbe Freude und Leidenschaft an und für Literatur zu schenken, die ich schon so früh empfunden und sie später auch studiert habe. Und, was mich besonders freut, auch für queere Menschen, schwule, bisexuelle, pansexuelle Männer, deren Rückmeldungen mir nochmal besonders viel bedeuten. Ich möchte Raum schaffen für jede*n, der*die ihn braucht, da ich selber lange nicht genug hatte.

Wer oder was motiviert dich zum Schreiben?
Die vielen unerzählten Geschichten, die hier und da auftauchen und dann wieder in den schnelllebigen Weiten der Gegenwart verschwinden. Das können Stichworte sein, die fallen, oder Fotografien, Bildausschnitte, Gesichtsausdrücke, Songtexte, Orte. Ich habe ein ganzes Leben lang viele viele Leben zu erzählen.

Wo oder in welchem Kontext schreibst du?
An meinem Schreibtisch, ich bevorzuge meine gewohnte, sichere Umgebung und absolute Stille. Früher immer mit Musik im Ohr, heute nicht mehr.

Was ist das Besondere an deinen Texten und Figuren?
Mein Stil, wenn ich auf die Rückmeldungen meiner Lesenden schaue. Ich schreibe nicht einfach, recht poetisch, verschachtelt, aber das gibt die Sprache her und ich nehme, was ich kriegen kann, um sie voll auszuschöpfen. Meine Männer sind nicht stereotyp. Wer sich gern leiten lässt – und das ist vollkommen legitim – von festen Rollen und Reaktionen, ist bei mir eher nicht richtig. Sie dürfen alles sein, und das sind sie auch, was mich beim Erzählen auch so immens erfüllt.

Warum sollte ein.e Leser.in deine Bücher in die Hand nehmen?
Weil es wahre Geschichten sein können, und weil ich den wichtigsten Abschnitt im Leben junger Menschen erzähle. Wer sich zudem richtig tief reingraben will in diese Momentaufnahmen, ist bei mir genau richtig. Es geht nicht immer wild und laut zu, oft leiser und zart, aber das mag ich so an der Darstellung von Männlichkeit. Sie wird aufgebrochen und das, was man kennt, neu definiert.

Erzähl doch bitte ein wenig über deinen letzten Roman (oder über das Buch, das du von deinen Büchern am liebsten magst).
Da ich keine Lieblingskinder habe, nehme ich mein aktuellstes Buch: As I Leave.
Ich erzähle darin zwei sehr amerikanische Lebensrealitäten. Die von Jean, der aufgrund eines sehr schlimmen Erlebnisses das Haus nicht mehr verlassen kann und tiefe Wunden erlitten hat, und von Elia, der verzweifelt versucht, dazuzugehören, ausgerechnet zu dieser schlimmen Realität. Es ist ein leises und ruhiges Buch und ich musste an vielen Stellen innehalten und nachsehen, zudem hat mir die kulturelle Thematik nochmal ganz andere Formen der schreiberischen Achtsamkeit und Verantwortung abverlangt.

Welche Bücher sind von dir bereits erschienen?
Insgesamt 6, davon 4 queere New Adult-Romane. Mercy Me ist mein eBook only-Verlagsdebüt, darauf folgte meine All-Dilogie, All The Fucks We Give und All The Nights We Stay (hetero mit queerem Nebenstrang) um die Kent-Brüder Julien und Miguel. Some Say We Won’t kam danach, dann Baby, Don’t You Cry und seit Juli diesen Jahres As I Leave.

Woran arbeitest/schreibst du gerade?
Ich nenne es Projekt NicoundAshley, da ich meine Titel immer erst wenige Tage vor Release reveale. Es sollte eigentlich eine eher ruhige Geschichte werden, aber ich merkte sehr schnell, dass sie genauso fordernd und tief ist wie der Rest meiner Bücher. Sie spielt zum Teil wieder in New York, wie schon Some Say, und ich bin fasziniert von der Dynamik der Stadt und wie viel und VIELfältig sie erzählen kann. (Als ich vor 8 Jahren selbst dort war, konnte ich schon einen ersten Eindruck gewinnen, und es wird wohl immer meine erste und tiefgreifendste Erfahrung in den Staaten bleiben.)

Was ist die schönste Rückmeldung eines/einer Leser.in gewesen, die du bekommen hast?
Ich werte da sehr ungern, da ich wirklich unglaublich gute, differenzierte Rezensionen und Nachrichten egal welchen Geschlechts bekomme. Wenn ich wählen muss an dieser Stelle, nehme ich die Nachrichten von jungen queeren Männern, denen meine Geschichten den Mut gaben, sie selbst zu sein, und ihnen ein wenig die Angst vor der Welt nahmen.


Nina Kay im Netz
Website: www.ninakayautorin.de
Instagram: @ninakayos
Facebook: Nina Kay Autorin
TikTok: @ninakayos
Twitter: @ninakayos


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