Vermutlich hast du es schon geahnt: Stephano ist ist ein Pseudonym. Und vielleicht hast du dich auch gefragt, warum ich unter diesem Namen Bücher veröffentliche. Ich will dir erzählen, wieso ich mich für diesen Art der Publikation entschieden habe.
Insbesondere im Bereich der erotischen Literatur, zu der Gay Romances und auch meine GayStorys zählen, schreiben einige Autor.innen unter Pseudonym. Die Gründe dafür sind vielfältig. Manche Autor.innen haben feste Jobs, die mit einer schriftstellerischen Arbeit nicht recht vereinbar sind. Andere wollen ihr Privatleben streng vom Schreiben trennen, gerade weil es um Erotik geht. Wieder andere meinen, Gay Romances verkauften sich besser, wenn sie unter dem Namen einer Frau erscheinen, wenngleich sie selbst Männer sind. All diese Gründe haben ihre Berechtigung. Bei mir ist es jedoch ganz anders.
Unter meinem Klarnamen Stephan Martin Meyer habe ich in den letzten Jahren mehrere Kinderbücher veröffentlicht. Beim Gerstenberg Verlag – dem ältesten deutschen Verlag – sind mittlerweile vier Kindersachbücher erschienen, die sich mit historischen Themen beschäftigen. Mit Zeppelinen und dem Orient-Express, mit Leonardo da Vinci und einer der ersten Autorallyes der Welt. Weitere Kinderbücher habe ich im Selfpublishing veröffentlicht. Außerdem ist 2021 ein Jugendroman von mir erschienen. Diese Publikationen halten mich davon ab, unter dem gleichen Namen über schwule Erotik zu schreiben, denn nicht alle Eltern kommen damit klar, dass ein Autor von Kinderbüchern auch Texte schreibt, in denen Sex eine große Rolle spielt und daher keinesfalls für Kinder geeignet sind. Und die Kinder selbst möchte ich natürlich lieber nicht mit erotischen Geschichten konfrontieren.

Interessant wird das Ganze vor allem bei dem Jugendroman, denn der nähert sich an das, was ich als Stephano schreibe, schon deutlich an. In dem Roman geht es um den vierzehnjährigen Johan, der in der Schule gemobbt wird und mit der Frage konfrontiert ist, ob er lieber Jungen oder Mädchen küssen will. Neben einem Kriminalfall, den er im Laufe der Handlung zu lösen versucht, ist er auch immer wieder mit seinen eigenen Gefühlen konfrontiert und er erlebt seinen ersten Sex.
Jugendliche Sexualität ist ein sensibles Thema. Ich möchte nicht, dass ein Dreizehnjähriger, der meinen Jugendroman gelesen hat und nun nach anderen Büchern von mir sucht, sich quasi aus Versehen einen schwulen Erotikroman kauft. Das könnte schnell zu Irritationen führen. Genauso sieht es bei den Eltern aus, die unter Umständen bei den GayStorys ähnliche Geschichten erwarten, wie in meinem Jugendroman.
Aus diesem Grund habe ich mich für ein offenes Pseudonym entschieden. Es ist von einer Seite – nämlich für euch – transparent und durchlässig. Von der anderen Seite, von den Kinder- und Jugendbüchern aus, aber nicht.
Hier ist der Link zu dem Jugendroman mit schwuler Thematik, der dich jetzt vielleicht auch interessiert:


